Beim Orange Day Hannover wird kein gewöhnlicher Stadtlauf veranstaltet – hier verschmelzen sportliche Energie und gesellschaftliches Statement zu einem lauten Signal: Gewalt hat keinen Platz.
Wer denkt, dass fünf Kilometer durch die Innenstadt nur eine lockere Trainingseinheit sind, irrt gewaltig. Hier geht es darum, Haltung zu beweisen, und zwar sichtbar, hörbar und mit ordentlich Tempo.
Ein Lauf, der mehr bedeutet als Kilometer
Die Premiere im vergangenen Jahr hat bereits gezeigt, wie stark dieser Lauf Menschen bewegen kann. Mehr als 1.200 Teilnehmer waren dabei und machten Hannover orange. Dieses Mal findet die Strecke ihren Start- und Zielpunkt vor dem neuen Rathaus, ein Ort, der selbst für Hannoveraner eine besondere Symbolkraft hat. Orange Day Hannover ist damit noch deutlicher im Herzen der Stadt verankert.
„Wir als Polizeidirektion Hannover setzen mit dem Orange Day ein sichtbares Zeichen“, betont Gwendolin von der Osten, Polizeipräsidentin von Hannover. Für sie geht es nicht nur um Schutz, sondern auch um Solidarität und Prävention. Wer betroffen ist, soll wissen: Es gibt Unterstützung und offene Ohren.
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Stadtspitze voll im Rhythmus
Auch Oberbürgermeister Belit Onay nimmt die Sache sportlich: „Der erste Orange Day Lauf im vergangenen Jahr mit mehr als 1.200 Teilnehmenden war schon ein kraftvolles Statement. Ich rechne mit mindestens genauso viel Zuspruch bei der 2. Ausgabe und freue mich, dass Start und Ziel diesmal vor dem neuen Rathaus sind.“ Seine Worte zeigen: Dieser Lauf ist längst mehr als eine Veranstaltung, er ist ein Symbol für die gesamte Stadt.
Die Strecke – kurz, knackig, konsequent
Vom Platz der Menschenrechte führt der Kurs rund fünf Kilometer durch die Innenstadt. Kein Marathon, sondern ein kompakter, aber klarer Weg, der seine Botschaft schon durch die Route verstärkt. Für fünf Euro bist du dabei – eine Investition, die nicht nur deine Kondition, sondern auch die Gemeinschaft stärkt. Denn der gesamte Erlös geht an den Frauennotruf Hannover, eine Beratungsstelle, die Frauen nach sexueller Gewalt unterstützt – und auch deren Angehörige nicht allein lässt.
Orange als Statement
Stefanie Eichel von der Agentur eichels beschreibt es so: „Es geht um die Sichtbarkeit, um die gemeinsame Verantwortung, um Respekt und Schutz.“ Deshalb sind orangefarbene Outfits nicht einfach nur Deko, sondern klare Botschaften. Leuchtende Gebäude, Stühle in Signalfarbe entlang der Strecke oder ein simples Licht im Fenster – jedes Detail ruft: Hier ist kein Platz für Gewalt!
Mehr als ein Lauftreff
Beim Orange Day Hannover geht es darum, dass jeder mitmachen kann. Ob als Läufer mitten im Feld oder als Unterstützer am Rand, ob mit Applaus, mit Farbe oder mit Licht. Und wer nach dem Lauf noch Energie hat, kann sich mit Freunden in der Innenstadt belohnen – ob an der Leine entlang, durch die Altstadt oder in einem der vielen Restaurants. So bleibt nicht nur der sportliche Teil in Erinnerung, sondern auch das gute Gefühl, Teil von etwas Wichtigem gewesen zu sein.
Solidarität, Sport und Spaß schließen sich nicht aus. Im Gegenteil: Beim Orange Day Hannover laufen alle gemeinsam in dieselbe Richtung – und das ist unbezahlbar.
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