Am Samstag, dem 5. April 2025, verwandelte sich das ewige Eis des Stubaier Gletschers in die Bühne eines außergewöhnlichen Spektakels:
Der Wilde Grube Ride feierte seine mit Spannung erwartete Premiere – und das unter nahezu perfekten Bedingungen. Über 200 wagemutige Skirennläufer stürzten sich bei traumhaftem Frühlingswetter und frischem Neuschnee in das Abenteuer des wohl härtesten Riesentorlaufs der Welt.
Extremkurs mit 158 Toren – ein Rennen für die Geschichtsbücher
Obwohl die Strecke im Vorfeld etwas verkürzt werden musste, war der Kurs alles andere als harmlos. Mit 6,2 Kilometern Länge, 920 zu bewältigenden Höhenmetern und sagenhaften 158 Toren verlangte er selbst den erfahrensten Athleten alles ab. Der Start erfolgte spektakulär per fliegendem Start direkt aus dem Wildspitz-Zweiersessellift – von dort aus führte die Route über das anspruchsvolle Gelände des Daunferners bis zur Mittelstation Fernau.

„Auch wenn die Strecke kürzer war als geplant, es war eine echte Challenge und ich bin bei einem Rennen noch nie so viele Tore hintereinandergefahren“, berichtete Fritz Dopfer, ehemaliger Weltcup-Fahrer, der sich gemeinsam mit weiteren Größen wie Roland Leitinger der Herausforderung stellte.
Lokale Heldin und Europacup-Profi dominieren das Rennen
Der Tag endete mit einem Triumph für zwei Athleten, die sich damit in die Geschichtsbücher des Events eintrugen: Thomas Rainer vom SC Leogang in Österreich sowie Magdalena Maria Ranalter, die Lokalmatadorin aus Neustift im Stubaital, setzten sich gegen starke Konkurrenz durch und holten sich nicht nur den Titel, sondern auch ein Preisgeld von jeweils € 3.210,-.
Ranalter führte bei den Damen ein rot-weiß-rotes Podium an. Ihre Freude war spürbar: „Ich bin überglücklich, hier in meinem Heimat-Skigebiet, wo ich aufgewachsen bin, gewonnen zu haben.“ Die weiteren Plätze belegten Bianca Venier aus Oberperfuss sowie Nina Gigele vom Arlberg.

Bei den Herren fuhr Thomas Rainer mit einer Zeit von 04:13 Minuten zum Sieg. Knapp dahinter landeten Hannes Endstrasser aus Kitzbühel und der Este Tormis Laine. Rainer zeigte sich beeindruckt vom Finale des Rennens: „Am Ende der Strecke musste man noch einmal richtig zeigen, wie gut man Skifahren kann.“
Eine Premiere wie aus dem Bilderbuch
Auch organisatorisch lief alles wie am Schnürchen. Der Tourismusverband Stubai Tirol, Veranstalter des Events, blickt mit Stolz auf das gelungene Debüt. Adrian Siller, Obmann des TVB Stubai, zeigte sich begeistert: „Mit über 200 Starterinnen und Startern, einem tollen Team, den unzähligen Helfern auf und neben der Strecke und einem starken Partner wie dem Stubaier Gletscher war die Premiere des Wilde Grube Ride wie aus dem Bilderbuch. Die Mischung aus sportlicher Herausforderung, grandioser Kulisse und bester Stimmung war einfach perfekt.“
Entlang der Strecke sowie im Zielbereich verfolgten zahlreiche Zuschauer das Rennen live und fieberten mit – zusätzlich wurde das gesamte Event per Live-Stream übertragen und konnte weltweit mitverfolgt werden.
„Epic Rides. Epic Valley.“ – Der Wilde Grube Ride ist gekommen, um zu bleiben
Mit dieser ersten Ausgabe hat der Wilde Grube Ride eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass er seinem Motto „Epic Rides. Epic Valley.“ mehr als gerecht wird. Die Kombination aus alpinem Spitzensport, landschaftlicher Kulisse und mitreißender Atmosphäre hat bereits bei seiner Premiere neue Maßstäbe gesetzt – und eines steht jetzt schon fest: 2026 geht das Abenteuer weiter.
Ergebnisse und weitere Fotos vom Wilde Grube Ride
Fotos: © Sebastian Marko

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