Um meine persönliche Statistik an Marathon-Ländern weiter auszubauen, habe ich für den Start in das Jahr 2026 ein besonderes Highlight ins Auge gefasst: die South China Marathon Challenge.
Diese über Raceroster ausgeschriebene Laufserie ist eine sportliche Herausforderung, die vom 9. bis 19.Januar 2026 quer durch Südostasien führt. Das von Parvaneh Moayedi gestaltete Konzept dahinter ist so ambitioniert wie effizient, denn innerhalb von nur zehn Tagen sollen fünf Marathons in fünf verschiedenen Ländern absolviert werden. Die Route wurde dabei strategisch so optimiert, dass die Reisezeit zwischen den Etappen minimal bleibt. Dank direkter Nonstop-Flüge bleibt den Teilnehmern das Wichtigste erhalten: wertvolle Zeit für die Regeneration und die volle Konzentration auf das nächste Rennen.
Besonders attraktiv ist dabei die Flexibilität des Formats. Es gibt keinen Teilnahmezwang für die gesamte Serie; jede/r Läufer/in entscheidet individuell, welche und wie viele Rennen er/sie bestreitet. Da jede Station über eine separate (kostengünstige) Anmeldung verfügt, lässt sich die Challenge perfekt auf den eigenen Zeitplan oder das persönliche Leistungsvermögen zuschneiden. Auch bei der Logistik wurde konsequent mitgedacht. Die benannten Partnerhotels fungieren gleichzeitig als Start- und Zielpunkte der Rennen – ein hervorzuhebender Vorteil bei einem so straffen Zeitplan. Wer es budgetfreundlicher mag, findet in unmittelbarer Nähe alternative Unterkünfte, profitiert aber dennoch von der zentralen Lage der Event-Hubs.

Die sportliche Reise beginnt laut Programmvorschau am 9. Januar 2026 mit dem großen Auftakt im chinesischen Hangzhou, wo die Teilnehmer am idyllischen Westsee an den Start gehen und im Sofitel Westlake residieren. Nur zwei Tage später, am 11. Januar, soll sich das Geschehen nach Macau verlagern, um dort urbanes Flair mit anspruchsvollen Trails und einem Aufenthalt im Grand Coloane Resort zu verbinden. Für den 13. Januar sieht die Planung den Transfer nach Taipeh (Taiwan) vor; dort ist das Rennen im grünen Hutoushan Park mit dem Holiday Inn Taoyuan als Basis vorgesehen. Nach einer kurzen Verschnaufpause erreichen die Läufer/innen am 16. Januar das Sultanat Brunei, um exotische Pfade durch den Tasek Lama Park zu erkunden. Das große Finale der Challenge soll schließlich am 19. Januar im malaysischen Kota Kinabalu stattfinden, wo die Strecke entlang der malerischen Küstenlinie führt und das Marriott Hotel den luxuriösen Schlusspunkt markiert.
Wichtiger Hinweis: Dieses Buch macht dich zum besseren Läufer
Was mein persönliches Ziel betrifft, so habe ich mich dazu entschlossen, drei der fünf Stationen der Serie zu absolvieren: Mein Weg führt mich an die Startlinien von Macau, Taipeh und Bandar Seri Begawan in Brunei. Da ich den Länderpunkt für China bereits im Jahr 2024 bei einem Clubmarathon in Peking erzielt habe und Malaysia schon 2018 beim Penang Bridge Marathon erfolgreich belaufen konnte, liegt mein Fokus bei dieser Challenge ganz bewusst auf der „Eroberung“ neuer Gebiete.
Diese Auswahl verspricht eine faszinierende Mischung, die weit über den rein sportlichen Aspekt hinausgeht. Während Macau und Taipeh mit dem Flair hypermoderner asiatischer Metropolen und einer beeindruckenden Logistik locken, bietet das Sultanat Brunei einen völlig konträren Reiz. Dort stehen dschungelartige Naturparks und die tropische Kulisse im Vordergrund, was den Reiz dieser Reise durch die verschiedenen Klimazonen und Kulturkreise Südostasiens komplettiert.
Den Auftakt bildet für mich dabei Macau – ein Territorium, das bei den Läuferclubs aufgrund seiner Unabhängigkeit als eigener Länderpunkt zählt und somit meine Marathon-Statistik perfekt ergänzt. Es ist das Spiel mit den Gegensätzen zwischen glitzernden Casinomeilen und anspruchsvollen Küstenwegen, das diesen ersten Startschuss für mich so besonders macht.
Mein Auftakt in Macau als neues Marathonland
Wie immer nehme ich mir für die Anreise zu meinen sportlichen Zielen ausreichend Zeit, um entspannt anzukommen. Meine Reise beginnt am 6. Januar 2026 in Wien, von wo aus ich mit dem Emirates Airbus A380 zunächst nach Dubai fliege. Dort lege ich einen zweitägigen Stopp in meinem Stammhotel, dem Rove City Centre, ein, verbringe einen Sonnentag an der Jumeirah Beach, bevor es weiter nach Hongkong geht.

