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Die Salzburg-Leipzig-Pipeline: Das ist die Bezeichnung, die man der Anhäufung von Transfers von Salzburg-Spielern zum RB Leipzig gegeben hat.

Tatsächlich haben bereits 18 ehemalige Salzburg-Spieler zu Leipzig gewechselt und nächstes Jahr werden es bereits 19. Denn Leipzig hat vor kurzem den sehr begehrten Mittelstürmer Benjamin Sesko ergattern können. Da stellt sich natürlich die Frage, inwiefern das die österreichische Mannschaft beeinflusst. Hat Salzburg auch etwas von der Salzburg-Leipzig-Pipeline und wie stehen die Fans dazu? Das werden wir uns in diesem Artikel genauer ansehen.

Leipzigs Erfolge

Der RB Leipzig konnte bereits viele Erfolge verzeichnen. Die Mannschaft wurde zweimal Landespokal-Sachsen-Sieger, einmal Meister der Regionalliga Nordost und kürzlich auch Deutscher Pokalsieger. Deshalb ist es kein Wunder, dass der Verein auch bei Wettbegeisterten immer beliebter wird. Je besser ein Verein abschneidet, desto mehr Sportwetten werden auf ihn abgeschlossen. Doch ohne den FC Red Bull Salzburg hätten Leipzig viele seiner Top-Spieler gefehlt. Es wechselten unter anderem Roman Wallner, Georg Teigl oder Naby Keita zu dem Verein, die während ihrer Spielzeiten eine beträchtliche Anzahl von Toren für Leipzig erzielen konnten. Der neuste Zugang soll im Jahr 2023 Benjamin Sesko sein.

Der Transfer von Benjamin Sesko

Benjamin Sesko wechselt als 19. Spieler vom RB Salzburg zum RB Leipzig. Der 19-jährige Mittelstürmer wird 2023 sein Bundesliga-Debüt geben und hat bei Leipzig einen Vertrag bis 2028 unterschrieben. Die Ablösesumme für einen der begehrtesten Stürmer Europas beträgt 24 Millionen Euro. Seskos Vertrag in Salzburg war noch bis 2026 gültig und sein aktueller Marktwert wird auf zehn Millionen Euro geschätzt.

Nach der bevorstehenden Rückkehr von Timo Werner ist das der nächste große Transfercoup für den RB Leipzig. Immerhin wurde der 1,95 Meter große Slowene von einer ganzen Reihe von Spitzenvereinen umworben. Der 19-Jährige war unter anderem bei den Premier-League-Schwergewichten Manchester United und FC Chelsea hoch im Kurs. Auch der AC Mailand war an dem schnellen und torhungrigen Angreifer interessiert. Bevor Sesko wechselt, soll er jedoch noch die aktuelle Saison in Salzburg spielen und weiter über sich hinauswachsen.

Ist Salzburg nur noch ein Ausbildungsverein für Leipzig?

Die Fans von Red Bull Salzburg sind wütend. Sie befürchten, dass ihr Fußballverein zu einer Art „Selbstbedienungsbuffet“ für Leipzig geworden ist. 18 (bald 19) Spieler sind bereits von Salzburg nach Leipzig, dem Schwesterverein des Vereins, gewechselt. Salzburgs Sportdirektor Jochen Sauer äußerte sich zu der Kritik, als der Mittelfeldspieler Naby Keita im Jahr 2016 wechselte. Er bekräftigte, dass Salzburg einen sehr fairen Preis für den Spieler bekommen und mit Bernardo Fernandes da Silva einen guten Ersatz gefunden habe.

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Bernardo soll sechs Millionen Euro und Mittelfeldspieler Naby Keita soll 15 Millionen Euro gekostet haben. Martin Hinteregger, der zehn Jahre lang für Salzburg spielte und sich schließlich gegen Leipzig entschied und stattdessen nach Augsburg wechselte, kritisierte die Salzburg-Leipzig-Pipeline. Er bezeichnete Salzburg als einen „Ausbildungsverein“ für Leipzig und bestätigte, dass wahre Salzburg-Fans aus diesem Grund einen gewissen Groll gegen Leipzig hegen. Für ihn war es eine Frage des Respekts, nicht nach Leipzig zu wechseln.

Die Salzburger Fans sind nicht glücklich

Die Salzburger Fans wandten sich in einem offenen Brief an die Vereinsspitze sowie an Red-Bull-Chef und Sponsor Mateschitz. Darin forderten sie eine klare Trennung der beiden Vereine. Auch Oscar Garcia, ehemaliger Trainer von Salzburg, war verärgert. Er stellte sich auf die Seite der Fans und forderte eine Veränderung der Zielsetzung des Vereins. Auch er stimmte zu, dass sich Salzburg zu einer Art Ausbildungsstätte entwickelt hätte.

All das schein jedoch nicht viel Wirkung zu zeigen. Christoph Freund, der sportliche Leiter von Salzburg, begegnete der Kritik, indem er sagte, man müsse nicht jedes Jahr Meister werden. Leipzig lehnte die Kritik rundweg ab und Sportdirektor Ralf Rangnick behauptete, Salzburg sei nicht das Trainingsgelände des sächsischen Vereins. Schließlich seien die beiden Vereine autonom. Ex-Salzburger Hinteregger hat daraufhin vorausgesagt, dass noch mehr Spieler der Einladung nach Leipzig folgen würden und der anstehende Transfer von Benjamin Sesko bestätigt dies eindeutig.


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