Course de l'Escalade
Course de l'Escalade (Foto: © Veranstalter)
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Elite-Spektakel in Genf entfacht beim Escaladélite 2025 pure Laufspannung

Explosiver Start in ein Wochenende voller Elite-Duelle

Genf wird Anfang Dezember wieder zur Bühne für ein Laufabenteuer, das selbst gestandenen Ausdauerfans Herzklopfen beschert. Course de l'Escalade lockt mit einem Rekord von 59'712 Anmeldungen und verwandelt die Altstadt in ein vibrierendes Stadion aus Rhythmus, Tempo und Kopfsteinpflaster.

Am Sonntag steigen zwei packende Elite-Rennen: um 14:35 Uhr das der Frauen, um 15:10 Uhr das der Männer. Der frisch gekrönte Weltmeister über 10.000 m, Jimmy Gressier, zieht mit seiner Showman-Energie erneut alle Blicke auf sich – und steckt mitten im Zentrum eines Duells, das schon jetzt Geschichte verspricht.

Weltmeister gegen Europameister – und das mitten in der Altstadt

Die Escaladélite 2025 bringt ein Aufeinandertreffen, das kaum dramatischer sein könnte: Der Weltmeister über 10.000 m trifft auf den Europameister derselben Distanz – Dominic Lobalu. Beide liefern sich ein Rennen über 7,3 km durch die engen Gassen der Genfer Altstadt, drei Runden, jede davon ein Spiel aus Tempo, Technik und taktischen Nadelstichen. Vor einem Jahr trennte die beiden nur ein Hauch von Millimetern, als Lobalu den Sieg holte. Und damals wurde Gressier sogar der Wunsch erfüllt, die legendäre Schokoladenmarmite gemeinsam mit den Siegern zu zerschlagen – ein Moment, der heute Kultstatus hat.

Seitdem hat Gressier alles pulverisiert, was ihm unter die Füße kam: Weltmeistertitel über 10.000 m, WM-Bronze über 5000 m, EM-Gold im Halbmarathon, Europarekorde über 5000 m indoor und 5 km, dazu die weltweite Nummer 1 über 5000 m. Lobalu hingegen musste sich zuletzt mit einer Verletzung herumschlagen, kam aber frisch gestärkt aus einem Höhentrainingslager in Äthiopien zurück und bringt den Kampfgeist des Streckenrekordhalters mit.

Hochkaräter im Männerfeld – Dichte wie selten zuvor

Die Escaladélite 2025 wartet mit einer beeindruckenden Liste an Herausforderern auf. Dazu zählen die neue Schweizer Marathonhoffnung Mathias Kyburz (LC Basel), der zweifache Escalade-Sieger Boniface Kibiwott aus Kenia, der Steeple-Europameister Alexis Miellet, dazu die Welt- und Olympiafinalisten Nicolas Marie-Daru und Mike Foppen. Ebenfalls am Start: die starken Schweizer Morgan Le Guen, Jonas Raess sowie der 5000-m-Medaillengewinner Guillaume Cachelin, der Le Guen unterstützen wird.

Van Es gegen Jeptarus – ein Frauenrennen voller Dynamit

Bei den Frauen sorgt die Escaladélite 2025 erneut für Hochspannung. Titelverteidigerin Diane Van Es dominierte im Vorjahr mit einer eleganten Leichtigkeit, setzte anschließend Europas 5-km-Rekord in 14:39 und startet als klare Favoritin. Doch die Kenianerin Winnie Jeptarus hat in den letzten Wochen eine Form gezeigt, die Warnsignale auslöst: Streckenrekorde in Bulle und Saillon, dazu 31:27 über 10 km auf einem anspruchsvollen Kurs in Meyrin – das Duell wird heftig.

Im Feld lauern weitere Talente: Jackline Chepkoech, früheres Weltklasse-Wunderkind über 3000 m Steeple, mischt nach verletzungsbedingter Pause wieder vorne mit. Dazu Jeptarus’ Trainingspartnerinnen Varsity Jepchirchir und Sylvia Changeiwo sowie Gladys Jemaiyo, die 2024 auf Rang fünf glänzte. Frankreich reist mit einem starken Mittel- und Langstreckenblock an, darunter die 800-m-Europamedaillengewinnerin Anaïs Bourgoin, Marathon-Ass Manon Trapp, Steeple-Finalistin Flavie Renouard und 5000-m-Landesmeisterin Aude Clavier.

Schweizer Hoffnungsträgerinnen wollen das Heimspiel nutzen

Die Schweizer Farben werden unter anderem von Romane Wolhauser vertreten, die in Bulle als Sechste überzeugte und realistische Chancen hat, beste Helvetin zu werden. Doch Oria Liaci, letztes Jahr Vierte, sowie Rekordhalterin Chiara Scherrer könnten ebenso wieder zur Höchstform finden. Die Liste wird ergänzt durch Lisa De Bruyn, Orientierungslauf-Doppelweltmeisterin Simona Aebersold und die internationales Mittelstreckentalent Lore Hoffmann.

Alles deutet darauf hin, dass die Course de l'Escalade erneut zum Laufspektakel wird, bei dem die Altstadt brodelt, die Fans ausflippen und die Besten der Besten im Schein der historischen Gassen ans absolute Limit gehen.

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