Richard Ringer kehrt zum Marathon Hamburg zurück – ein Duell mit der Weltspitze.
Am 27. April wird die Hansestadt Hamburg erneut zum Schauplatz eines hochkarätigen Laufspektakels: Marathon-Europameister Richard Ringer stellt sich der internationalen Elite beim Haspa Marathon Hamburg.
EM ohne Titelverteidiger
Damit verzichtet der Deutsche darauf, seinen kontinentalen Titel zu verteidigen, denn die Europameisterschaften finden nur wenige Wochen zuvor in einem neuen Format statt. Doch Ringer hat eine klare Mission: Er will in Hamburg seine Bestleistung weiter steigern und sich mit den besten Marathonläufern der Welt messen.
Mit einer beeindruckenden Bestzeit von 2:05:46 Stunden, aufgestellt im vergangenen Dezember in Valencia, ist Richard Ringer der drittschnellste deutsche Marathonläufer aller Zeiten. Doch die Konkurrenz in Hamburg ist gnadenlos: Mindestens vier Athleten im Starterfeld sind schneller als er. Allen voran der Kenianer Amos Kipruto, der mit einer Bestzeit von 2:03:13 Stunden die Startliste anführt. Der ehemalige London-Marathon-Sieger und zweitschnellste Athlet, der jemals in Hamburg angetreten ist, bringt enorme Erfahrung und Klasse mit.
Rekordverdächtiges Elitefeld
Der Renndirektor Frank Thaleiser zeigte sich begeistert von der hochkarätigen Besetzung: „Wir sind noch dabei, die Elitefelder zusammenzustellen, aber wir haben schon jetzt das vielleicht stärkste Teilnehmerfeld in der Geschichte des Haspa Marathon Hamburg. Richard Ringer geht als Außenseiter ins Rennen, aber wir wissen, dass er immer für eine Überraschung gut ist.“
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Zum ersten Mal werden in Hamburg drei Männer mit Bestzeiten unter 2:04 Stunden an den Start gehen. Neben Amos Kipruto sind dies die äthiopischen Topstars Guye Adola und Kinde Atanaw. Adola schrieb 2017 Marathon-Geschichte, als er bei seinem Debüt in Berlin bis zur 40-km-Marke an der Seite von Eliud Kipchoge lief und am Ende mit 2:03:46 Stunden eine inoffizielle Weltbestzeit für Marathon-Neulinge aufstellte. Seither wurde seine Karriere immer wieder von Verletzungen ausgebremst, doch mit 34 Jahren will er es noch einmal wissen.
Atanaw, der seine persönliche Bestzeit von 2:03:51 Stunden beim Valencia-Marathon 2019 erzielte, gehört ebenso zum Favoritenkreis wie der Kenianer Philemon Kiplimo. Kiplimo verbesserte sich erst im vergangenen Jahr auf 2:04:56 Stunden und belegte beim Haspa Marathon Hamburg 2023 den dritten Platz in 2:05:37 Stunden.
Ringers Rückkehr nach Hamburg
Richard Ringer kehrt mit besonderen Erinnerungen nach Hamburg zurück. 2022 unterbot er hier mit 2:08:08 Stunden nur knapp die Olympia-Norm und belegte in einem Weltklassefeld einen starken sechsten Platz. Seine Motivation für die erneute Teilnahme ist klar: „Die Strecke und die Atmosphäre in Hamburg sind einfach großartig. Deshalb fiel mir die Entscheidung leicht, hier wieder an den Start zu gehen. Diesmal werde ich mein Training noch gezielter auf dieses Rennen ausrichten, um in Topform zu sein.“
Doch Hamburg ist für Ringer nicht das Endziel, sondern Teil eines größeren Plans: „Mein Fokus liegt darauf, im Sommer bei den Weltmeisterschaften im Marathon anzutreten.“ Der 35-Jährige hat sich als Meisterschaftsläufer bewiesen: Nach seinem Triumph bei der EM 2022 war er auch bei den Olympischen Spielen 2021 und 2024 jeweils der beste deutsche Marathonläufer.
Mit einem Rekordstarterfeld von 15.000 Läufern verspricht die 39. Ausgabe des Marathon Hamburg ein spannendes Rennen zu werden. Kann Ringer sich gegen die internationale Konkurrenz behaupten und erneut für eine Sensation sorgen? Die Antwort gibt es am 27. April auf den Straßen der Hansestadt.
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