Die Wetterkapriolen der letzten Wochen hätten beinahe jeden Zeitplan gesprengt, doch das große Finale der 46. hkk-Winterlaufserie belehrte alle Skeptiker eines Besseren.
Während die Läufer vor kurzem noch gegen arktische Kälte und spiegelglatte Wege kämpften, präsentierte sich die Hansestadt pünktlich zum Abschluss von ihrer Schokoladenseite. Bei milden zehn Grad und zaghaften Sonnenstrahlen wurde der Bürgerpark zur Arena für ein sportliches Spektakel, das die Herzen der regionalen Laufszene höher schlagen ließ.
Vom Eispanzer direkt in den Frühlingsmodus
Hinter den Kulissen rauchten bei Thomas Hendrik Adick und seinem Team von bremenRAcing die Köpfe. Wer die 46. hkk-Winterlaufserie in diesem Jahr verfolgt hat, brauchte starke Nerven und eine flexible Terminplanung. Termine wurden verschoben, Schneeberge mussten weichen und der Winter zeigte Zähne, die diesen Namen tatsächlich verdienten. Doch der Einsatz zahlte sich aus. Als der Organisationsleiter am Finalmorgen die Strecke begutachtete, traute er seinen Augen kaum.
Als wir zum Aufbau am Morgen in den Bürgerpark kamen, waren dort Blumen, wo vor zwei Wochen noch Schnee lag, stellte Adick fest. Die Natur hatte pünktlich zum Showdown der 46. hkk-Winterlaufserie den Schalter umgelegt. Wo zuvor noch rutschiger Untergrund die Trittsicherheit forderte, herrschten nun ideale Bedingungen für neue Bestzeiten.
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Teilnehmeransturm sprengt alle Erwartungen
Die nackten Zahlen unterstreichen den Erfolg des Events. Trotz der notwendigen Verschiebungen strömten die Massen an den Start. Mit rund 1500 Meldungen für die gesamte Serie wurde ein neuer Bestwert aufgestellt. Besonders beeindruckend war die Kulisse beim dritten Lauf, als über 1200 Läufer die Ziellinie überquerten. Für den Veranstalter ein Ritterschlag in Sachen Akzeptanz und Organisation.
Das war wie eine Wand, eine beeindruckende Masse an Teilnehmenden - und ich habe kein negatives Feedback vernommen, resümiert Thomas Adick sichtlich stolz. Die 46. hkk-Winterlaufserie scheint unter der neuen Leitung von bremenRAcing endgültig in der Spur zu sein. Hier mischt sich der gemütliche Freizeitläufer unter die Spitzenkraft, was die Atmosphäre im Zielbereich so einzigartig macht.
Die Könige der Serien stehen fest
In den verschiedenen Wertungsklassen wurde bis zum letzten Meter um jede Sekunde gekämpft. In der Mini-Serie über dreimal 5 Kilometer setzten sich Lara Eickhoff vom SV Werder (1:06:37 std.) und Bo Haag vom Bremischen Schwimmverein (49:09 min) durch. Die Kleine Serie dominierten Tanja Elmers (2:17:49 std.) und Morten Weber (1:49:38 std.).
Spannend blieb es auch in der Mittleren Serie, wo Melanie Sommerfeld (2:17:41 std.) und Phil Uhlenwinkel (1:52:20 std.) die Nase vorn hatten. In der prestigeträchtigen Großen Serie, auch bekannt als Utz Bertschy-Serie, krönten sich Meike Reitenbach (3:20:52 std.) und Steffen Behrens (2:39:56 std.) zu den Gesamtsiegern der 46. hkk-Winterlaufserie. Am Ende stand fest: Der Bremer Bürgerpark ist und bleibt das Wohnzimmer der Läufer, egal wie sehr der Winter versucht, dazwischenzufunken.
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