Emotionen, Tempo und jede Menge Druck auf den Schultern: Der Vienna City Marathon wird am 19. April einmal mehr zum Treffpunkt der besten heimischen Läufer.
Beim Vienna City Marathon geht es für das VCM Team Austria nicht nur um starke Zeiten, sondern auch um wichtige Punkte im Rennen um die Europameisterschaften in Birmingham. Die Ausgangslage verspricht Spannung von der ersten bis zur letzten Minute.
Neue Gesichter mit großen Ambitionen
Eva Wutti und Lemuela Wutz bringen frischen Wind ins Elitefeld des Vienna City Marathon. Wutti hat dabei ein klares Ziel vor Augen: ein weiteres starkes Ergebnis, das ihr den Weg Richtung EM ebnen kann. Gleichzeitig reist Wutz mit Selbstvertrauen an, nachdem sie 2025 den Graz Marathon für sich entscheiden konnte. Für sie geht es beim Vienna City Marathon um den nächsten großen Schritt in Richtung 2:40 Stunden.
"Für mich ist es etwas Besonderes, den Marathon in Wien zu laufen. Ich freue mich auf die Stimmung entlang der Strecke, die vielen Zuschauer und besonders auf Freunde und Familie vor Ort. Mein Ziel ist es, in Richtung 2:40 Stunden zu laufen. Insgesamt fühle ich mich fitter als beim ersten Versuch", erklärt Wutz gegenüber dem Veranstalter.
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Routine trifft Ehrgeiz bei Eva Wutti
Wutti kennt den Vienna City Marathon wie kaum eine andere. Bereits viermal blieb sie unter 2:38 Stunden und setzt damit eine Serie, die in Österreich einzigartig ist. Ihre bisherigen Ergebnisse sprechen für sich:
- 2:37:59 - 7. Platz 2018 - Marathondebüt bei großer Hitze
- 2:34:12 - 6. Platz 2019
- 2:37:49 - 15. Platz 2023
- 2:37:43 - 8. Platz 2025
Die 37-jährige Kärntnerin stemmt neben ihrer Karriere als Juristin in Wolfsberg auch den Alltag als alleinerziehende Mutter. Struktur ist dabei alles: "Die langen und intensiven Läufe habe ich stets am Wochenende gemacht."
Beim Vienna City Marathon geht es für sie nicht nur um eine gute Zeit. Ein Platz unter den Top 60 Europas könnte das Ticket für die EM bringen. "Wenn es sich ausgeht, würde ich mich freuen. Jetzt konzentriere ich mich auf den VCM am 19. April. Erst danach würde ich mir über eine Europameisterschaft Gedanken machen", sagt sie.
Ihre persönliche Bestzeit von 2:30:43 stellte sie im Dezember 2020 bei den Staatsmeisterschaften auf der Prater Hauptallee auf und egalisierte dabei den damaligen Rekord von Andrea Mayr.
Männerteam mit klarer Mission
Auch bei den Männern geht es beim Vienna City Marathon um jede Sekunde. Aaron Gruen und Andreas Vojta haben ihre Starts längst fixiert und präsentierten sich in der Vorbereitung in starker Verfassung.
Vojta will vor allem eines: schneller sein als bisher. "Mein Ziel beim VCM wird es auf jeden Fall sein, meine Ausgangsposition im Vergleich zum Status Quo deutlich zu verbessern. Das heißt, ich will eine schnellere Zeit als 2:15:01 erreichen, mit der ich derzeit im Qualifikations-Ranking vertreten bin."
Gruen reist mit einer komfortableren Ausgangslage an. Seine Rekorde von 2:09:53 im Marathon und 61:14 im Halbmarathon haben ihm bereits viele Punkte eingebracht. Seine Marschroute ist klar formuliert: "Der Plan ist, bei der EM zu starten."
Ein besonderes Comeback im Feld
Ein bekanntes Gesicht sorgt beim Vienna City Marathon für eine ungewöhnliche Rolle: Peter Herzog. Der ehemalige Spitzenläufer, EM-Dritter 2018 im österreichischen Marathonteam und Olympiateilnehmer von Tokio 2021, kehrt nach seinem Karriereende 2025 zurück auf die Strecke.
Diesmal jedoch nicht als klassischer Teilnehmer, sondern als ORF "Cable-Guy". Verkabelt mitten im Rennen liefert er Eindrücke direkt aus dem Feld. Trotz neuer Aufgabe bleibt die Distanz anspruchsvoll: "Ich freue mich sehr darauf, zum VCM zurückzukehren. Es ist eine schöne Aufgabe, zugleich werden die 42,195 Kilometer eine sportliche Herausforderung für mich, weil ich seit dem Karriereende natürlich deutlich weniger trainiert habe", sagt Herzog.
Alles angerichtet für den großen Tag
Der Vienna City Marathon steht damit ganz im Zeichen von großen Zielen. Für das VCM Team Austria geht es um persönliche Bestzeiten, Ranglistenpunkte und vielleicht schon um das Ticket nach Birmingham. Die Fans dürfen sich auf ein Rennen freuen, das bis zum Schluss offen bleibt.
Weitere Informationen zum Wien Marathon:

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