Die 23-jährige Prudence Sekgodiso gewann ihre erste WM-Medaille bei den Weltmeisterschaften im chinesischen Nanjing für Südafrika und tat dies in beeindruckender Weise, als sie in neuer Hallen-Weltbestzeit von 1:58,40 Min. zum Sieg über 800 m sprintete.
Sie stellte damit ihr Talent auf der Weltbühne unter Beweis und prägte diese Weltmeisterschaft maßgeblich. Ihr Rennen lief sie nahezu perfekt.
Taktisch kluger Rennverlauf
Anfangs hielt sie sich als Vierte von sechs Teilnehmerinnen geschickt zurück, lief in der zweiten Runde auf Rang drei vor, bevor sie in der dritten Runde Zweite wurde. Mit ihrer bemerkenswerten Rennstrategie setzte sie 150 m vor dem Ziel zum entscheidenden Vorstoß an. Sie attackierte im Finale auf der Zielgeraden eindrucksvoll, übernahm die Führung und ließ ihren Rivalinnen keine Chance zur Reaktion. Sekgodiso schoss ins Ziel und sicherte sich den Sieg in neuer Weltbestzeit. Ihr Vorsprung von über einer Sekunde war auf dieser Distanz außergewöhnlich.
Rekorde und persönliche Bestzeiten
Das Rennen war so schnell, dass fast alle Teilnehmerinnen neue Bestleistungen oder Nationalrekorde erzielten. So lief die Zweitplatzierte Diribe Welteji Getachew (Äthiopien) persönliche Bestzeit (PB), während die Drittplatzierte Marta Pen Freitas Silva (Portugal) einen neuen Nationalrekord aufstellte.
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Ein Triumph mit Perspektive
In diesem WM-Lauf fand Sekgodiso eine neue Energie, die ihre Konkurrentinnen ohne Antwort zurückließ. Die Südafrikanerin, die bereits bei Olympia 2024 das Finale erreichte, hatte in Nanjing schon im Halbfinale als Zweite (2:01,21 Min.) überzeugt. Doch am Finaltag blieb sie unschlagbar und holte ihr erstes WM-Gold. Sie betonte, dass sie aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt habe.
Ihr Triumph festigt ihren Status als Top-Mittelstreckenläuferin. Sie gilt ab jetzt als ernsthafte Anwärterin für zukünftige internationale Herausforderungen. Mit diesem Erfolg hat sie sicherlich viel Selbstvertrauen für die bevorstehende Freiluftsaison und die WM in Tokio im September getankt.
Bronze für Simbine
Neben Sekgodiso gewann auch ihr Landsmann Akani Simbine im 60-m-Sprint seine erste Einzelmedaille mit dem Bronzerang. Zuvor war er lediglich im Team erfolgreich gewesen, als er mit der Staffel Silber bei den Olympischen Spielen gewann.

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