Am Samstag, dem 17. Mai 2025, feiert der Schafberglauf in St. Wolfgang eine ganz besondere Premiere – die 25. Auflage dieses legendären Rennens.
Wer schnell nachrechnet, könnte vermuten, dass das Debüt im Jahr 2001 stattfand. Doch tatsächlich reicht die Geschichte bis zum 14. Mai 1983 zurück. Durch drei Pausen in den Jahren 1989–1992, 1994–2006 und 2020 (Corona) ergibt sich dieses Gründungsdatum. Seit nunmehr 42 Jahren zählt der Schafberglauf zu den traditionsreichsten Bergläufen Österreichs.
Start an einem weltmeisterlichen Bahnhof
Das erste Rennen 1983 wurde zum 90-jährigen Bestehen der SchafbergBahn ins Leben gerufen. Und 2024 erhielt die Talstation eine außergewöhnliche Ehrung: Die UNESCO kürte sie zum „schönsten Bahnhof der Welt“ – vor Melbourne und Peking. Es ist erst das zweite Mal, dass diese renommierte Auszeichnung nach Österreich ging.
Genau hier fällt am 17. Mai um 16:00 Uhr der Startschuss für die 7,2 km lange Strecke mit knackigen 1.188 Höhenmetern. Die Veranstaltung ist zugleich Teil des Österreichischen Berglaufcups 2024, der – genau wie der Schafberglauf – 1983 ins Leben gerufen wurde.
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Ein einzigartiges Lauferlebnis
Der Fokus liegt auf den ambitionierten Breitensportlern, die sich dieser Herausforderung stellen. Werner Haas, 53-jähriger Obmann und Organisator der Laufgemeinschaft St. Wolfgang, betont: „Gegen Abend auf einen der schönsten Aussichtsberge Österreichs zu laufen, den Sonnenuntergang zu genießen und dann mit der Bahn ins Tal zurückzukehren, bleibt ein unvergessliches Erlebnis. Auch für Begleitpersonen ist es ideal – sie können mit der Bahn auf den Gipfel fahren und ihre Liebsten im Ziel anfeuern.“
Schon jetzt zeigt sich das große Interesse: 110 der auf 300 limitierten Startplätze sind bereits vergeben.
Die Herausforderung: Naturgewalt trifft Ehrgeiz
Der Kurs bietet alles: saftig grüne Almwiesen, anspruchsvolle Serpentinen, Geröllpassagen und steile Felsabschnitte. Die Steigung variiert zwischen 4 % und 24 % – eine Prüfung für Körper und Geist. Doch wer es ins Ziel schafft, wird belohnt: mit der exklusiven Schafberglauf-Medaille 2025 und einer persönlichen Urkunde.
Rückblick auf 2024
Alex Brandner, ehemaliger nordischer Kombinierer und zweifacher Berglauf-Vizestaatsmeister, dominierte das Rennen mit einer Fabelzeit von 49:19 Minuten – und knackte damit den bisherigen Rekord um 1:24 Minuten. Ihm folgte der Tscheche Tomas Farnik in 51:29 Minuten mit deutlichem Abstand. Andreas Englbrecht, Sieger der Regionswertung, belegte Platz 3 in 53:25 Minuten.
Bei den Damen triumphierte Amelie Muss mit 1:04:35 Std. und verpasste den Streckenrekord um lediglich 44 Sekunden. Julia Evangelist (1:08:06 Std.) und Clara Carste (1:09:11 Std.) sicherten sich die weiteren Podestplätze.
Historie der SchafbergBahn
Am 1. August 1893 nahm die SchafbergBahn ihren Betrieb auf – und beendete damit das Zeitalter der „Sesselträger“. Vorher ließen sich wohlhabende Reisende auf den Gipfel tragen. Die heutige Strecke verläuft von St. Wolfgang (540 m) über die Schafbergalm (1.366 m) bis zur Bergstation (1.730 m) in St. Gilgen.
Eckdaten 2025
- Datum: Samstag, 17. Mai 2025
- Start: 16:00 Uhr, Talstation SchafbergBahn
- Strecke: 7,2 km, 1.188 Höhenmeter
- Startgebühr: Staffelpreise zwischen 35 € und 50 €, inkl. Talfahrt
- Siegerehrung: 18:30 Uhr im Hotel Schafbergspitze
Der Schafberglauf 2025 verspricht, ein absolutes Highlight für alle Berglauf-Fans zu werden. Sei dabei und erlebe das Abenteuer!

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