In Hongkong beziehe ich für weitere zwei Nächte Quartier im Sheraton und schließe direkt am nächsten Tag eine Stadtrundfahrt an. Für Reisende aus Österreich ist die Einreise übrigens unkompliziert, da ein gültiger Reisepass für einen visumfreien Aufenthalt genügt. Schon während der Anreise habe ich mich auf die Peking Ente gefreut.

Da mein letzter Besuch in Hongkong im Februar 1994 im Rahmen einer 100-tägigen Weltreise mit einem Kreuzfahrtschiff stattfand, ist dieser Abstecher aus meiner Sicht mehr als berechtigt. Damals, drei Jahre vor der Rückgabe an China, stand das Gebiet noch unter der Krone des Vereinigten Königreichs, und ich erinnere mich noch gut an die besondere Atmosphäre dieser Zeit.

Vom Sheraton Hotel führt mich der Weg heute mit dem Taxi zur Busstation beim Hongkong Port. Hier kaufe ich ein Ticket für die Überfahrt nach Macau um ca. 14 Euro.

Anschließend fahre ich mit dem vollbesetzten Bus über die beeindruckende Hongkong-Zhuhai-Macau-Brücke. Mit einer Gesamtlänge von rund 55 Kilometern gilt sie als die längste Übersee-Verbindung der Welt und ist ein technisches Meisterwerk, das unter anderem einen über sechs Kilometer langen Unterwassertunnel umfasst, um den Schiffsverkehr nicht zu behindern.

Nach der Fahrt über das offene Meer erreiche ich schließlich Macau. Auch hier profitieren Österreicher mittlerweile von der Visafreiheit, was die Einreise im Vergleich zu früher deutlich erleichtert.

Das Einreiseprozedere gestaltet sich entsprechend unbeschwerlich, doch gleich bei der Ankunft wird deutlich, dass Macau in einer ganz eigenen Liga spielt. Die Sonderverwaltungszone an der Südspitze Chinas wird von einer beispiellosen Exklusivität, Gigantomanie und purem Luxus geprägt. Da der Hongkong-Dollar fest an den US-Dollar und die Macau-Pataca wiederum eng an den Hongkong-Dollar gekoppelt ist, liegt das Wechselverhältnis aktuell bei etwa 1 : 9,22 für den Euro zum Hongkong-Dollar sowie rund 1 : 9,43 für den Euro zur Macau-Pataca, wobei man praktischerweise in Macau überall problemlos mit Hongkong-Dollar bezahlen kann.
Macau zählt mit nur etwa 33 Quadratkilometern zu den am dichtesten besiedelten Regionen der Erde und ist vor allem für seine monumentalen Hotels bekannt, die dem Territorium den Beinamen ‚Las Vegas Asiens‘ eingebracht haben.
Trotz dieser modernen Superlative bewahrt sich die ehemalige portugiesische Kolonie ihren einzigartigen Charakter durch das historische Zentrum, welches zum UNESCO-Welterbe gehört und das mediterrane Erbe in den engen Gassen lebendig hält. Als wirtschaftliches Schwergewicht mit eigener Währung und autonomer Verwaltung bildet Macau so eine faszinierende Brücke zwischen europäischer Geschichte und asiatischer Hochmoderne.
Unterkunft im Grand Coloane Ressort
Direkt vom Hafen aus werden kostenlose Shuttlebusse zu den großen Casinos und Hotels angeboten, wobei man zumeist einen Zwischenstopp oder Umstieg einplanen muss. Um die Zustiegsstellen zu erreichen, durchquert man die riesigen, mit echtem Marmor ausgelegten Hallen der angeschlossenen Casinokomplexe. Obwohl ich bereits mehrmals in Las Vegas war, kann ich mich nicht erinnern, jemals eine so üppige und exzessive Ausstattung gesehen zu haben wie hier.

