Luxemburg-Marathon
ING Night Marathon Luxembourg (c) Rom Helbach / Veranstalter
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Facebook-Nutzerin vor Gericht: Rassistische Äußerung gegenüber Marathonsieger?

Eine Facebook-Nutzerin musste sich aufgrund möglicher fremdenfeindlicher Aussagen gegenüber einem Marathon-Sieger vor Gericht verantworten.

Der Kenianer Mark Kangogo gewann am 12. Mai 2018 den ING Night Marathon Luxembourg mit dem Streckenrekord von 2:12:10 Stunden. Einer Dame gefiel das allerdings ganz und gar nicht.

"Schon wieder ein Schwarzer"

Laut Magazin wort.lu schrieb die 45-jähirge Facebook-Userin in den Kommentaren eines auf Facebook geteilten Medienberichts: "Schon wieder ein Schwarzer". Daraufhin fragten sie andere User, was für ein Problem sie damit habe. Ihre Antwort: "Das Problem ist, dass wir es satt haben mit dieser Rasse."

Diese Kommentare wurden an BeeSecure gemeldet. Dabei handelt es sich um ein Luxemburger Portal zur Überprüfung von illegalen Inhalten. Die Folge war eine Anklage gegenüber der Dame.

Vergleich mit Christiano Ronaldo

Diese wollte aber in ihren Kommentaren keinen Rassismus sehen, sondern lediglich mitteilen, das sie es satt habe, das immer schwarzafrikanische Läufer gewinnen. Dies verglich sie damit, das Christiano Ronaldo auch ständig zum Weltfußballer des Jahres gewählt wird und sie das ebenfalls in Kommentaren auf Facebook schrieb.

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Aufruf zum Hass

Laut Staatsanwaltschaft handelt es sich bei den Kommentaren der Frau aber zu einem "Aufruf zum Hass". Der bisher unbescholtenen Frau droht nun eine Geldstrafe. Das Urteil wird Mitte Oktober 2019 verkündet.

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