Bei der 42. Ausgabe des Vienna City Marathon am Sonntag wollen drei kenianische Top-Favoriten das Rennen mit hohem Tempo bestimmen.
Justus Kangogo, Asbel Rutto und Stanley Kurgat erklärten auf der heutigen Pressekonferenz, dass sie ihre persönlichen Bestzeiten angreifen wollen. Kangogo führt die Startliste mit einer Bestzeit von 2:05:57 Stunden an.
Der Vienna City Marathon ist Österreichs bedeutendster Straßenlauf und trägt das World Athletics Elite Label. Insgesamt haben sich für die verschiedenen Distanzen mehr als 45.000 Athleten registriert – ein neuer Rekord. Mehr als 13.000 von ihnen werden den Marathon bestreiten, ebenfalls ein neuer Höchstwert.
Ein Rennen mit außergewöhnlicher Atmosphäre
„Seit einiger Zeit erleben wir einen neuen Lauf-Boom. Wir erhielten schon früh viele Anmeldungen für den Vienna City Marathon, und dieser Trend hat nie aufgehört. Wir haben die Herausforderung angenommen und werden ein Event mit außergewöhnlicher Atmosphäre auf die Beine stellen,“ sagte Dominik Konrad, General Manager des Vienna City Marathon und Sohn des langjährigen Renn-Direktors Wolfgang Konrad. „Der Vienna City Marathon ist zu einem enormen Wirtschaftsfaktor für Wien geworden, da so viele Menschen für unser Rennen in die Stadt reisen. Läufer aus 146 Nationen – ein weiterer Rekord vor dem Start.“
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Eliteläufer bereiten sich auf ein spannendes Rennen vor
Johannes Langner, der die Elite-Rennen koordiniert, erklärte: „Wir haben ein interessantes Elite-Feld, das ein spannendes Rennen verspricht. Unser Plan für die erste Gruppe ist eine Halbmarathon-Zwischenzeit von 62:30 bis 62:45 Minuten. Eine zweite Gruppe wird etwa eine Minute langsamer sein.“ Allerdings könnten die Wetterbedingungen herausfordernd sein. Obwohl es trocken bleibt, werden die Temperaturen zum Start um 9 Uhr morgens voraussichtlich knapp über dem Gefrierpunkt liegen. Ob der Streckenrekord von 2:05:08 Stunden angegriffen werden kann, bleibt daher abzuwarten. (Wetterschock: Marathon in Wien droht Kälte und Sturm)
Kein klarer Favorit – ein packender Wettkampf erwartet
Da es im Männerfeld keinen klaren Favoriten gibt, hoffen die Organisatoren auf einen packenden Kampf um den Sieg. Asbel Rutto und Justus Kangogo gelten als Läufer, die das Tempo bestimmen. Rutto stellte dies eindrucksvoll unter Beweis, als er im vergangenen Jahr in Rom mit einem Solo-Lauf den Streckenrekord brach und eine Bestzeit von 2:06:24 aufstellte. „Ich bin ein Frontrunner. Wenn du dich hinten hältst, kannst du das Rennen nicht gewinnen! Mein Ziel am Sonntag ist eine neue persönliche Bestzeit.“
Justus Kangogo, der 2019 in Berlin seine persönliche Bestzeit von 2:05:57 erreichte, begrüßte Ruttos Einstellung: „Ich bin ebenfalls ein Frontrunner, also werden wir zusammenarbeiten. Und nach dem Rennen werden wir feiern.“ Kangogo zeigte sich optimistisch: „Ich habe mir die Strecke auf der Website angesehen. Sie ist attraktiv, und wenn das Wetter mitspielt, hoffe ich auf eine neue Bestzeit.“
Hinter Douglas Chebii, der eine Bestzeit von 2:06:31 hält, rangiert Stanley Kurgat als Vierter der Startliste mit 2:07:05. Der 25-Jährige hat einen Vorteil: Er kennt die Strecke gut. „Ich war letztes Jahr in Wien als Tempomacher bis Kilometer 32 dabei. Dieses Mal laufe ich die vollen 42 Kilometer mit dem Ziel, meine Bestzeit zu unterbieten.“ Selbst wenn es kalt werde, sei ein starkes Rennen möglich, sagte er.
Geheimfavoriten und Marathon-Debütanten
Ein weiterer erfahrener Läufer ist Bernard Muia. Der Kenianer wurde im letzten Jahr in Wien Zweiter mit 2:10:42 Stunden. Im Herbst 2023 lief er seinen bisher besten Marathon und gewann in München mit 2:09:17. Neben Muia könnte auch Wisley Kibichii überraschen. Der Kenianer hat eine Halbmarathon-Bestzeit von 59:57 Minuten und gibt am Sonntag sein Marathon-Debüt.
Eliteläufer mit persönlichen Bestzeiten
- Justus Kangogo (KEN) – 2:05:57
- Asbel Rutto (KEN) – 2:06:24
- Douglas Chebii (KEN) – 2:06:31
- Stanley Kurgat (KEN) – 2:07:05
- Charles Ndiema (KEN) – 2:08:12
- Benard Kimeli (KEN) – 2:08:34
- Bernard Muia (KEN) – 2:09:17
- Mica Cheserek (KEN) – 2:09:26
- Kipsambu Kimakal (KEN) – 2:09:41
- Geoffrey Koech (KEN) – 2:10:12
- Haftamu Abadi (ETH) – 2:10:33
- Lemawork Ketema (AUT) – 2:10:44
- Gadisa Tajebe (ETH) – 2:11:02
- Edward Koonyo (KEN) – 2:11:24
- Evans Yego (KEN) – 2:12:56
- Henry Kichana (KEN) – 2:13:06
- Andreas Vojta (AUT) – 2:13:43
- Andrew Davies (GBR) – 2:14:23
- Daverso Ramos (PER) – 2:14:25
- Wisley Kibichii (KEN) – Debüt
- Mogos Tuemay (ETH) – Debüt

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