Sabastian Sawe gewinnt den Berlin Marathon 2025 in 02:02:16 Stunden.
Sabastian Sawe gewinnt den Berlin Marathon 2025 in 02:02:16 Stunden. (Foto © SCC EVENTS / Petko Beier)
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Spektakel in Berlin: Sawe dominiert den Berlin Marathon 2025

Die Sonne knallte, die Asphaltkante glühte – doch beim Berlin Marathon 2025 zeigte ein Mann, dass auch etwas zu warme Temperaturen keine Hürde ist:

Sabastian Sawe fegte mit 2:02:16 Stunden ins Ziel und setzte damit die aktuell schnellste Marathonzeit des Jahres. Ein Lauf, der in die Geschichtsbücher eingeht – nicht wegen eines offiziellen Weltrekords, sondern wegen eines inoffiziellen „Warm-Wetter-Rekords“. Noch nie zuvor ist jemand bei solchen Bedingungen derart schnell über die 42,195 Kilometer geflogen.

Weltklasse-Tempo trotz Temperaturen von bis zu 25° C

Berlin ist bekannt für schnelle Zeiten, doch bei Temperaturen von 20 Grad am Start und bis zu 25 Grad auf den letzten Kilometern wurde der Asphalt beinahe zum Backofen. Während andere einbrachen, lief Sawe wie eine Maschine. Fast fünf Minuten Vorsprung brachte er auf den Japaner Akira Akasaki ins Ziel, der mit 2:06:15 Zweiter wurde. Dritter wurde der Äthiopier Chimdessa Debele (2:06:57).https://vg04.met.vgwort.de/na/38851edca743403f8ee851870a94fb06

Sein Zwischenlauf? Spektakulär. 28:26 Minuten über die ersten 10 Kilometer, Halbmarathon in 60:16 Minuten – exakt auf Kurs der Weltrekordmarke. Doch dann war der letzte Tempomacher raus und Sawe allein im Wind. „Ich gab alles und bin sehr glücklich, gewonnen zu haben. Es war hart in der Hitze“, erklärte der Kenianer im Ziel. Damit bleibt seine Bilanz makellos: drei Starts, drei Siege – nach Valencia und London nun auch Berlin.

Deutscher Glanzmoment bei den Männern

Für deutsche Fans war es Hendrik Pfeiffer, der den Marathon zum Feiertag machte. In 2:09:14 Stunden belegte er den achten Platz – das beste deutsche Ergebnis in Berlin seit 1990. „Das war das beste Rennen meiner Karriere“, jubelte er im Ziel. Ein Auftritt, der Mut für die nächsten Jahre macht.

Berlin-Marathon 2025 mit dem schnellsten Deutschen Hendrik Pfeiffer

Dramatik pur im Frauenrennen

Während Sawe einsam vorneweg marschierte, entwickelte sich bei den Damen ein Herzschlagfinale. Die Kenianerin Rosemary Wanjiru setzte sich nach 25 Kilometern ab und lag bei 30 Kilometern schon 24 Sekunden vorn. Doch am Ende drohte alles zu kippen. Völlig erschöpft stolperte Wanjiru über die letzten Meter ins Ziel und rettete mit 2:21:05 gerade noch drei Sekunden Vorsprung vor der Äthiopierin Dera Dida. Diese musste damit schon zum dritten Mal in diesem Jahr Platz zwei akzeptieren. „Ich habe nicht mal gemerkt, dass es am Ende so knapp war. Nächstes Mal will ich endlich gewinnen“, so Dida.

Berlin-Marathon 2025: Mit einer Zeit von 2:21:05 Stunden triumphiert Rosemary Wanjiru

Auf Rang drei lief Azmera Gebru (2:21:29), doch die Sensation aus deutscher Sicht lieferte Fabienne Königstein. Sie pulverisierte ihre Bestzeit, lief mit 2:22:17 auf Platz sechs und ist nun die drittschnellste Deutsche aller Zeiten. „Die Zuschauer haben mich getragen. In der Hitze wäre es ohne sie viel schwieriger gewesen“, erzählte sie strahlend. Ihre Teamkollegin Domenika Mayer glänzte ebenfalls mit 2:23:16 und Platz acht.

Der Berlin Marathon bleibt eine Bühne der Superlative

Über 55.000 Starter aus 160 Nationen machten die 51. Auflage des Berlin Marathon wieder zu einem Fest der Beine und des Willens. Die Strecke entlang der Berliner Sehenswürdigkeiten ist und bleibt ein Magnet für Rekorde, Überraschungen und emotionale Geschichten. Von Sabastian Sawes Solo-Show bis zum Millimeterkrimi bei den Frauen – diese Ausgabe hat eindrucksvoll gezeigt, warum Berlin im Marathonkalender eine Klasse für sich ist.

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