Vienna City Marathon auf der Reichsbrücke
0
Featured

Oqbe Kibrom peilt historischen Sieg beim Vienna City Marathon an

Am 19. April wird die österreichische Hauptstadt wieder zum Mekka der Läufer, wenn der Vienna City Marathon über die Bühne geht.

Im Fokus steht diesmal Oqbe Kibrom, der nach einem starken dritten Platz 2022 erneut an den Start geht und als erster Eritreer den Sieg im Männerfeld anstrebt.

Ein Comeback voller Spannung

Der 28-jährige Kibrom bringt beeindruckende Referenzen mit: Ein persönliches Bestzeit von 2:05:37 in Berlin 2022 und drei Marathonzeiten unter 2:06 zeigen seine Konstanz auf höchstem Niveau. Damals in Wien sah es nach 30 Kilometern so aus, als würde Kibrom Geschichte schreiben, als der letzte Tempomacher ausschied und er die Spitze übernahm. Doch die Kräfte reichten nicht, und Cosmas Muteti aus Kenia überholte ihn fünf Kilometer vor dem Ziel. Kibrom finishte mit 2:07:25 - ein Podiumsplatz, der Lust auf mehr machte. „Dieses Rennen hat mir gezeigt, dass ich bereit bin, noch härter zu kämpfen,“ sagt Kibrom selbstbewusst.

Beim Vienna City Marathon treten in diesem Jahr 13.000 Läufer über die klassische Distanz an. Insgesamt werden über beide Tage verteilt mehr als 46.000 Athleten erwartet, da auch kürzere Strecken angeboten werden. Die Stimmung in Wien verspricht also elektrisierend zu werden.

Harte Konkurrenz aus Afrika und Österreich

Doch Kibrom muss sich warm anziehen. Mit im Rennen sind Tafese Delegen aus Äthiopien (PB 2:06:11) und der Kenianer Stanley Kurgat (PB 2:07:05), beide stark in den letzten Jahren unterwegs. Albert Kangogo, ebenfalls Kenianer, belegte im Dezember 2025 in Mersin Platz zwei mit 2:07:26 und kennt den Vienna City Marathon gut – vor zwei Jahren wurde er Dritter mit 2:10:44. Auch heimische Hoffnungsträger wie Aaron Gruen wollen für Aufsehen sorgen: Der 27-Jährige lief 2025 in Congers, New York erstmals unter 2:10 (2:09:53) und legte kürzlich beim Halbmarathon in Houston mit 61:14 eine weitere Bestzeit hin. Allerdings muss er Training und Studium an der Harvard Medical School clever koordinieren.

Ein neuer europäischer Marathon-Titel

Erstmals wird der Vienna City Marathon Teil der Serie European Marathon Classics (EMC). Neben Wien zählen London, Rom, Madrid, Lissabon, Warschau, Kopenhagen und Frankfurt zu dieser ambitionierten Serie. Läufer, die mindestens fünf dieser Marathons absolvieren, erhalten eine speziell designte Medaille - ganz ohne Zeitlimit.

„European Marathon Classics verkörpert unseren Ehrgeiz, Europa gemeinsam zu entdecken und Grenzen zu verschieben - sowohl geografisch als auch philosophisch. Ich bin überzeugt, dass diese Serie zeigen wird, dass wir in Europa zusammen stärker sind als allein,“ erklärt Hugh Brasher, Event Director des TCS London Marathon.

„Die European Marathon Classics sind eine inspirierende Herausforderung. Durch die Vereinigung führender europäischer Marathons wollen wir noch mehr Menschen für den Laufsport begeistern. Wir teilen Werte wie Leidenschaft, Gemeinschaft, Gesundheit und Nachhaltigkeit,“ sagt Kathrin Widu, gemeinsam mit Dominik Konrad Geschäftsführerin des Vienna City Marathon.

Weitere Informationen zum Wien Marathon:

Empfohlene Artikel

Kommentar schreiben

Senden

Weitere interessante Themen