Der Schneekopflauf 2025 hat eindrucksvoll unter Beweis gestellt, warum er längst Kultstatus genießt.
Mit einer neuen Wanderstrecke, packenden Rennverläufen und einem Teilnehmerrekord zeigte das Event einmal mehr, wie sehr der Schneekopf im Thüringer Wald Sportbegeisterte in seinen Bann zieht.
Vom idyllischen Schmiedefeld aus machten sich am 5. Juli 2025 rund 750 Läufer und Wanderer auf den Weg Richtung Gipfel. Die neu eingeführte Wanderroute vom Bahnhof Rennsteig zum Schneekopf erwies sich direkt als Volltreffer – über 100 Anmeldungen sprechen eine klare Sprache. Auch wenn kurzfristig die Bahnverbindung ausfiel und einige ihre Anreise umplanen mussten, tat dies der Stimmung keinen Abbruch.
Starke Beine, starker Wille – die Kurzdistanz
Auf der traditionsreichen 12,7-Kilometer-Strecke triumphierte erneut Marcel Krieghoff. In kraftvollen 53:14 Minuten lief er zum zweiten Mal in Folge als Erster ins Ziel. "Ich wusste, dass ich in Form bin – aber so ein Rennen ist nie selbstverständlich", so der Seriensieger vom GutsMuths-Rennsteiglaufverein. Hinter ihm reihten sich Frank Wagner (55:53 min) und Max Widder (56:18 min) auf den weiteren Podestplätzen ein.
Bei den Damen entwickelte sich ein dramatischer Zweikampf. Ellen Pestel von der Lauf-KulTour e.V. hatte am Ende das Quäntchen mehr Kraft und setzte sich mit 1:04:15 Stunden knapp vor Clara Kintzel (1:04:27 h) durch. Dritte wurde Julia Stephan (1:06:59 h).
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Die lange Strecke: Ein Ritt durch die "Hölle"
Die 22,2 Kilometer lange Hauptdistanz des Schneekopflaufes führte die Teilnehmer nicht nur zum Gipfel, sondern auch durch das berüchtigte Teilstück namens „Hölle“. Hier zeigte sich erneut: Thomas Heß liebt das Leiden. Der Meininger wiederholte seinen Vorjahressieg in 1:40:43 h – ein Statement für mentale Stärke und Ausdauer.

Hinter ihm lieferten sich Paul Pfauch (1:42:52 h) und Clemens Degenhardt (1:44:16 h) ein hartes Duell um Platz zwei und drei. Auch bei den Damen war der Schneekopflauf 2025 eine Bühne für starke Auftritte. Ann-Kathrin Deubner dominierte das Feld in 1:56:37 h und verwies Emely-Josephine Günther (2:00:57 h) sowie Rita Steger (2:10:25 h) klar auf die Ränge.
Großes Lob
Was den Schneekopflauf so besonders macht, ist nicht allein die anspruchsvolle Strecke, sondern die Atmosphäre rund um das Event. "Der Schneekopflauf und die Schneekopfwanderung sind eine schöne Familienveranstaltung geworden", betonte Gesamtleiter Christopher Gellert. Er lobte das Engagement der vielen freiwilligen Helfer, Sportvereine und der Feuerwehr – ohne deren Unterstützung ein solches Sportfest undenkbar wäre.

Auch Jürgen Lange, Präsident des GutsMuths-Rennsteiglaufvereins, zog ein positives Fazit: "Die erste Auflage der Schneekopfwanderung im Schneekopflauf ist herausragend und bestätigt unsere gute Arbeit."
Ein Event mit Zukunft
Der Schneekopflauf 2025 war mehr als ein Wettkampf. Er war ein Erlebnis – für alle Sinne. Die Kombination aus sportlicher Herausforderung, landschaftlichem Reiz und echter Gemeinschaft macht diesen Lauf zu einem der besten Berglauf-Events Deutschlands. Und mit den steigenden Teilnehmerzahlen scheint klar: Der Gipfelsturm auf den Schneekopf hat seine beste Zeit noch vor sich.

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