Läufer Elroy Gelant
Archivfoto von Elroy Gelant (Foto: Anthony Grote)
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Südafrikaner stellt neuen Landesrekord im Marathonlauf auf

Viele Athleten verlieren im Alter an Tempo – doch der 38-jährige Elroy Gelant, dreifacher Olympiateilnehmer, sorgte in dieser Saison für eine echte Sensation.

Beim Hamburg-Marathon 2025 erlief er sich nicht nur einen hervorragenden vierten Platz im Gesamteinlauf, sondern stellte mit phänomenalen 2:05:36 Stunden auch einen neuen südafrikanischen Landesrekord auf. Damit unterbot er die bisherige Bestmarke von Gert Thys (2:06:33 Std. aus dem Jahr 1999) um exakt eine Minute.

Am alten Rekord hatte sich zuletzt auch Stephen Mokoka (2:06:42 Std./2023) die Zähne ausgebissen – Gelant aber machte es bei optimalen Bedingungen besser. „Ich bin dankbar für das Ergebnis und wusste, dass nach dem 11. Platz beim anspruchsvollen Olympia-Marathon in Paris 2024 etwas Besonderes in mir steckt“, sagte der neue Rekordhalter nach dem Rennen.

Sein Potenzial hatte sich bereits im Frühjahr angekündigt: Beim Halbmarathon-Sieg in Belgien (siehe Hdsports vom 18. März 2025) lief Gelant eine persönliche Bestzeit von 60:22 Minuten – ein deutliches Ausrufezeichen.

Comeback nach schwierigen Jahren

In der Corona-Zeit spielte der Südafrikaner bereits mit dem Gedanken an ein Karriereende. Doch ein Fan überzeugte ihn, weiterzumachen. Der Weg zurück an die Spitze führte ihn über die Crosslauf-WM 2023 in Australien und zur Bronzemedaille mit dem südafrikanischen Team bei der Halbmarathon-WM in Litauen. 2024 folgte dann beim Absa-Rennen über 10 Kilometer in Durban eine weitere Super-PB: 27:47 Minuten (siehe Foto).

Kein Wunder also, dass die Absa-Organisatoren jetzt stolz auf „ihren“ Läufer Gelant sind – und das Rekordrennen gebührend feiern wollen.

Das Erfolgsgeheimnis: Regeneration und Fokus

Gelant führt seine Konstanz auf hohem Niveau vor allem auf mentale Stärke und gezielte Regeneration zurück. „Ich konzentriere mich auf die richtige Erholung und Ernährung, um mich schnell von harten Rennen zu erholen. Es geht darum, das richtige Gleichgewicht zwischen Belastung der eigenen Grenzen und einer effektiven Erholung meines Körpers zu finden.“

Sein Fazit fällt entsprechend emotional aus: „Ich freue mich, dass wir den Standard für den Marathonlauf in Südafrika anheben, aber insgesamt bin ich zutiefst dankbar für die bemerkenswerte Leistung.“

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