Vor der beeindruckenden Kulisse des Wiener Burgtheaters ging der 42. Vienna City Marathon mit einem triumphalen Zieleinlauf zu Ende.
Mehr als 46.000 gemeldete Teilnehmer aus 146 Nationen machten das Event zur größten Laufsportveranstaltung Österreichs – trotz frostiger Temperaturen und herausfordernder Bedingungen. Im Mittelpunkt: ein Weltrekord, Überraschungssiege und ein Hauch von Walzer-Magie.
Ein tänzerischer Weltrekord auf der Reichsbrücke
Bevor die Marathonläufer ihre Startblöcke bezogen, wurde Geschichte geschrieben – tänzerisch. Anlässlich des 200. Geburtstags von Johann Strauss versammelten sich am Sonntagmorgen um 8:35 Uhr über 2.025 Paare auf der Reichsbrücke, um zum Klang des Donauwalzers zu tanzen. Bei frostigen Temperaturen knapp über null Grad Celsius setzten sie ein bewegendes Zeichen: Der vom Rekord-Institut Österreich offiziell zertifizierte Weltrekord im Walzertanzen war damit perfekt. Die Aktion war Teil der Kooperation mit “Johann Strauss 2025 Wien” und begeisterte Zuschauer wie Tänzer gleichermaßen. Ein wahrhaft stimmungsvoller Auftakt für den Marathontag.
Jüngster Sieger aller Zeiten: Abadi sorgt für Furore
Im Marathonbewerb der Männer setzte der Äthiopier Hafatamu Abadi ein Ausrufezeichen: Mit nur 21 Jahren gewann er das Rennen in 2:08:28 Stunden – und wurde damit zum jüngsten Sieger in der Geschichte des Vienna City Marathons. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Mica Cheserek aus Kenia (2:10:23) und Mogos Tuemay (2:10:33), ebenfalls aus Äthiopien. Andreas Vojta zeigte als bester österreichischer Athlet ein starkes Rennen und erreichte in 2:15:01 Stunden den neunten Platz.
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Chepkemoi überrascht – Dreifachsieg für Kenia bei den Frauen
Auch das Frauenrennen brachte eine Überraschungssiegerin hervor: Betty Chepkemoi aus Kenia setzte sich rund acht Kilometer vor dem Ziel von der Konkurrenz ab und lief mit einer Zeit von 2:24:14 Stunden souverän ins Ziel – ihr bislang größter internationaler Erfolg. Die weiteren Podestplätze gingen an ihre Landsfrauen Rebbeca Tanui (2:25:18) und Catherine Cherotich (2:25:45). Die beste österreichische Läuferin, Eva Wutti, erreichte in beachtlichen 2:37:43 Stunden den achten Platz. (Vienna City Marathon 2025 war der kälteste Marathon seit 39 Jahren)
Ein Fest für alle – von Klein bis Groß
Insgesamt waren 12.968 Läufer für den klassischen Marathon gemeldet. Doch der Vienna City Marathon ist längst mehr als ein Rennen: Hunderttausende säumten die Strecke, feuerten an über 50 Hot Spots und Cheering Zones an und machten das Event zu einem generationenübergreifenden Spektakel. Besonders charmant: Der Fledermauslauf am Samstag, bei dem Kinder zwischen drei und sechs Jahren im Kostüm über 200 Meter liefen – eine liebevolle Hommage an den Walzerkönig.
Organisation auf höchstem Niveau
Die VCM-Geschäftsführer Kathrin Widu und Dominik Konrad zeigten sich hochzufrieden: „Wir sind sehr zufrieden, dass der Vienna City Marathon auch heuer wieder gut und sicher verlaufen ist. Alle Läuferinnen und Läufer aus 146 Nationen haben in den acht Bewerben ihr Bestes gegeben. Besonders die großartige Stimmung entlang der Strecke, die Verknüpfung von Sport und klassischer Kultur im 200. Jubiläumsjahr von Johann Strauss, starke Leistungen der internationalen und österreichischen Athletinnen und Athleten – und das gemeinsame Erleben bei kaltem Wetter zeigen einmal mehr, wie sehr der Marathon Menschen begeistert und verbindet.“
Auch Einsatzleiter Generalmajor Thomas Losko lobte die Zusammenarbeit: „Der Ablauf verlief aus polizeilicher Sicht sehr geordnet. Die Zusammenarbeit mit allen beteiligten Organisationen war effizient und professionell – so konnte auch heuer ein sicherer Rahmen für Teilnehmer und Publikum gewährleistet werden.“
Das Wiener Rote Kreuz registrierte 138 Ambulanzinterventionen, 228 Hilfeleistungen und 15 Transporte in Krankenhäuser – ein Beleg für einen weitgehend störungsfreien Ablauf. Insgesamt arbeiteten 115 Organisationen, Behörden und Institutionen zusammen, um das Event auf höchstem organisatorischem Niveau zu realisieren.
Ein Marathon mit Musik, Magie und Meilensteinen
Der Vienna City Marathon 2025 wird als eine Veranstaltung in Erinnerung bleiben, die weit über sportliche Leistungen hinausging. Ein Weltrekord auf der Reichsbrücke, ein jugendlicher Sensationssieger und die Symbiose aus Sport und klassischer Kultur machten dieses Wochenende zu einem einzigartigen Erlebnis in Wien – voller Herzschlagmomente, Bewegung und Begeisterung.

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