Cannabis wird von vielen Sportlern konsumiert, um besser vorbereitet in die Wettkämpfe zu gehen. Dabei sollte man derzeit noch Vorsicht walten lassen. Der aus Cannabis gewonnene Wirkstoff THC (Tetrahydrocannabinol) steht mit seinen berauschenden Wirkungen auf der Dopingliste.

Ein zweiter Wirkstoff, das sogenannte CBD (Cannabidiol), wurde dieser Liste 2018 entnommen und gilt seitdem nicht mehr als verbotene Substanz. Viele Athleten schwören auf CBD, soll es doch zahlreiche Funktionen des Organismus so beeinflussen, dass sich die sportlichen Leistungen verbessern. Was hat es damit auf sich?

Was ist CBD?

CBD ist ein natürlicher Wirkstoff (Cannabinoid), der aus den Blüten der weiblichen Hanfpflanze Cannabis Sativa hergestellt wird. Der Substanz werden entzündungshemmende, krampflösende, schmerzlindernde und entspannende Wirkungen nachgesagt. Cannabidiol wird in Produkten verschiedener Branchen verarbeitet. Am häufigsten wird es als CBD-Öl, CBD-Salben, CBD-Kapseln und CBD-Liquid auf den Markt gebracht. Zudem findet CBD in Form von Blüten eine große Zahl von Anhängern.

Wie wird CBD eingenommen?

Kapseln und Tabletten können einfach mit einem Schluck Wasser eingenommen werden. CBD als Öl tröpfeln die Anwender unter die Zunge, damit es über die Mundschleimhaut in die Blutbahn gelangt.

Am schnellsten tritt die Wirkung ein, wenn CBD geraucht oder verdampft wird, wobei Verdampfen die vermutlich schonendere Methode des Konsums darstellt. Dazu können die Anwender einen Vaporizer online erwerben. Das Gerät ähnelt einer E-Zigarette und erhitzt die CBD-Blüten auf etwa 200° Celsius. Es entsteht ein Dampf, der keine giftigen Verbrennungsrückstände enthält und einfach inhaliert wird.

Wie wirkt CBD auf den Organismus?

Obwohl CBD in Form von medizinischem Cannabis schon seit 2017 auf Rezept verschrieben werden darf, steckt die wissenschaftliche Forschung noch in den Kinderschuhen. Nach heutigem Stand der Wissenschaft entfaltet CBD seine Wirkung über das menschliche Endocannabinoid-System (ECS). Dabei handelt es sich um ein Netz von Rezeptoren, das über den gesamten Organismus verteilt ist.

Mithilfe von Transmitterstoffen, sogenannten Endocannabinoiden, werden Informationen innerhalb des Nervensystems in Form von Signalen zwischen Gehirn und Organen transportiert. CBD als Phytocannabinoid übernimmt dabei nach der derzeit gültigen Theorie die Funktion der Endocannabinoide.

CBD und Stress

Eine der entscheidenden Eigenschaften von CBD ist die vermutete Reduktion von Stress. Stress ist ein Auslöser vieler Beschwerden. Er führt zu Verkrampfungen und Blockaden, die sich negativ auf das Leistungsvermögen auswirken. Die regelmäßige Einnahme von CBD-haltigen Substanzen könnte überflüssigen Stress begrenzen und die Athleten dazu befähigen, sich mit allen Sinnen auf den bevorstehenden Wettkampf zu konzentrieren.

CBD und die Regeneration der Muskulatur

Der Aufbau von Muskeln passiert im Spannungsfeld von Training, Regeneration und einer leistungsfördernden Ernährung. Je schneller sich die Muskulatur regeneriert, desto eher kann die nächste Trainingseinheit mit gesteigerter Intensität in Angriff genommen werden. Die beruhigenden Eigenschaften von CBD sollen dafür sorgen, dass die Durchblutung gefördert wird und sich die Muskeln schneller entspannen. Damit trage Cannabidiol entscheidend zum Aufbau der Muskulatur bei.

CBD und Entzündungen

Jeder Sportler überlastet während intensiver Trainingsphasen und anstrengender Wettkämpfe regelmäßig die eigene Muskulatur. Dadurch kommt es zu einer großen Anzahl von schmerzhaften Mikroentzündungen. In harmloser Ausprägung sind diese Erscheinungen als Muskelkater bekannt.

In schlimmeren Fällen können solche Entzündungen chronisch werden und das Leistungsvermögen nachhaltig beeinträchtigen. Mit der regelmäßigen Einnahme von CBD sollen diese Entzündungen abgeschwächt oder eingedämmt werden können, sodass sie die Sportler weder beim Training noch beim Wettkampf behindern.

CBD und erholsamer Schlaf

Sportler benötigen einen gesunden Schlaf, um regelmäßig Höchstleistungen zu erbringen. In diesem Falle treten die möglichen entspannenden Eigenschaften von Cannabidiol in den Fokus. Mit der regelmäßigen Einnahme von CBD soll erreicht werden, dass die Athleten einen regelmäßigen, erholsamen Schlafrhythmus finden.

Das bedeutet, dass die Betroffenen nach dem Zubettgehen schneller einschlafen und vor allem durchschlafen. Der gesamte Organismus regeneriere sich dadurch schneller, sodass bessere Leistungen abgerufen werden können.

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CBD gegen Schmerzen

Sportler leiden nicht selten unter Schmerzen. Verletzungen wie Zerrungen, Prellungen, Bänderrisse und Brüche gehören dabei zum Alltag. Die bei CBD angenommenen schmerzlindernden Effekte sollen diese Schmerzen abschwächen. Es ist dadurch wahrscheinlich, dass die Läsionen schneller ausheilen, sodass das Training früher wieder aufgenommen werden kann.


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