Der Generali München Marathon 2024 steht vor einem spannenden Höhepunkt: Die Eliteläufer aus Kenia wollen zum dritten Mal in Folge sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen die Sieger stellen.
Mit Cosmas Birech und Shamilah Kipsiror an der Spitze, die persönliche Bestzeiten von 2:08:03 und 2:27:33 Stunden vorweisen, sind die Hoffnungen auf schnelle Zeiten groß. Beide Athleten gehen mit der Ambition ins Rennen, die Vorjahreszeiten zu unterbieten und den Streckenrekord herauszufordern.
Teilnehmerrekord und internationales Interesse
Mit über 27.000 Anmeldungen aus 120 Ländern wurde ein Teilnehmerrekord erreicht, was den zunehmenden internationalen Ruf des Marathons unterstreicht. Besonders erfreulich ist das Wachstum der Veranstaltung, wie Gernot Weigl, langjähriger Race-Direktor des Marathons, betont: „Die Resonanz ist überwältigend. Der Zuwachs von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zeigt die Beliebtheit unserer Strecke und Organisation.“ Neben den sportlichen Erfolgen trägt der Event auch wirtschaftlich zur Stadt München bei, da immer mehr Lauf-Touristen aus dem Ausland anreisen.
Ungewisse Zukunft trotz Erfolg
Trotz dieser positiven Entwicklungen steht die Zukunft des Generali München Marathon auf der Kippe. Überraschend hat das Münchener Kreisverwaltungsreferat den Veranstaltern keine Genehmigung für das Jahr 2025 erteilt. Stattdessen wurde ein neuer, unerfahrener Veranstalter beauftragt, der den Marathon auf einem Rundkurs plant. Diese Entscheidung hat zu Protesten geführt, da sie das Risiko birgt, ein etabliertes und international anerkanntes Sportevent zu gefährden. Gernot Weigl zieht bereits rechtliche Schritte in Erwägung, um die Entscheidung anzufechten und die Tradition des Marathons in München zu bewahren:
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München Marathon 2025 mit neuer Strecke und neuem Veranstalter
Spannendes Elitefeld trotz Rückschlägen
Das Elitefeld der Männer hat in den letzten Wochen durch Verletzungen und Visa-Probleme an Größe verloren, bleibt jedoch hochkarätig. Cosmas Birech und William Kibor sind die Favoriten, doch auch Benard Chumba und der Debütant Nehemiah Kipyegon sind nicht zu unterschätzen. Besonders Kipyegon, der kürzlich beim Kopenhagen Halbmarathon mit 60:34 Minuten auf sich aufmerksam machte, könnte für eine Überraschung sorgen.
Bei den Frauen führt Shamilah Kipsiror die Liste an. Ihre Halbmarathon-Bestzeit von 67:53 Minuten lässt auf eine starke Leistung hoffen. Konkurrenz bekommt sie von der Äthiopierin Gelane Senbete, die bereits 2:29:54 Stunden lief, und Gadise Negasa. Ein besonderes Augenmerk liegt auf Asmare Assefa, die zwar noch nie außerhalb Afrikas antrat, jedoch großes Potenzial besitzt.
Wetterbedingungen als X-Faktor
Die Wettervorhersagen für den Renntag könnten entscheidend sein. „Unser Ziel ist es, Zeiten von unter 2:09 Stunden bei den Männern und unter 2:26 bei den Frauen zu erreichen“, erklärt Michael Kraus, Koordinator des Elitefeldes. Auch wenn das Wetter herausfordernd werden könnte, bleiben die Veranstalter optimistisch, dass es zu neuen Bestzeiten kommt.
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