Um die mehrstündige Wartezeit auf den nächsten Anschlussbus zu verkürzen, entscheide ich mich spontan für ein Taxi zum Grand Coloane Resort. Für die etwa sieben Kilometer lange Strecke werden lediglich 45 Macau-Pataca (MOP) fällig, was umgerechnet nur etwa 5 Euro entspricht – ein überraschend günstiger Tarif für diesen Komfort.
Mein Zimmer im fünften Stock bietet einen überwältigenden Blick über die Bucht von Hac Sa. Bei wolkenlosem Himmel und angenehmen 23 °C Lufttemperatur zögere ich nicht lange und mache es mir auf der rund 20 m² großen süd-westlich ausgerichteten Terrasse im Liegestuhl bequem, um die direkte Sonneneinstrahlung zu genießen.

Bei all dem Luxus sei jedoch erwähnt, dass Qualität ihren Preis hat: Eine Nacht inklusive Frühstück schlägt mit ca. 200 Euro (gebucht über booking.com) zu Buche, was angesichts der Lage und Ausstattung jedoch angemessen erscheint.
Kurz vor Sonnenuntergang spaziere ich an der Bucht von Hac Sa etwa zwei Kilometer gen Westen.

Der auf der Insel Coloane gelegene Hac Sa Beach ist Macaus größter Naturstrand und besticht durch seine markante, mineralisch bedingte dunkle Sandfärbung. Als ruhiger Gegenpol zum glitzernden Casino-Trubel bietet er Besuchern vielfältige Möglichkeiten – von Wassersport und Wanderungen auf dem Coastal Trail bis hin zu geselligen Grillabenden. Abgerundet wird das Erlebnis durch die bekannte portugiesische Gastronomie sowie die gute Erreichbarkeit mit öffentlichen Bussen.
Am westlichen Ende des Strandes erreiche ich das kleine Dorf Hac Sa Village. Dort befindet sich auch ein Naturreservat, in dem Pandas leben. Aufgrund der fortgeschrittenen Uhrzeit (19:30 Uhr) und des hohen Eintrittspreises verzichte ich jedoch auf einen Besuch und kehre stattdessen zum Hotel zurück.

Auf dem Rückweg werde ich plötzlich von zwei freilaufenden, bellenden Hunden verfolgt. Da der Strand völlig unbeleuchtet ist, fühle ich mich zunehmend unwohl. Als einer der Hunde bedrohlich nahekommt, gelingt mir die Flucht über eine Mauer aus großen Steinblöcken zurück in Richtung Hotel.
Die Situation weckt ungute Erinnerungen: Während einer anderen Marathon-Challenge in Südamerika wurde im Februar 2023 auf einem stillgelegten Flugfeld in Guyana ein Kollege aus Dänemark von einem Hund gebissen. Wegen der drohenden Tollwutgefahr musste er damals die Heimreise vorzeitig antreten.
Logistische Änderungen im Programm
Vor einigen Tagen hat die Rennleitung einvernehmlich beschlossen, den Marathonkurs von der Recreation Area auf Coloane nach Cotai zu verlegen – näher zum Stadtzentrum und den großen Hotelkomplexen. Infolgedessen nächtigt die Mehrheit der Teilnehmer/innen nun im Studio City Macau, einem imposanten Resort mit angeschlossenem Casino. Gemeinsam mit Mario, Doris, Thomas (alle aus Deutschland) und Peter, einem Finnen, haben wir uns jedoch entschieden, zu fünft im ursprünglichen Hotel zu bleiben; ein Zimmer im Studio City hätte mit rund 220 Euro pro Nacht zu Buche geschlagen.

