Julia Mayer WM-Marathon 2025
Vor 2 Wochen lief Julia Mayer noch beim WM-Marathon, nun triumphierte sie über die 10 km in Amstetten. (Foto: © ÖLV / Sonia Malterova)
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ÖM 10km: Julia Mayer schreibt Geschichte, Emil Bezecny feiert Premiere

Amstetten wurde am 28. September zur Bühne für ein echtes Lauf-Spektakel: Die ÖM 10km Amstetten im Rahmen des 9. Kinderhilfelaufes brachten Gänsehaut-Momente, Titelserien und Premieren auf höchstem Niveau.

Während die Kinder und Hobbyläufer bereits am Vormittag die Strecke einweihen durften, warteten am Nachmittag die Topstars auf ihren großen Auftritt. Und der hatte es in sich.

Julia Mayer dominiert mit Titel Nummer fünf

Julia Mayer von der DSG Wien trat nur zwei Wochen nach ihrem Marathon-Einsatz bei der WM in Tokio an – und zog auch diesmal ihr Ding gnadenlos durch. Schon in der Anfangsphase setzte sie ein hohes Tempo, das nur Larissa Matz und Cordula Lassacher kurzzeitig mitgehen konnten. Zur Halbzeit bei fünf Kilometern hatte Mayer drei Sekunden Vorsprung auf Matz und weitere zehn auf Lassacher. Von da an war klar: Das wird ein Titel zum Einrahmen.

Nach 33:07 Minuten lief Mayer über die Ziellinie, holte sich ihren fünften 10km-Straßenlauf-Titel in Folge und baute ihre Serie eindrucksvoll aus. Dahinter glänzte Larissa Matz, die ihre persönliche Bestzeit gleich um 31 Sekunden verbesserte und in 33:23 Minuten Silber holte. Cordula Lassacher wiederum knackte den U23-Rekord und lief in 34:01 Minuten zu Bronze in der allgemeinen Klasse sowie Gold in der U23. Der U20-Titel ging an Tabea Schmid, die in 38:58 Minuten auf Rang zwölf des Gesamtlaufs kam.

"Nach Tokio gab es mal eine Woche Pause, aber wir haben dann beschlossen, gleich wieder ins normale Training für den nächsten Marathon einzusteigen. Das war heute das vierte Belastungstraining und ich habe versucht, das Rennen grundsätzlich schnell zu machen, aber das ist mir nicht zu 100% gelungen.", erklärte Mayer nach ihrem Sieg. Doch am Ende wirkte sie so souverän wie eh und je – und die Österreichischen Titel gehören inzwischen fast schon zu ihrem Wohnzimmer.

Bezecny überrascht mit Gold und U23-Sieg

Der zweite Hauptdarsteller des Tages war Emil Bezecny von der Leichtathletik Akademie Eisenstadt. Mit Selbstbewusstsein aus einem frischen Bestzeitlauf in der Slowakei (30:03 Minuten) attackierte er sofort, absolvierte die erste Runde in 7:31 Minuten und hielt damit Titelverteidiger Andreas Vojta in Schach. Während Vojta nach Problemen schließlich nur Rang 13 erreichte, marschierte Bezecny unbeirrt an der Spitze weiter.

Nach 30:01 Minuten stoppte die Uhr – fast punktgenau an seiner persönlichen Bestmarke. Der Lohn: der erste Titel in der allgemeinen Klasse und zusätzlich der Sieg in der U23. Hinter ihm kämpfte Marcel Tobler auf den letzten Kilometern erfolgreich gegen Lokalmatador Niklas Keller und sicherte sich Silber in 30:59 Minuten. Keller, von den heimischen Fans angefeuert, schnappte sich Bronze in 31:08 Minuten. Der U20-Sieg ging an Damjan Eror in 32:04 Minuten, der damit als Neunter der Gesamtwertung ins Ziel kam.

"Mein Plan war von vornherein ein schnelleres Rennen zu machen, auch um mich für die Cross-EM zu empfehlen. Aufgrund der Strecke und dadurch, dass ich recht schnell alleine in Führung war, konnte ich das Tempo nicht ganz nach Plan gestalten.", analysierte Bezecny seinen Überraschungserfolg. Doch das breite Grinsen im Ziel sprach eine klare Sprache: Dieser Tag gehört ihm.

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