Onalenna Khonkhobe triumphiert beim Soweto-Marathon – Neheng Khatala dominiert das Frauenfeld.
Der südafrikanische Läufer Onalenna Khonkhobe (Nedbank Running Club), der sich bereits mit seinem Gewinn des prestigeträchtigen Two Oceans Marathon ins Rampenlicht stellte, krönte seine Saison mit einem beeindruckenden Sieg beim diesjährigen Soweto-Marathon.
Khonkhobe hatte seine Ambitionen früh klar formuliert: „Bald wird jeder meinen Namen kennen.“ Mit seinem ersten Sieg auf der anspruchsvollen Strecke von Soweto könnte diese Prophezeiung Realität werden und sein Name einen festen Platz in den Annalen des südafrikanischen Laufsports einnehmen.
Spektakulärer Lauf auf herausforderndem Terrain
Am vergangenen Wochenende raste der „Green Dream Team“-Athlet Khonkhobe durch das hochgelegene Terrain von Soweto und bewies erneut seine Ausnahmestärke. Mit einer Zeit von 2:18:36 Stunden überquerte er die Ziellinie – nur 18 Sekunden vor dem Zweitplatzierten Lebenya Seutloali aus Lesotho. Khonkhobes Leistung markiert damit die schnellste Zeit seit 2019. Kipkemoi Kipsang aus Kenia belegte den dritten Platz (2:19:05 Stunden), und fünf weitere Läufer blieben unter der 2:20-Stunden-Marke auf dieser anspruchsvollen Strecke.

Emotionale Reaktion auf den Sieg und Herausforderungen im Rennen
Nach seinem Sieg zeigte sich Khonkhobe sichtlich bewegt: „Ich bin sehr glücklich und habe vor Freude getanzt,“ sagte er. Zum ersten Mal lief er den Soweto-Marathon und berichtete von einer Mischung aus Anspannung und Erleichterung. Besonders die Vilakazi Street, berüchtigt für ihre steilen Anstiege, erwies sich als eine der größten Herausforderungen des Rennens. Khonkhobe konnte sich jedoch nach dieser Schinderei neu motivieren und ging die verbleibende Strecke mit neuer Energie an. Etwa zwei Kilometer vor dem Ziel zog er noch einmal an, überholte den bereits enteilten Seutloali und sicherte sich so den Sieg. Später gestand er, dass der anspruchsvolle Kurs ihm im Vorfeld einige schlaflose Nächte bereitet habe.
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Herausfordernder Kurs fordert Elite-Läufern alles ab
Der Soweto-Marathon mit Start und Ziel in Nasrec, südwestlich des Zentrums von Johannesburg, führte die Läufer auf einem Rundkurs durch Höhenlagen von 1.600 bis 1.750 Metern. Die Strecke stellte eine enorme Herausforderung dar und verlangte den Teilnehmern höchste Anstrengung ab. Einige Favoriten mussten der anspruchsvollen Topografie Tribut zollen, darunter die Olympiateilnehmer Elroy Gelant (Ausfall bei Kilometer 32) und Isaac Mpofu sowie der Titelverteidiger des Two Oceans Marathon, Mudziganyama Jari, die das Rennen bereits vor der Halbmarathonmarke aufgeben mussten. Andere Top-Läufer, darunter Bekele Gutama (Äthiopien, Platz 5) und Tete Dijana (ehemaliger Comrades-Sieger, Platz 9), konnten sich auf dem schwierigen Kurs dennoch gut behaupten.

Neheng Khatala triumphiert bei den Frauen
Im Frauenrennen gelang der Olympionikin Neheng Khatala aus Lesotho ein souveräner Sieg. Mit einer beeindruckenden Zeit von 2:43:07 Stunden konnte sie sich klar von der Konkurrenz absetzen und die ansteigenden Streckenabschnitte der zweiten Hälfte gut meistern. Mit diesem Sieg erfüllte sich Khatala ihr persönliches Ziel, mindestens drei Wettkämpfe pro Jahr zu gewinnen. Auf dem Podium folgten Margaret Jepchumba aus Kenia (2:44:55 Stunden) und Worke Amena aus Äthiopien (2:48:11 Stunden), beide ebenfalls Mitglieder des Nedbank Running Clubs.
Begeisterung und Rekorde in den Begleitläufen
Neben dem Marathon wurden auch ein Halbmarathon und ein 10-km-Lauf ausgetragen. Die Veranstaltung zog insgesamt 25.000 Teilnehmer an, womit die 29. Ausgabe des Soweto-Marathons erneut ausverkauft war. Im Halbmarathon gewann K. Mofolo aus Lesotho mit einer Zeit von 1:06:10 Stunden, während die junge Äthiopierin Diniya Abaraya das Frauenrennen in 1:15:11 Stunden dominierte. Auf der 10-km-Distanz siegte bei den Männern der Südafrikaner M. Seloyi in 30:18 Minuten und bei den Frauen C. Sosibo in 34:54 Minuten.

Nachhall und Schattenseiten einer erfolgreichen Veranstaltung
Trotz der positiven Resonanz auf die Veranstaltung und die tadellose Organisation wurde das Ereignis von Berichten über interne Machtkämpfe im Nachgang überschattet. Diese sollen mit der Verteilung von Sponsorengeldern zusammenhängen und trüben den Erfolg des „People’s Race“, das zu den wichtigsten Laufevents in Südafrikas Townships zählt.

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