Ötztaler Radmarathon 2025
Ötztaler Radmarathon 2025 (Foto: © Johann Groder)
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Ötztaler Radmarathon 2025: Fotos und Video vom Alpenklassiker

Der Ötztaler Radmarathon 2025 hat wieder einmal bewiesen, warum er in der Szene Kultstatus genießt.

227 Kilometer, vier Pässe und ganze 5.500 Höhenmeter – das ist keine Sonntagstour, sondern die ultimative Prüfung für Beine, Lunge und Willenskraft. Und doch stellten sich 4.281 Fahrer aus 40 Nationen freiwillig diesem Abenteuer. Start und Ziel: das legendäre Sölden. Die Atmosphäre? Bilderbuch. Strahlend blauer Himmel, angenehme Temperaturen und die gespannte Vorfreude, die man förmlich in der Luft greifen konnte.

Ein Höllenritt über vier Alpenpässe

Die Strecke ist ein Radfahrertraum und Albtraum zugleich: Erst der Kühtaisattel, dann der lange Brenner, gefolgt vom zermürbenden Jaufenpass – und am Ende das Timmelsjoch, das gefühlt endlos in den Himmel zieht. Wer hier noch Körner hat, darf sich Hoffnungen machen. Wer schon leer ist, erlebt den längsten Anstieg seines Lebens.

Federschlag am Timmelsjoch

Genau dort fiel die Entscheidung bei den Männern. Daniel Federspiel, Tiroler durch und durch, setzte am Timmelsjoch die Attacke des Tages. Seine Konkurrenten konnten nur staunen, als er sich nach vorne schob. Im Ziel stoppte die Uhr bei 6:48:55.8 – nur Sekunden vom Streckenrekord entfernt. „Am Timmelsjoch musst du alles riskieren, sonst bist du weg“, ließ er nach dem Sieg wissen. Es war sein Tag, sein Berg, sein Triumph.

Ötztaler Radmarathon 2025

Doch das Rennen war damit noch nicht entschieden, zumindest nicht für die Plätze dahinter. Auf der Abfahrt nach Sölden lieferten sich Jonas Holzknecht, Matthias Reutimann und Andreas Isele einen atemberaubenden Dreikampf. Erst im Sprint vor der Ziellinie entschied Holzknecht das Duell für sich. Mit 6:52:26.4 krönte er den Tag zu einem österreichischen Doppelerfolg. Reutimann schnappte sich Bronze, während Isele auf Platz vier die bittere Pille schlucken musste.

Frauenpower mit Rekord

Bei den Frauen gab es kein Taktieren – es gab nur Janine Meyer. Die Deutsche raste wie entfesselt über die Alpen und drückte am Ende eine Zeit von 7:22:32.4 in den Asphalt. Damit pulverisierte sie nicht nur ihre eigene Bestmarke, sondern schrieb Geschichte alsschnellste Frau, die jemals den Ötztaler Radmarathon bezwang. Hinter ihr kam Eva Schien mit großem Respektabstand ins Ziel. Dritte wurde die Tirolerin Belinda Holzer, die sich vom heimischen Publikum feiern lassen durfte.

Ötztaler Radmarathon 2025

Ötztaler Radmarathon 2025 – ein Tag für die Geschichtsbücher

Am Ende hatten alle, die über die Ziellinie rollten, etwas gemeinsam: das legendäre Finisher-Trikot. Egal ob Erster oder Letzter – wer diese Strecke meistert, darf sich zu den ganz Harten zählen. Der Ötztaler Radmarathon 2025 hat wieder gezeigt, warum er die Herzen von Amateuren und Profis gleichermaßen höher schlagen lässt. Alpenpässe, Dramen, Jubel – und ein Doppelsieg für Österreich. Sölden hat geliefert.

Weitere Impressionen und alle Ergebnisse vom Ötztaler Radmarathon

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