Die ehemalige Russin Elena Kulichenko holte vor wenigen Tagen bei den U23-Leichtathletik Europameisterschaften in Espoo (Estland) Gold im Hochsprung.
Da World Athletics allerdings dem Sport zum Politikum macht und alle russischen Leichtathleten bei sämtlichen internationalen Leichtathletik-Ereignissen ausgeschlossen hat, hetzen nun einige Medien gegen die junge Sportlerin.
Nationenwechsel bereits vor vielen Jahren
Doch Elena Kulichenko (vormals Yelena Kulichenko) ist mittlerweile seit 2019 für Zypern startberechtigt. Der Nationenwechsel hat also keinerlei Zusammenhänge mit dem aktuellen Konflikt zwischen der Ukraine und Russland, sondern rein familiäre Gründe. Dennoch zeigten sich einige Medien überraschend erbost, wieso die 21-Jährige bei der U23-Leichtathletik-EM antreten durfte.
Politikum: Die Existenz vieler Sportler wird gefährdet und zerstört
World Athletics Präsident Sebastian Coe macht den Sport zum Politikum. Er hatte alle Athleten aus Belarus und Russland von internationalen Wettkämpfen ausgeschlossen. Sogar eine Teilnahme als neutraler Athlet ist nicht erlaubt, wie es bei vielen anderen Sportarten, wie etwa beim Tennis möglich ist. Damit zerstört die Leichtathletik willkürlich die sportliche Existenz vieler Sportler.
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Bezug zu Zypern durch ihren Vater
Elena Kulichenko konnte dieses systematische Ausschließen von Sportlern durch World Athletics umgehen, wenn auch ungewollt. Denn sie besitzt bereits seit 2019 die Staatsbürgerschaft von Zypern. Kulichenko stammt aus einer wohlhabenden Familien. Sie studiert in den USA und ist seit vier Jahren Zypriotin, da ihr reicher Vater in Zypern Grundstücke besitzt und dort auch arbeitete.
Medien nehmen Kulichenko ins Kreuzverhör
Laut Presse wurden bis 2017 zypriotische Pässe zu sündhaft teuren Preisen als "Golden Visa" an Personen aus der Ukraine und Russland verkauft. So oder so ähnlich kam wohl auch Kulichenko zu ihrem Nationenwechsel. Da ihr Vater Hauptaktionär bei einem Stahlkonzern aus Russland ist, der enge Verbindungen zu Wladimir Putin haben soll, begannen nun einige Medien, wie etwa Al Jazeera, eine Hetzjagd gegen die junge Hochspringerin, die vergangenen Woche mit einer Sprunghöhe von 1,91 Metern Gold bei der Junioren-EM holte.
"Kein Kommentar"
Kurz nach ihrem Titel wurde die Hochspringerin von einem TV-Senders aus Finnland ins Kreuzverhör genommen. Auf Diskussionen zum Krieg und zur aktuellen Situation ließ sie sich aber zurecht nicht ein: „Kein Kommentar. Ich habe Gold gewonnen, weil ich mich ganz auf mich selbst konzentrieren – und nicht auf andere. Das ist das Einzige, was ich kontrollieren kann", so Elena Kulichenko.
Quelle: Wirbel um eine Russin, die für Zypern zu EM-Gold springt (diepresse.com)

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