Course de l'Escalade
Course de l'Escalade (Foto: © Veranstalter)
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Über 50.000 Läufer beim Course de l'Escalade 2025

Ein Wochenende, das Genf in Bewegung hielt

Strahlende Gesichter, energiegeladene Stimmung und eine Stadt, die vor sportlicher Leidenschaft pulsierte: Der Course de l’Escalade 2025 hat Genf an zwei Tagen in ein Lauffestival verwandelt. 50.702 Läufer erreichten im Parc des Bastions das Ziel – eine beeindruckende Marke, die dem neuen Rekord von 59'712 vergebenen Startnummern gerecht wurde. Die Course de l’Escalade bewies erneut, warum sie zu den meistgeliebten Traditionsläufen Europas zählt.

Die Veranstalter hatten in diesem Jahr ein ambitioniertes Konzept auf die Beine gestellt, um dem enormen Andrang gerecht zu werden. Startblöcke nach Laufgeschwindigkeit, erweiterte Zeitfenster und eine strikte Deckelung der Teilnehmerzahlen brachten einen spürbaren Effekt: Die Läufer berichteten von deutlich besserer Bewegungsfreiheit, erhöhter Sicherheit und einer Atmosphäre, die jede Anstrengung vergessen ließ. Nicht wenige sprachen davon, dass ihnen die Course de l’Escalade 2025 den perfekten Mix aus Stadtlauf, Spektakel und sportlicher Herausforderung geliefert hat.

Rekorde, Rivalitäten und große Momente

Im Elitefeld der Männer stand alles im Zeichen der erwarteten Neuauflage zwischen Jimmy Gressier und Dominic Lobalu. Doch diesmal dominierte der Franzose das Geschehen. Nachdem er zur Rennmitte einen entschlossenen Angriff gesetzt hatte, konnte nur Boniface Kibiwott kurz folgen. Doch selbst der zweifache Sieger musste abreißen lassen, als der Franzose mit federnden Schritten und breitem Lächeln zum großen Solo ansetzte. Gressier rauschte schließlich in 20'34 ins Ziel – ein historisch schneller Wert. Sein Kommentar fiel kurz aus, blieb aber prägnant: « Je ne courais pas contre le chrono, mais pour … Je suis très heureux de ma prestation du jour ».

Kibiwott hielt Rang zwei (20'54), knapp vor dem Niederländer Mike Foppen (20'57). Der beste Schweizer kam aus den Reihen des LC Regensdorf: Jonas Raess zeigte ein starkes Rennen und überraschte als Sechster in 21'03. Direkt dahinter überzeugte Matthias Kyburz, der nach seinem starken New-York-Marathon erneut glänzte und 21'16 erreichte. Lobalu musste sich diesmal mit 21'21 und Platz zehn zufriedengeben. Guillaume Cachelin holte sich in 21'31 die Krone des schnellsten Genfers.

Spannungswechsel bei den Damen

Im Rennen der Damen schien nach einem starken Antritt alles nach einer erneuten Demonstration der souveränen Diane Van Es auszusehen. Die Niederländerin setzte im zweiten Umlauf eine Attacke, die zunächst niemand beantworten konnte. Doch Winnie Jeptarus, aktuelle Leaderin des Circuits und zweifache Siegerin der Corrida bulloise, arbeitete sich Schritt für Schritt an sie heran. Der Wendepunkt kam knapp vor Schluss: Van Es verlor an Tempo, Jeptarus zog vorbei – und hielt den Vorsprung bis ins Ziel.

Die Kenianerin gewann die Course de l’Escalade 2025 in 23'39, vier Sekunden vor Van Es. Sylvia Changeiwo folgte mit 23'52. Als beste Schweizerin beeindruckte Oria Liaci, die drei Wochen nach einem schwierigeren Auftritt in Bulle wieder in Topform wirkte. Sie belegte mit 24'28 Rang acht und distanzierte die starke 800-Meter-Spezialistin Lore Hoffmann (25'09) und Ronja Hofstetter (25'16). Romane Wolhauser, die schnellste Genferin, darf sich nun auf die Cross-EM in Portugal freuen.

Die schnellsten Genfer 2025

TOP 3 Herren
1. Guillaume Cachelin (Stade Genève) 21'31
2. Léo Lädermann (CHP Genève) 21'37
3. Edmond Demoulin (Stade Genève) 22'01

TOP 3 Damen
1. Romane Wolhauser (Viseu Genève) 25'21
2. Lisa De Bruyn (Viseu Genève) 25'35
3. Alexandra Yatzimirski (Viseu Genève) 25'42

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