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Perdiguero Wanderung 19: Blick zurück im Aufstieg auf den Bergsee.

Wanderung auf den Perdiguero: 3.222 m Abenteuer in den Pyrenäen

 
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Der Perdiguero (französisch: Pic Perdiguère) ist ein beeindruckender 3.222 Meter hoher Grenzberg in den zentralen Pyrenäen, der direkt auf der spanisch-französischen Grenze thront.

Sein markanter Gipfel zählt zu den höchsten Erhebungen der Region und lockt ambitionierte Wanderer mit einer Mischung aus alpinem Abenteuer, beeindruckenden Bergseen und einem Panoramablick, der einem sprichwörtlich den Atem raubt. Der Perdiguero ist dabei Teil des Maladeta-Massivs – dem vielleicht wildesten Abschnitt der gesamten Pyrenäen.

Wer ihn besteigt, steht nicht nur auf einem Dreitausender, sondern hat auch das Gefühl, kurz mal bei den Wolken vorbeizuschauen. Perfekt also für alle, die Natur lieben, ein bisschen Herausforderung nicht scheuen und mit einem fetten Grinsen wieder runterkommen wollen.

In Summe werden etwa 21 Kilometer und 1.900 Höhenmeter zurückgelegt. Im Gegensatz zu den Alpen gibt es in den Pyrenäen deutlich weniger gut ausgebaute Wege und auch weniger Beschilderungen. Mein Tipp also: Die Route vorab auf seine Sportuhr oder App laden, um sich sicher durch die Berge navigieren zu lassen

Beschreibung der Route auf den Perdiguero

  • Startpunkt ist direkt an der A-139, nördlich von Benasque. Ein kostenloser Parkplatz westlich vom Camping de los Baños markiert den Beginn der Tour.
  • Gleich zu Beginn gibt’s eine gut sichtbare Beschilderung in den Wald hinein – Spoiler: Es wird die einzige Beschilderung der gesamten Runde sein. Also gut merken und idealerweise vorher das GPS laden!
  • Der Weg führt zunächst durch schattigen Wald, später über offenes Gelände hinauf zu einem großen Bergsee. Bis etwa 2.500 m ist der Pfad noch gut erkennbar, dann wird’s kreativ: Wegspuren verlaufen sich und man darf ein bisschen Detektivarbeit leisten.
  • Auf rund 2.800 Metern liegt der wunderschöne Ibon Blanco de Literola – ein Hochgebirgssee wie aus dem Bilderbuch. Zeit für eine kleine Pause und ein paar epische Fotos!
  • Der See wird links passiert. Weiter geht’s über ein riesiges Geröllfeld – keine Wegmarkierungen, dafür echtes Abenteuer. Trittsicherheit ist hier kein Nice-to-have, sondern Pflicht.
  • Es folgt der steilere Aufstieg zur Scharte „Aguja Literola“ auf 3.035 m. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen – aber keine Sorge: Die Aussicht entschädigt für alles.
  • Am Grat wird’s spannend: Im Auf und Ab geht’s nun nach Süden weiter. Der Grat ist teilweise ausgesetzt, aber bei guter Konzentration nicht gefährlich. Wer seine Füße kennt und ein bisschen Hände einsetzen kann, kommt locker durch – und hat dabei richtig Spaß.
  • Schließlich, nach etwa 1.800 Höhenmetern: Der Gipfel des Perdiguero! Hier steht man mit offenem Mund zwischen zwei Welten: Blick auf den spanischen Aneto und den französischen Pic Posets – den beiden höchsten Bergen der Pyrenäen. Besser geht’s kaum.
  • Der Abstieg erfolgt Richtung Osten über eine weniger anspruchsvolle Route. Südlich des Sees kreuzen sich Auf- und Abstieg – ein guter Punkt zum Durchatmen.
  • Nun auf dem nördlicheren Weg gemütlich 6 km zurück bis zum obersten Parkplatz an der A-139 wandern. Hier könnte man glatt schon ans Abendessen denken.
  • Die letzten 3 km entlang der Straße zurück zum Ausgangspunkt – wer will, läuft. Wer nicht will, schleicht. Alles ist erlaubt.

