Wenn der Hannover Triathlon ruft, bleibt in der niedersächsischen Landeshauptstadt kein Platz für Langeweile.
Das Finale der Triathlon Bundesliga verwandelt den Maschsee am kommenden Wochenende in eine brodelnde Arena aus Wasser, Asphalt und purem Wettkampfgeist. Rund 2.000 Athleten machen die City zu ihrem Spielfeld, und der Mix aus Breiten- und Spitzensport sorgt schon vor dem ersten Startschuss für elektrisierende Vorfreude.
Ein Comeback am Nordufer
In diesem Jahr zieht es das Event zurück ans Nordufer des Maschsees – ein Schachzug, der die Zuschauer noch dichter ans Geschehen bringt. „Dadurch sind wir noch einmal deutlich näher an die City herangerückt und die Zuschauer haben durch die Erweiterung der Wechselzonen und die veränderten Streckenführungen noch bessere Gelegenheit, die spektakulären Rennen aus nächster Nähe zu verfolgen“, erklärt Jan Raphael, sportlicher Leiter und ehemaliger Profi. Die Begeisterung ist nachvollziehbar: Kurze Wege, neue Blickwinkel und jede Menge Adrenalin – das perfekte Setting für packende Rennen.
Frühstart mit Promi-Power
Der Tag beginnt früh. Bereits um 8 Uhr eröffnet Daniel Unger, bislang einziger deutscher Weltmeister auf der Olympischen Distanz, den Volkstriathlon. Hier treffen ehrgeizige Hobbysportler auf echte Kämpferherzen, die in verschiedenen Wellen bis 9:30 Uhr ins Rennen geschickt werden. Kaum ist die erste Welle im Ziel, übernehmen die Starter der 2. Bundesliga (11:00 Uhr Männer, 11:45 Uhr Frauen) die Bühne.

Olympische Distanz mit Lokalhelden
Um 13 Uhr heißt es: Bühne frei für die Olympische Distanz. Den Auftakt macht Christian Haupt von Hannover 96 – ein Mann, der als dreifacher Ironman Amateurweltmeister schon einiges erlebt hat. Zum Finale um 14 Uhr gibt sich dann ein doppelter Schwimm-Weltmeister die Ehre: Sven Schwarz (W98 Hannover) schickt die letzte Welle ins Rennen. Spätestens hier ist klar: Der Hannover Triathlon ist kein lokales Kaffeekränzchen, sondern ein Highlight im Sportkalender.
Frauen: Titel fast vergeben
Bei den Damen scheint die Spannung eher im Kampf um die Plätze zu liegen. Der PV Triathlon TG Witten um die niederländische Doppel-Olympiastarterin Rachel Klamer hat den Titel schon fast in der Tasche. Dahinter wollen das HYLO Team Saar, Bonn, Köln und Lüneburg wenigstens einen Podiumsplatz ergattern. Ob es gelingt? Das entscheidet der Maschsee.

Männer: Showdown pur
Anders bei den Herren: Hier erwartet die Fans ein echter Krimi. Mit 74 Punkten reist der AST Süßen als Tabellenführer an – dicht gefolgt von Berlin (73) und dem HYLO Team Saar (70). Wer hier patzt, wird gnadenlos durchgereicht. Für Saar geht unter anderem der hannoversche Lokalmatador Justus Nieschlag ins Rennen, Olympiateilnehmer und Vorjahressieger am Maschsee. Der AST Süßen wiederum setzt auf internationale Top-Stars wie Oliver Conway (Großbritannien), Pelayo Gonzales (Spanien) sowie die Österreicher Peter Luftensteiner und Co.
Der Hannover Triathlon bietet also alles: packende Bundesliga-Finals, glänzende Namen und ein Spektakel, das die City zum Beben bringt. Wer da nicht kommt, verpasst ein sportliches Feuerwerk am Maschsee.
Kommentar schreiben