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Der Engländer Tim Don wird am Montag den Boston Marathon bestreiten. Und das nur ein halbes Jahr nach einem Genickbruch.

Unter Triathleten ist Dim Don kein Unbekannter. 2017 war zunächst sein großes Jahr. Denn beim Langdistanz-Triathlon im Frühjahr in Brasilien stellte er mit 7:40:23 Stunden einen neuen Weltrekord auf.

Über die Straße geschleudert

Sein nächstes großes Highlight sollte der Ironman auf Hawaii sein. Es ist der mit Abstand bekannteste und prestigeträchtigste Triathlon-Bewerb der Welt. Doch kurz vor dem Ende seiner Vorbereitung folgte im Oktober 2017 der große Schock. Drei Tage vor dem Wettkampf wird er beim Aufwärmen von einem Auto angefahren und über die Straße geschleudert. Der Brite überlebt den Vorfall, bricht sich aber den zweiten Halswirbel.

Schrauben im Schädel

Und nun will er nur ein halbes Jahr nach diesem schrecklichen Unfall einen Marathon bestreiten. Wie das nur möglich ist? Nach dem Crash wurde der Kopf des Triathleten mit einer Vorrichtung stabilisiert um so auch den Nacken zu stützen und den Rückenwirbel bei der Heilung zu unterstützen. Dadurch waren auch keine operativen Eingriffe notwendig. Vier Schrauben, die in seinen Schädel gebohrt wurden, befestigten diese Vorrichtung. Die Schmerzen waren laut Don aber die Hölle. Er musste immer wieder Schmerzmittel zu sich nehmen und übergab sich regelmäßig. Bei einem Training verlor er aufgrund der zu starken Anstrengung sogar das Bewusstsein. Wieso er sich das alles antut? "Ich hatte niemals einen anderen Job. Dieser Sport ist mein Leben. Ich kann gar nicht anders," sagte er gegenüber der New York Times.

Sein Ziel für den Marathon

So richtig kompliziert ist allerdings das Schwimmtraining. Da er den Hals nicht drehen kann, benötigt er einen Schnorchel um im Wasser Luft zu holen. Beim Laufen lösen sich regelmäßig die Schrauben, die dann immer wieder nachgezogen werden müssen. Die Anstrengungen haben sich aber gelohnt. Denn am Montag bestreitet er den Boston Marathon. Sein Ziel: Höchsten 2:50 Stunden für die 42,195 km.


Kommentare   

0 #1 jeje 2018-04-17 09:55
Ich habe einen Trümmerbruch LWK 3 mit eingeschränktem Spinalkanal und bin seither 7 Marathon gelaufen. Warum? Weil man sich nicht aufgibt. Weil jeder Mensch irgendwie gehandycapt ist. Weil Marathon das Leben ist und ein Leben ohne Marathon eben keines. Für Tim daher klar: Respekt!
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