Ein Meeting im vornehmen Studio City Hotel bildet am Nachmittag des 10. Januar den gemeinsamen Fixpunkt. Für das obligatorische Sightseeing bleibt bei unserem straffen Drei-Tages-Programm in Macau nur wenig Spielraum, doch ein kurzer Eindruck von der Stadt darf natürlich nicht fehlen.
Im Anschluss findet eine freiwillige Streckenbesichtigung statt, an der die Mehrheit der Läufer teilnimmt. Der eigentliche Marathonkurs umfasst 21 Runden im Uhrzeigersinn um einen befestigten Golfplatz. Um die Marathondistanz von 42,195 km sicherzustellen, wurde die Route exakt vermessen: Die reguläre Parkrunde beträgt 1,87 km. In sechs dieser Runden führt der Kurs zusätzlich jeweils 250 Meter zum Studio City Hotel (und dieselbe Strecke zurück), wo die offizielle Rundenzählung erfolgt. Diese sechs Zusatzabschnitte von je 500 Metern ergeben die nötige Distanz, um die 42,195 km sogar leicht zu übertreffen.
Der Kurs ist zwar flach, doch der unebene und harte Beton mit Bruchstellen, Rillen und Löchern ist gerade für meine Füße äußerst belastend.
Hinzu kommen die für Macau typische Schwüle im Monat Januar und die hohe Luftfeuchtigkeit. Dank der für 20 Uhr angesetzten Startzeit steht den Läufern jedoch fast die gesamte Nacht zur Verfügung – ganz nach dem Motto der Rennleitung: Keiner wird zurückgelassen.
Ein besonders markanter und weithin sichtbarer Orientierungspunkt, den wir bereits während unserer Vorabbesichtigung entlang der Route genauer unter die Lupe nehmen, ist die regelmäßige Passage an den prunkvollen First-Class-Hotels.

Knapp 500 Meter dahinter ist zudem die imposante, maßstabsgetreue Nachbildung des Eiffelturms zu sehen, die das gesamte moderne Stadtbild in diesem speziellen Viertel unübersehbar dominiert. Diese architektonischen Giganten bilden einen fast schon surrealen, glitzernden Kontrast zu dem eher funktionalen und reparaturbedürftigen Betonweg, der uns später in der Nacht als eigentliche Rennstrecke dienen wird.
Rennverlauf
Nach einem Gruppenfoto startet das Feld pünktlich vor dem Studio City Hotel. Renndirektorin Parvaneh ist – wie bei fast allen ihren Events – selbst mit am Start. Da es den meisten Teilnehmern vorrangig um den begehrten Länderpunkt geht, steht die Bestzeit nicht im Fokus. Eine bemerkenswerte Ausnahme in unserem Teilnehmerfeld bildet Bryan, ein 51-jähriger Australier. Er hat sich auf schnelle Zielzeiten von deutlich unter 3:30 Stunden spezialisiert und lieferte insbesondere im Jahr 2025 beeindruckende Spitzenresultate fast wie am Fließband ab. Seine enorme Beständigkeit und sein hohes Tempo sind in der Szene bekannt und lassen sich eindrucksvoll in seiner Statistik nachverfolgen (siehe: https://marathonview.net/marathon-results-of-Bryan-Lip).

Punkt 20 Uhr rückt der Moment des Aufbruchs näher: Der Start erfolgt direkt vor der imposanten Kulisse des Studio City Hotels. Während die Anspannung in der Gruppe spürbar steigt, werden wechselweise noch letzte gemeinsame Gruppenfotos geschossen, um die nächtliche Atmosphäre und die Vorfreude aller Teilnehmer gebührend festzuhalten.

Mein Ziel ist schlicht das Finish. Gemeinsam mit Deborah, einer Amerikanerin mit rund 115 Länderpunkten, und RD Parvaneh, einer gebürtigen Perserin mit beeindruckenden 1.500 Marathons in ihrer Karriere, bilde ich schon bald das Schlusslicht des Feldes. Auf dem Kurs müssen wir regelmäßig einen Zebrastreifen ohne Ampelregelung überqueren. Da es Wochenende ist, herrscht rund um die Casinos ein enormes Verkehrsaufkommen. Erstaunlicherweise halten die meisten Autofahrer jedoch geduldig an, wenn sie uns Läufer sehen.

