Nelson Mandela Bay Half Marathon (NMB): Klarer Sieg von Elroy Gelant: Widrige Wetterbedingungen und ein Wiedersehen mit Tadu Nare.
Elroy Gelant (37 Jahre) ist der Mann, der nicht nur dem Alter, sondern auch den Elementen trotzt. Er scheint eine Leitfigur in der südafrikanischen Laufszene zu werden.
Taktisches Spiel
Bei sehr harten Regen- und Windbedingungen (gleich beim Start gab es heftige Regenschauer) setzte er sich zum zweiten Mal seit 2014 energisch durch, auch damals waren es ähnlich schlechte Voraussetzungen: "Ich denke, es waren mehr die (Wetter-) Bedingungen als die Athleten selbst", sagte Gelant. "Aber ich bin zufrieden mit meiner Leistung, es war nicht einfach, was das Rennen angeht, mein Plan war, den Wind zu nutzen und mich einfach gegen den Wind zu entspannen. Ich musste nur den richtigen Schritt zur richtigen Zeit machen ", erklärte er sein taktisches Spiel.

Spannendes Finish
Zu Beginn stürmte Precious Mashele wie ein "brennendes Haus" davon, während Gelant sofort das Tempo herausnahm. Gelant und Mashele durchquerten die 10-km-Marke in 31:30 Minuten, was bereits ein Hinweis auf die schwierigen Bedingungen war. Nach der Hälfte des Rennens arbeiteten Gelant, Thabang Mosiako und Nicholas Seoposengwe zusammen, um sich von den Verfolgern abzusetzen. 2,5 Kilometer vor dem Ziel blieben nur Gelant und Mosiako übrig, dann gelang Gelant der entscheidende Sprung gegen den Wind und er gewann seinen Nationaltitel klar in 1:03:54 Stunden. Mosiako (Vorjahressieger) wurde noch von einer schnell abschließenden Verfolgergruppe eingeholt und endete als Fünfter. Der Vizemeister-Titel ging an Namakoe Nkhasi (Lesotho/Nedbank) in 1:04:04 Std. vor Precious Mashele (1:04:05 Stunden).
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Olympia als Geschenk
Erst lange nach diesem Rennen erfuhr Gelant von seiner nachträglichen und erhofften Olympia-Nominierung im Marathon (Ausgeschlossene Marathonläufer dürfen nun doch zu Olympia).

Er darf nun sein Land zum dritten Mal bei Olympia in Paris vertreten. Hier Kurzübersicht seiner Erfolge: Im Bahnlauf 3000m (7:39,55/2014), 5000m (13:04,88/2016), 10000m (27:41,30/2013) - im Straßenlauf 10km (27:54/2024), 21,1km (1:00:56/2023) und Marathon (2:08:56 Std./2024).
Comeback von Nare
Das Frauen-Rennen gewann Tadu Nare (Äthiopien/Nedbank) in 1:12:01 Stunden mit Leichtigkeit vor ihrer Clubkollegin und Landsfrau Diniya Abaraya (1:12:31 Stunden), die erste Juniorin im Ziel war. Es war nach langer Zeit wieder der erste Auftritt von Nare, die ihren geplanten Marathon-Start in Boston nicht wahrnehmen konnte.

Dritte auf dem Podium wurde Blandina Makatisi (Lesotho/1:13:39 Std.) knapp vor der Südafrika-Meisterin Glenrose Xaba (1:13:42 Std.). Diese äußerte sich nachträglich zu den widrigen Bedingungen: "Ich bin schon sehr lange hier und laufe Rennen und dies war das erste Mal, dass ich so etwas erlebt habe. Es gab sogar eine Zeit, in der es mich fast ins Motorrad gedrückt hätte." Im übrigen hatten die Frauen überwiegend Windschutz durch mitlaufende Männer-Gruppen (s. Foto).
Fotos: © Richard Pearce
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