Streckenplan:

Wanderung auf den Perdiguero: Streckenplan


Schwierigkeit der Tour

Typisch Pyrenäen: Es gibt kaum Markierungen, dafür umso mehr Abenteuer. Die größte Herausforderung ist die Wegfindung – besonders in höheren Lagen. Kletterstellen? Fehlanzeige. Dafür Geröll, ausgesetzte Passagen und viel Gelände, das man mit gesundem Hausverstand liest wie ein Comicbuch.

Wem das nichts ausmacht, wird mit Natur pur, einem Gipfel ohne Menschenmassen und einem epischen 360°-Panorama belohnt. Das Handy wird überfordert sein vom vielen Fotografieren!


Empfohlene Ausrüstung

  • Trailrunningschuhe oder leichte Bergschuhe – Hauptsache griffig!
  • Genug Wasser & Snacks – denn der Hunger kommt auf 3.000 m schneller als gedacht.
  • Sonnenschutz: Creme, Mütze, Sonnenbrille – der Berg meint es ernst mit UV.

Beste Jahreszeit

Von Juni bis Oktober ist der Perdiguero gut begehbar. Kleinere Schneefelder halten sich manchmal bis in den Hochsommer – meist harmlos, aber nicht ignorieren. Wer früh startet, spart sich einen Anstieg bei starker Hitze.


Anreise und Parken

Mit dem Auto (oder Bike) auf der A-139 nördlich von Benasque fahren. Direkt westlich vom Camping de los Baños befindet sich ein großer, kostenloser Parkplatz. Ideal gelegen und meist nicht überfüllt – Frühaufstehen lohnt sich trotzdem!


Alle Informationen: Perdiguero Wanderung

Art der Tour
Schwierigkeit der Tour
Max. Möhe
3222 Meter
Min. Höhe
1613 Meter
Höhenmeter
1900 Höhenmeter
Datum der Bergtour
04.08.2025
Adresse Startpunkt
22440 Benasque, Camping de los Banos
Dauer
09:15 Stunden
Distanz
21 km
Eigenschaften
  • Abschnitte durch Wälder
  • Abschnitte über Wiese oder Weiden
  • Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln bis zum Talort möglich
  • Bike & Hike
  • Felskontakt entlang der Route
  • Kostenlos Parken
  • Mit Asphalt-Anteil
  • Rundtour
  • Schotter-Passagen
  • See entlang der Route
Frequenz
niedrig = großteils ruhige Tour