Während wir im hinteren Feld Zeit für Smalltalk haben, spult Bryan in absoluter Superform einen 5er-Schnitt ab. Meine Begleiterinnen gewinnen allmählich an Boden und setzen sich ab. Auch Klaus aus Dänemark, der erst vor zwei Tagen den Marathon in Hangzhou absolviert hat, peilt eine Zeit von etwa 6,5 Stunden an. Alle drei Runden führt der Weg zur Kontrollstelle im City Hotel, wo eine extra bezahlte Betreuerin akribisch die Runden protokolliert. Dort haben wir auch unsere Trinkvorräte deponiert und können das WC benutzen.

Ich unterhalte mich mit dem Polen Ryszard, der extra für diesen Lauf nach Macau gereist ist, über seine Pläne zum Ausbau seiner mittlerweile über 150 Länder umfassenden Sammlung (siehe https://marathons.ellert.pl/). Auch er ist nun in einem Alter, wo langsam gewisse orthopädische Beschwerden auftreten und seinen Elan bremsen. Das scheint nicht für Sally aus den USA zu gelten, die wieder ihre leichtfüßige Form ausspielt.

Mit dem stets für Späße aufgelegten Peter aus Finnland, der sein Kontingent dieses Jahr auf 90 Länder ausbauen will, gibt es wie immer viel zu lachen.
Dann „rollen die Deutschen an“: Mario (über 1.000 Marathons, 112 Länder) und seine Frau Doris (über 600 Marathons, 105 Länder), begleitet von Thomas (115 Länder) aus Saarbrücken, machen ernst. Sie überholen das gesamte hintere Feld gleich mehrfach. Da das Regelwerk der Marathon Globetrotter vorsieht, dass mindestens zehn Finisher für die Wertung nötig sind, riskiert jedoch niemand durch Überanstrengung ein vorzeitiges Ausscheiden.

Aufgrund meines moderaten Tempos kalkuliere ich für einen Dreierblock von etwa sechs Kilometern inklusive des kurzen Abstechers zum Hotel rund 60 Minuten ein. Hochgerechnet auf die gesamte Distanz, unter Berücksichtigung der nötigen Trinkpausen und des natürlichen Leistungsabfalls nach Kilometer 30, steht eine Gesamtzeit von über sieben Stunden im Raum.
Ein fester Bestandteil meiner Strategie ist die bewusste Auszeit: Bei jeder Dreierrunde gönne ich mir im Hotelfoyer eine mehrminütige Pause, um mein bereitgestelltes Cola in aller Ruhe zu genießen. So zieht sich der Marathon unweigerlich in die Länge und die Nacht bricht über die Strecke herein. Erst Stunden nach Mitternacht erreiche ich schließlich das Ziel. Die Medaillen liegen glücklicherweise noch bereit, auch wenn zu diesem Zeitpunkt nicht mehr alle Teilnehmer im Rennen sind.
Gegen 03:30 Uhr morgens mache ich mich gemeinsam mit meinen deutschen Kollegen per Taxi auf den Rückweg zum Hotel auf Coloane. Erschöpft, aber glücklich blicken wir auf das Erreichte. Jeder von uns trägt stolz seine Medaille – für mich markiert sie einen ganz besonderen Meilenstein: Länderpunkt Nummer 106.
Relaxen am 11. Januar vor der Abreise nach Taipeh
Nach einem ausgiebigen Frühstück gewährt uns die Rezeption einen Late Check-out bis 13:00 Uhr. Ich genieße die letzten Stunden auf meiner riesigen Sonnenterrasse bei strahlend blauem Himmel – das Wetter ist so herrlich wie ein Sommertag am Mittelmeer.

Während Mario und Doris bereits nach Brunei weiterreisen, nehme ich gegen 14:00 Uhr gemeinsam mit Thomas ein Taxi zum Flughafen. Die für die Einreise in Taiwan nötige Arrival Card habe ich bereits im Vorfeld beantragt. Schon übermorgen geht die Marathonserie in Taipeh weiter. Der erste neue Länderpunkt im Jahr 2016 ist geschafft.
Fotos: © Anton Reiter

Kommentar schreiben