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Die Digitalisierung hat auch die Welt des Sport maßgeblich verändert. So ist es mittlerweile mögliche, wichtige Spiele per Livestream mitzuverfolgen oder sich mit Online-Workouts fit zu halten – so weit das Basic-Programm.

Und dann gibt es noch speziellere Ergebnisse dieser Verschmelzung der sportlichen und digitalen Welt: Virtueller Sport umfasst alles von virtuellen Spielfeldern, auf denen Matches ausgetragen werden können, eSports – der Wettkampf in Computerspielen – oder VR-Sports, eine neuartige Form des Workouts. Doch inwiefern sind diese Innovationen ein Ersatz für sportliche Hobbies in der echten Welt? Dieser Artikel klärt auf.

eSports: Wettkampf online, Fitness offline

Zu namhaften eSportlern wurden anfangs vor allem Spargeltarzane, die ihre ganze Zeit vor der Konsole verbrachten und deshalb wenig Zeit für Sport hatten. Doch mittlerweile schlägt der Trend um: Manager von eAthleten haben erkannt, wie sehr es ihre Spieler belasten kann, wenn diese sich nicht um gesunde Ernährung, körperliche und psychische Fitness kümmern. Deshalb trainieren eSportler jetzt umso gewissenhafter – und zwar offline. eSports sind übrigens nicht die ersten virtuellen Spiele, bei denen um viel Geld gekämpft wird: Poker ist lange schon eines der wichtigsten Spiele, mit denen man online Karriere machen kann. Oft fängt man damit im Casino online an, bevor man an prestigiöseren Turnieren teilnimmt. So sportlich wie die eAthleten müssen Pokerstars zwar nicht sein – allerdings haben erstere auch eine größere Vorbildfunktion: Bereits Teenies schauen zu ihnen auf, vor allem seit Özil und Piqué ihre eigenen eSport-Teams gegründet haben.

Virtual Sports: Sport für Couchsitzer

Am passivsten ist wohl der Genuss von Virtual Sports, bei dem man entweder selbst in einem digitalen Team mitspielt oder das Spiel nur mitverfolgt. Denn hier ist man wirklich nicht gezwungen, sich außergewöhnlich körperlich zu betätigen. Spannend ist das Ganze deswegen nicht weniger: Obwohl Virtual Sports auf Algorithmen beruht, von denen der Ausgang des Spiels berechnet wird, ist das Ende für die Spieler oder Zuschauer nie ganz vorhersehbar. Entwickelt hat sich diese Art des Sport von Fantasy-Football-Spielen, die man früher im Wohnzimmer mit Stift und Papier ausgetragen hat. Einen Vorteil hat der Virtual Sport zumindest: Man bekommt dadurch vielleicht Lust, sich auch im echten Leben aufs Spielfeld zu wagen.

Sport per VR: Das Gym in der Brille

Der größte Vorteil der virtuellen Realität ist, dass man in alle möglichen Welten eintauchen kann, ohne einen Fuß vor die Tür zu setzen. So zum Beispiel auch in die Welt des Fitnessstudios – oder des Tennisplatzes oder des Golfplatzes. Sportlich austoben kann man sich dann auch auf begrenztem Raum, denn man muss keine echten Bälle verschießen – die Technik miss viel eher die Bewegungen des Armes oder maximal eines Schlägers. Aber ist so ein Workout ebenso effektiv wie eine Partie Squash in der Halle mit Kumpels? Eher nicht. Denn bei den virtuellen Spielen muss man sich weitaus weniger bewegen - allerhöchstens läuft man auf der Stelle anstatt dynamisch vom einen Ende des Spielfeldes an das andere. Es kann durchaus sein, dass man ins Schwitzen kommt – aber ein Ganzkörpertraining wie eine Stunde „echter“ Sport ist es nicht.

Fazit: Virtual Sports gibt es in allerlei Ausprägungen, die sehr unterhaltsam und teilweise auch anstrengend sind. Vom Gym abmelden sollte man sich allerdings dafür nicht.


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