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- Italienische Zwei-Gipfeltour: Cima Mattaciul und Monte Pagano

Italienische Zwei-Gipfeltour: Cima Mattaciul und Monte Pagano
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Beschreibung
Vezza d'Oglio – ein charmantes Bergdörfchen im norditalienischen Valcamonica – entpuppt sich als wahres Paradies für Wanderfreunde, die gerne abseits der Massen unterwegs sind.
In südlicher Richtung lockt das imposante Adamello-Massiv, während nördlich zahlreiche wilde und wenig begangene Gipfel warten – viele davon ragen über die 2.000er-Marke hinaus, manche sogar bis knapp an die 3.000 Meter. Perfekt also für alle, die bei einer Tour sowohl landschaftlich als auch sportlich voll auf ihre Kosten kommen wollen.
Geografischer Überblick & historische Highlights
Die Region rund um Vezza d'Oglio war nicht nur geologisch durch die Alpenbildung geprägt, sondern auch geschichtlich ein strategisch bedeutsamer Ort. Besonders entlang der Route finden sich immer wieder Spuren aus dem Ersten Weltkrieg, darunter alte Militärstellungen, Schützengräben und Infotafeln, die das alpine Erlebnis mit einem Hauch Geschichte würzen. Ein besonderes Schmankerl für Geschichtsnerds und Alpinromantiker gleichermaßen!
Und das Beste: Trotz der historischen Bedeutung und landschaftlichen Schönheit verirren sich nur wenige Wanderer auf diese Route – Einsamkeit ist hier also kein Nachteil, sondern Programm.
Die Route: Zwei Gipfel, zwei Abenteuer
Für trailverliebte Bergziegen oder extrem fitte Wanderfans: Diese Tour über den Cima Mattaciul (2.849 m) und den Monte Pagano (2.346 m) ist kein gemütlicher Sonntagsspaziergang, sondern ein echter Konditions-Test – belohnt mit spektakulären Ausblicken, geschichtsträchtigen Spots und abwechslungsreichem Gelände.
- Los geht's im Zentrum von Vezza d'Oglio. Noch lacht der Asphalt unter den Sohlen – aber das ändert sich bald.
- Der Weg führt zunächst gemütlich auf einer asphaltierten Straße bergauf. Bis etwa 1.300 m bleibt’s fest unter den Füßen – und wer denkt, Asphalt sei langweilig, darf sich auf die erste Steigung freuen. Da kommt Stimmung auf!
- Danach geht’s ab in den Wald. Hier wird’s verwinkelt und geheimnisvoll – zahlreiche Abzweigungen machen eine vorher geladene Navigation (Uhr oder App) fast zur Pflicht. Wegschilder? Vorhanden - aber keines welches den Cima Mattaciul aufweist.
- Ab etwa 2.000 Metern öffnet sich das Gelände. Die Baumgrenze ist erreicht, das Herz schlägt schneller – und das nicht nur wegen der Höhenmeter. Auf ca. 2.400 m erwartet eine alte Kriegsstätte samt Infotafeln auf Italienisch. Wer hier eine Pause einlegt, bekommt nicht nur Luft, sondern auch eine Portion Geschichte serviert.
- Der Weiterweg verläuft am Grat entlang. Nun geht’s nordöstlich weiter, vorbei am Cima Rovaia (2.525 m) – bis die letzten 300 Höhenmeter zum Cima Mattaciul anstehen. Der Weg wird etwas anspruchsvoller, aber nichts, was ein motivierter Trailfan nicht meistern könnte. Oben: Panorama deluxe, inklusive Blick auf ferne Dreitausender. Gipfelkaffee? Pflicht!
- Nun heißt es: Wieder zurück bis auf etwa 2.000 m – diesmal kennen die Füße den Weg schon. An einer Gabelung geht's rechts ab und in einem fröhlichen Zickzackkurs durch den Wald hinunter bis zur Kapelle Santella Dell'Acqua auf ca. 1.400 m.
- Hier beginnt der Gegenanstieg. Der Weg Richtung Monte Pagano ist angenehmer – lang, breit und definitiv zahmer. Wer glaubt, das sei nun Spaziergang-Niveau, merkt spätestens am Kamm: flach ja, aber 2 km mit 200 Höhenmetern ziehen sich. Dafür oben: Sanftes Gipfelplateau, Kriegsrelikte und Weitblick inklusive.
- Retour geht’s wieder auf gleichem Weg bis zur Straße auf etwa 2.000 Metern Höhe, die dann fast durchgängig asphaltiert zurück ins schöne Vezza d'Oglio führt. Jetzt wäre ein Gelato verdient! Davon gibt's zum Glück einige im Ort.
Streckenplan:
Schwierigkeit der Tour
Technisch einfach – auch wenn die Orientierung am ersten Aufstiegsweg tricky sein kann. Die Wege sind größtenteils gut begehbar. Aber Achtung: Konditionell knackig! Wer das Ganze an einem Tag machen will, sollte fit wie ein Turnschuh sein. Für Genusswanderer als Zweitagestour mit Biwak-Charme empfehlenswert.
Empfohlene Ausrüstung
Trailrunning-Schuhe reichen völlig – robuste Bergstiefel wären hier eher übermotiviert. Wichtig: Genug Verpflegung einpacken! Es gibt keine bewirtschafteten Hütten auf der Strecke, aber regelmäßig Wasserquellen zum Nachfüllen. Bonus-Tipp: Power-Riegel und ein energiereiches Getränkt – Wanderluxus pur!
Beste Jahreszeit
Die Tour ist von Mitte Juni bis Ende Oktober gut machbar. Im Frühling können am oberen Abschnitt zum Cima Mattaciul noch Schneefelder liegen – wer also keine Lust auf Rutschpartie hat, lieber ein paar Wochen warten.
Anreise und Parken
Vezza d'Oglio liegt verkehrsgünstig – entweder über das Stilfser Joch (für alle, die Kurven lieben) oder via Pontresina in der Schweiz.
Vor Ort gibt’s mehrere Parkmöglichkeiten, außerdem hält ein Bus direkt im Ortszentrum. Von dort sind es nur ein paar Schritte bis zum Startpunkt – also: Schuhe schnüren und los!
Alle Informationen: Wanderung Cima Mattaciul und Monte Pagano
- Abschnitte durch Wälder
- Abschnitte über Wiese oder Weiden
- Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln bis zum Talort möglich
- Durchgehend markierte Route
- Felskontakt entlang der Route
- Hundefreundliche Bergtour
- Kostenlos Parken
- Rundtour
- Schotter-Passagen
- Sehr ruhige Bergtour
Route (GPX-Strecke): Wanderung Cima Mattaciul und Monte Pagano
Hotel oder Unterkunft in Vezza d'Oglio
Karte
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