Am gestrigen Freitag wurde in Kingston, Jamaika, der Startschuss für ein ambitioniertes Projekt in der Welt der Leichtathletik gegeben:
Der Grand Slam Track feierte seine Premiere – ein innovatives Wettkampfformat, das sich als ernsthafte Konkurrenz zur renommierten Diamond League etablieren will.
Vier Städte, vier Etappen, ein Ziel
Die erste Saison des Grand Slam Track umfasst Stationen in Kingston, Miami, Philadelphia und Los Angeles. An jedem Austragungsort finden die Wettkämpfe gebündelt über einen Zeitraum von drei Tagen statt. Die Athleten treten in verschiedensten Laufdisziplinen an – vom explosiven Sprint bis hin zum ausdauernden Langstreckenlauf.
Besonders für Mittelstreckenläufer ist das Format vielfältig: Zur Auswahl stehen die "kürzeren Läufe" von 800 Metern und 1.500 Metern sowie die "längeren Läufe" über 3.000 Meter und 5.000 Meter. Ergänzt wird das Programm durch vier zusätzliche Disziplinen, in denen Sprint und Hürdenlauf im Mittelpunkt stehen.
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Racer vs. Challenger – Das neue Wettkampfprinzip
Eine der spannendsten Neuerungen des Grand Slam Track ist das direkte Duell Racer gegen Challenger. Während die Racer bei allen vier Stationen des Grand Slam an den Start gehen, treten die Challenger lediglich bei ausgewählten Rennen an. Die Sieger jeder Disziplin werden am Ende der Saison gekürt – zusätzlich wird der Race of the Year ausgezeichnet: jener Athlet, der disziplinübergreifend die meisten Punkte sammelt.
Tag 1: Überraschungen und starke Zeiten
Schon der erste Wettkampftag sorgte für Aufsehen. Über 3.000 Meter der Frauen triumphierte Herausforderin Ejgayehu Taye aus Äthiopien in herausragenden 8:28,42 Minuten. Ihr souveräner Sieg war ein deutliches Ausrufezeichen in der frühen Phase des Grand Slam Tracks.
Das 5.000-Meter-Rennen der Männer entwickelte sich hingegen zu einem taktisch geprägten Lauf, in dem das Tempo phasenweise hinter dem der Frauen zurückblieb. Dennoch sicherte sich Grant Fisher als Racer den Sieg in 14:39,14 Minuten und führte damit einen beeindruckenden Dreifachsieg für die USA an.
Im Short-Distance-Wettkampf über die 800 Meter der Frauen setzte Nikki Hiltz ein weiteres Ausrufezeichen. Die US-Amerikanerin, ebenfalls als Racer angetreten, gewann das Rennen in einer neuen Weltjahresbestzeit von 1:58,23 Minuten.
Pro Disziplin treten acht Läufer an, vier Challenger und vier Racer. Der Sieger erhält 12 Punkte, der Zweite 8 Punkte, ab Platz 3 bis 8 sind es sechs Punkte bis einen Punkt.
Die Spannung steigt
Der Auftakt in Kingston macht Lust auf mehr. Bereits am Samstag und Sonntag stehen die nächsten Rennen auf dem Programm. Die Jagd nach Punkten, Siegen und dem Titel Race of the Year hat begonnen – mit Tempo, Taktik und jeder Menge Leidenschaft.
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