Venedig bereitet sich auf eines der größten Laufevents Europas vor: Am 26. Oktober 2025 verwandelt der Venicemarathon die Lagunenstadt in ein einziges Läufermeer.
Über 20.000 Teilnehmer haben sich bereits angemeldet – ein neuer Rekord in der 39-jährigen Geschichte dieses Klassikers. Und das alles unter dem charmanten Motto: Giacomo Casanova, der wohl bekannteste Sohn der Stadt, hätte seine Freude daran gehabt.
Ein Marathon mit Geschichte, Glanz und Wasserblick
Der Venedig Marathon zählt zu den eindrucksvollsten Straßenläufen weltweit. Die Strecke führt vom Start in Villa Pisani entlang der Riviera del Brenta bis ins Herz der Stadt, über den eigens errichteten schwimmenden Steg nach San Marco, vorbei am Campanile und dem Dogenpalast. Wer hier läuft, spürt den Geist der Geschichte und den Stolz Venedigs bei jedem Schritt. Kein Wunder, dass dieser Lauf im internationalen Kalender von World Athletics den Gold-Label-Status trägt und Teil des Abbott World Marathon Majors Wanda Age Group Rankings ist.
Ein Fest der Rekorde und Nationen
Mehr als 40 Prozent der Starter kommen aus dem Ausland – die Lagune zieht Läufer aus über 90 Ländern an. Diese 39. Ausgabe, die gleichzeitig den 300. Geburtstag Casanovas feiert, markiert den bisherigen Höhepunkt der Venicemarathon-Geschichte. Schon jetzt ist klar: Es wird voll, bunt und laut – aber im Sinne der Nachhaltigkeit bewusst limitiert. Venedig bleibt eben exklusiv, auch beim Laufen.
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Drei Distanzen – drei Abenteuer
Der Renntag startet früh: Um 8:00 Uhr fällt der erste Startschuss für die VM10K im Parco San Giuliano in Mestre. Um 8:45 Uhr geht es weiter mit der 4. Venice Half Marathon auf der Piazza Ferretto – das pulsierende Herz von Mestre. Und um 9:40 Uhr wird es majestätisch: Der Start der Königsdisziplin, des Marathons, direkt vor der barocken Kulisse der Villa Pisani in Stra. Die Villa öffnet dabei ihre Tore für alle Services – ein königlicher Rahmen für ein sportliches Großereignis.
Die Elite jagt Bestzeiten
Wie jedes Jahr steht auch 2025 die afrikanische Läuferelite im Rampenlicht. Der kenianische Hoffnungsträger Kipsambu Kimakal (25), im Vorjahr Dritter, will diesmal ganz oben aufs Podest. Konkurrenz bekommt er vom ugandischen Topläufer Ben Chelimo Somikwo (29), der mit einer Bestzeit von 2:08:03 aus Daegu anreist. Dazu gesellt sich der Marathon-Debütant Moses Koech (Kenia), bekannt für seine 59:31 über die Halbmarathondistanz beim Rom-Ostia-Lauf 2022. Auch Solomon Asmerom Shumay kehrt zurück – im Vorjahr belegte er Platz sechs in der Lagune.
Bei den Frauen kommt es zum Wiedersehen mit der Titelverteidigerin Birkutan Abera aus Äthiopien, die im vergangenen Jahr in 2:32:40 triumphierte. Diesmal trifft sie auf starke Kenianerinnen: Ludwina Chepngetich (27), die ihr Marathon-Debüt feiert, sowie Janet Kiptoo und Mercy Kibor. Auch die Äthiopierinnen Tefera, Tegegn und Thitu wollen vorne mitmischen. Alle Eliteathleten werden am Samstag, den 25. Oktober, um 11 Uhr im Exposport Venicemarathon Village offiziell vorgestellt.
Exposport – das Herz des Venicemarathon
Schon zwei Tage vor dem Rennen herrscht Hochbetrieb: Das Exposport Venicemarathon Village öffnet am Freitag, den 24. Oktober, um 12:00 Uhr im Parco San Giuliano (Porta Blu) seine Tore. Über 100 Aussteller – von Sportmarken bis hin zu Charity-Projekten – präsentieren sich dort. Das Village ist nicht nur Messestandort, sondern ein Treffpunkt der internationalen Laufszene. Vorträge, Diskussionen und jede Menge italienisches Flair machen es zum perfekten Warm-up für das große Rennen.
Weltweite Bühne für die Lagunenlauf-Legende
Der Venice Marathon wird live auf RaiPlay und RaiSport übertragen – ab 9:30 Uhr können Zuschauer das Spektakel weltweit in über 90 Ländern verfolgen. Wer lieber einzelne Läufer im Blick behalten will, nutzt den Live-Tracker, bereitgestellt von Evodata-Endu. So bleibt kein Schritt, kein Schweißtropfen und kein Jubel unerkannt.
39 Jahre Tradition, Leidenschaft und venezianischer Charme – der Wizz Air Venicemarathon 2025 wird erneut beweisen, warum dieser Lauf zu den schönsten Marathons der Welt zählt. Zwischen Wasser und Geschichte, zwischen Triumph und Träumerei: Venedig läuft. Und Casanova hätte sicher ein Lächeln auf den Lippen gehabt.
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