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Leichtathletik-EM - Ergebnisse 10.000 Meter: Italiener triumphiert vor Überraschungsmann

Beinahe hätte die letzte Einzel-Laufentscheidung bei den Leichtathletik-Europameisterschaften 2022 in München mit einer großen Überraschung geendet.

Denn der bisher kaum bekannte Norweger Zerei Kbrom Mezngi sah über die 10.000 Meter eine Runde vor Schluss wie der sichere Sieger aus. Doch Mitfavorit Yemaneberhan Crippa verhinderte mit einer starken Schlussrunde die Sensation.

Viele Bestzeiten in einem unruhigen Rennen

In einem schnellen Rennen, das lange Zeit aber einen taktischen Charakter mit vielen Führungswechseln hatte, liefen in den Top 10 insgesamt sieben Athleten persönliche Bestzeiten. Die Top 6 blieben allesamt unter 28 Minuten. Lange Zeit versuchte Top-Favorit Jimmy Gressier (Frankreich) das Tempo zu gestalten. Doch der Franzose ging am Ende ebenso leer aus, wie die britischen Mitfavoriten Marc Scott (12.) und Sam Atkin (Aufgabe).

Norweger suchte Entscheidung

Einige Runden vor Schluss zog plötzlich der mehrfache norwegische Meister Zerei Kbrom Mezngi an den führenden Läufern vorbei. Dem international bisher unbekannten 36-jährigen Athleten gelang es, sich rund 15 Meter Vorsprung auf die ersten Verfolger herauszulaufen. Doch zu Beginn der Schlussrunde erhöhte Yemaneberhan Crippa das Tempo und kam Meter für Meter an Mezngi heran. Als der Italiener an Mezngi vorbeizog, konnte der nicht mehr kontern.

Silber und Bronze kamen überraschend

Nach 27:46,13 Minuten lief Crippa schlussendlich noch ungefährdet zum Sieg. Für den 25-Jährigen war es nach Bronze über die 5.000 Meter bereits die zweite Medaille bei diesen Europameisterschaften. Auf den Plätzen 2 und 3 folgten Mezngi (27:46,94 min) und der ebenso überraschende Franzose Yann Schrub (27:47,13 min) mit persönlichen Bestzeiten. Top-Favorit Jimmy Gressier hatte als Vierter auf der Zielgeraden keine Chance im Kampf um die Medaillen.

Deutschlands Läufer stark; Österreicher katastrophal

In die Top 10 liefen auch die zwei Deutschen Nils Voigt (8.) und Samuel Fitwi Sibhatu (9.). Einen rabenschwarzen Tag erwischte hingegen Österreichs Läufer Andreas Vojta. Der war die ersten drei Kilometer Teil der Spitzengruppe, ehe er einen totalen Einbruch erlitt und binnen kurzer Zeit sogar überrundet wurde. Nach 29:57,71 Minuten erreichte Vojta als 22. und Letzter mit über zwei Minuten Rückstand auf die Spitze das Ziel. Damit war das österreichische Leichtathletik-Debakel bei dieser EM defekt. Kein einziger Sportler schaffte eine Platzierung in den Top 8.

Ergebnis: 10.000 Meter Herren

RangNameNationZeit
1 Crippa Yemaneberhan ITA 27:46.13
2 Mezngi Zerei Kbrom NOR 27:46.94 PB
3 Schrub Yann FRA 27:47.13 PB
4 Gressier Jimmy FRA 27:49.84
5 Riva Pietro ITA 27:50.51 PB
6 Gidey Efrem IRL 27:59.22 PB
7 Myhre Magnus Tuv NOR 28:02.18 PB
8 Voigt Nils GER 28:02.19
9 Fitwi Sibhatu Samuel GER 28:03.92 PB
10 Getahon Tadesse ISR 28:04.37 PB
11 Cairess Emile GBR 28:07.37
12 Scott Marc GBR 28:07.72 SB
13 Debognies Simon BEL 28:08.60
14 Alaiz Roberto ESP 28:14.86
15 Kowal Yoann FRA 28:17.39
16 Kaya Aras TUR 28:23.77
17 Pérez Juan Antonio ESP 28:38.21
18 Haso Hiko Tonosa IRL 28:38.82
19 Abraham Filimon GER 28:53.54
20 Lillefosse Bjørnar Sandnes NOR 28:59.67
21 Somers Michael BEL 29:10.13
22 Vojta Andreas AUT 29:56.71
Kimeli Isaac BEL DNF
Atkin Sam GBR DNF
Barata Samuel POR DNF
Eisa Mohammed Jamal Abdelmaji ART DNF

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