Ort

PLZ
22440
Straße
Camping de los Banos
Gebirgsgruppe

Route (GPX-Strecke): Perdiguero Wanderung

Die Route mit Höhenprofil und GPX-File zur Tour: Strecke Perdiguero Wanderung

Hotel oder Unterkunft in Benasque

Bergwetter Benasque

Fotos

Perdiguero Wanderung 19: Blick zurück im Aufstieg auf den Bergsee.
Perdiguero Wanderung 01: Start an der A-139 beim Parkplatz westlich vom Camping de los Banos.
Perdiguero Wanderung 02: Direkt links neben dem Parkplatz startet der Wanderweg.
Perdiguero Wanderung 03: Es gibt entlang der Route keinerlei Beschilderungen. Demnach ist eine Navigation mittels Uhr oder App sehr empfehlenswert.
Perdiguero Wanderung 04: Zu Beginn ist der Weg noch einfach und gut sichtbar.
Perdiguero Wanderung 04: Über die Aufstiegsroute ist die Frequenz niedriger als über die Abstiegsroute.
Perdiguero Wanderung 05: Die erste Hälfte des Aufstiegs führt Richtung Ibon Blanco de Literola - einem großen Bergsee.
Perdiguero Wanderung 06: Panorama vergleichbar mit den Alpen
Perdiguero Wanderung 07: Vorbei an einem kleinen Bergsee, mit nun schon schwieriger Wegfindung, wo nun auch Pfade in unterschiedliche Richtungen abzweigen.
Perdiguero Wanderung 08: Blick zurück auf den kleinen Bergsee
Perdiguero Wanderung 09: Tolles Panorama.
Perdiguero Wanderung 10: Zahlreiche Schneefelder auch im Hochsommer.
Perdiguero Wanderung 11: Die Route wird nun felsiger...
Perdiguero Wanderung 12: Blick zurück.
Perdiguero Wanderung 13: Am großen See
Perdiguero Wanderung 14: Der See wird nun links passiert - weglos über große Felsblöcke.
Perdiguero Wanderung 15: Kurze Überquerung eines Schneefeldes.
Perdiguero Wanderung 16: Millionen von Steine entlang des Weges.
Perdiguero Wanderung 17: Blick zurück. Kein Mensch weit und breit.
Perdiguero Wanderung 18: Nun in die mittig sichtbare Scharte aufsteigen.
Perdiguero Wanderung 20: Im Aufstieg zum Aguja Literola auf 3.035 Metern Höhe, wo der Gipfelgrat beginnt.
Perdiguero Wanderung 21: Aguja Literola. Nun am Grat entlang über Tuca de literola und Tuca del Pas Alt de Literola zum Gipfel.
Perdiguero Wanderung 22: Blick Richtung Frankreich.
Perdiguero Wanderung 23: Foto vom Grat Richtung Spanien.
Perdiguero Wanderung 24: Geschafft. Blick zurück auf den Grat.
Perdiguero Wanderung 25: Entspannen am Gipfel.
Perdiguero Wanderung 26: Am Gipfel ist man in der Regel nicht alleine, da es verschiedene Aufstiegsrouten gibt.
Perdiguero Wanderung 27: Blick auf den zweithöchsten Gipfel der Pyrenäen - Pic Posets
Perdiguero Wanderung 28
Perdiguero Wanderung 29: Foto vom Gipfel
Perdiguero Wanderung 30: Blick auf das Dach der Pyrenäen - den Aneto.
Perdiguero Wanderung 31: Blick auf den großen Bergsee.
Perdiguero Wanderung 32: Selfie vom Gipfel.
Perdiguero Wanderung 33: Abstieg nun über den einfacheren Aufstiegsweg Richtung Osten.
Perdiguero Wanderung 34: Vorbei an einem Übernachtungsplatz.
Perdiguero Wanderung 35: Altschneefeld.
Perdiguero Wanderung 36: Auch Anfang August hält sich noch viel Schnee.
Perdiguero Wanderung 37: Schneefeld.
Perdiguero Wanderung 38: Südlich des großen Sees kreuzen sich Auf- und Abstiegsweg. Wer nun weiterhin Neues sehen möchte, nimmt den Weg weiter nördlich Richtung Hospital de Benasque.
Perdiguero Wanderung 39: Die Route im Abstieg ist steinig - Laufen ist leider kaum möglich.
Perdiguero Wanderung 40: An der Straße angekommen müssen nun noch knapp 3 km bergab zum Parkplatz gelaufen werden.
Wanderung auf den Perdiguero: Streckenplan
Wanderung auf den Perdiguero: Höhenprofil

Karte

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Autoren-Bewertung

1 Bewertung
(Aktualisiert: 17 Oktober 2025)
Gesamtbewertung
 
4.3
Atmosphäre
 
4.5
Ausdauer
 
4.0
Technik / Schwierigkeit
 
3.5
Beeindruckend schöne Bergtour mit einigen Bergseen, die vor allem auf der Aufstiegsroute sehr ruhig ist. Allerdings ist fast die gesamte Route anspruchsvoll, mit weniger gut gepflegten Wegen. Der Grat zum Gipfel ist leicht ausgesetzt, hat aber keine Kletterpassagen.
H
#1 Bewerter
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