Osaka Women's Marathon
Osaka Women's Marathon, Foto: © Veranstalter
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Osaka Women’s Marathon 2026 wird zum Prüfstein der Elite

Osaka rüstet sich für einen Klassiker, der Jahr für Jahr Geschichten schreibt. Am 25. Januar geht der Osaka International Women’s Marathon in seine 45. Auflage und bringt ein Feld an den Start, das internationale Klasse, japanische Erfahrung und mutige Premieren vereint. Weniger als zwei Wochen vor dem Startschuss liegt Spannung in der Luft – sportlich, taktisch und emotional.

Der Osaka International Women’s Marathon ist bekannt dafür, keine Geschenke zu verteilen. Die Strecke fordert Rhythmus, Geduld und am Ende Mut. Genau deshalb zieht sie Jahr für Jahr Athleten an, die wissen, was ein Marathon wirklich verlangt.

Internationale Spitze mit klaren Ansagen

Angeführt wird das internationale Feld von drei Läuferinnen, die auf dem Papier bereits unter 2:20 Stunden geblieben sind. Workenesh Edesa reist mit einer Bestzeit von 2:17:55 aus Hamburg 2025 an und bringt Tempo und Erfahrung mit. Ebenfalls hoch einzuschätzen ist Stella Chesang, die 2024 in Valencia 2:18:26 lief und ihre Stärke besonders auf konstantem Tempo aufbaut.

Komplettiert wird dieses Trio von Bedatu Hirpa. Die Äthiopierin lief 2025 in Dubai 2:18:27 und gehört damit ebenfalls zur erweiterten Favoritengruppe. Für alle drei gilt: Der Osaka International Women’s Marathon ist kein Experiment, sondern eine Bühne für klare Ambitionen.

Japans Routiniers mit Erfahrungsvorteil

Die heimische Hoffnung ruht vor allem auf Mizuki Matsuda und Mao Uesugi. Matsuda bringt eine Bestzeit von 2:20:42 aus Berlin 2024 mit und weiß, wie man große Rennen kontrolliert angeht. Uesugi folgt mit 2:22:11 aus Nagoya 2025 und gehört zu den Läufern, die mit Geduld und Renneinteilung überraschen können.

Beide kennen den Druck, beide kennen die Strecke – und genau das macht sie im Osaka International Women’s Marathon brandgefährlich.

Das große nationale Fragezeichen mit viel Potenzial

Besonders aufmerksam blickt das heimische Publikum auf Mizuki Nishimura. Die Athletin aus dem Tenmaya-Team gilt als nächster großer Name des japanischen Langstreckenlaufs. Im Februar stellte sie beim Kumanichi 30 km mit 1:41:42 einen Streckenrekord auf. Anfang Dezember folgte ihr Marathondebüt in Hofu, das sie in 2:25:54 gewann.

Der zeitliche Abstand zwischen Debüt und Start beim Osaka International Women’s Marathon ist kurz, doch gerade das macht die Geschichte spannend. Nishimura bringt Mut, Frische und eine ordentliche Portion Unbekümmertheit mit – Zutaten, die in Osaka schon öfter für Überraschungen gesorgt haben.

Ein Debüt, das neugierig macht

Ein weiteres Augenmerk liegt auf Mikuni Yada. Die Bahnläuferin gewann im vergangenen Sommer Bronze bei den Asienmeisterschaften über 10.000 Meter in 31:12,21 Minuten. Einen Halbmarathon hat sie bisher nicht bestritten, der Marathon ist für sie Neuland.

Dass Yada diesen Schritt wagt, ist dennoch kein Blindflug. Sie läuft für das Edion-Team, das bereits Athleten wie Ai Hosoda hervorgebracht hat. Die Trainer wissen, wie Marathon funktioniert – und Osaka wird zeigen, wie schnell Lernen unter Wettkampfbedingungen möglich ist.

Breite, Tiefe und viele bekannte Namen

Das Feld des Osaka International Women’s Marathon ist breit aufgestellt. Läufer wie Chiharu Suzuki, Madoka Nakano, Sakiho Tsutsui, Rie Kawauchi und Nanaka Izawa bringen allesamt Zeiten zwischen 2:25 und 2:29 Stunden mit. Dazu kommen spannende Debüts von Miu Yagi, Amisa Murayama und weiteren Talenten.

Übertragen wird das Rennen ab 12:00 Uhr Ortszeit auf Fuji TV, zusätzlich gibt es einen Livestream über TVer. Kilometerzeiten und Ergebnisse sind ebenfalls live abrufbar. Osaka ist bereit – und der Osaka International Women’s Marathon verspricht einmal mehr ein Rennen, das bis zum letzten Kilometer offen bleibt.

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