Was für ein Tag, was für ein Rennen – was für ein Swiss Trailrun Pilatus 2025!
Während das Thermometer unerbittlich gegen die 30-Grad-Marke kletterte, kämpften sich am Samstag, 14. Juni, nicht weniger als 448 Trailrunner den Luzerner Hausberg hoch. Und damit war es amtlich: Finisherrekord beim Swiss Trailrun Pilatus – das Feuer brannte nicht nur am Himmel, sondern auch in den Beinen der Teilnehmenden.
Vollgas statt Wanderschuhe: Trailrunning auf der Überholspur
Trailrunning ist längst kein Nischensport mehr – das bewies die siebte Austragung des Swiss Trailrun Pilatus eindrücklich. Rund 500 Startplätze – alle weg. Ausgebucht bis auf den letzten Chip! Was 2019 als kleines Gipfelstürmer-Treffen begann, hat sich zur hochalpinen Volksbewegung gemausert.
Die Strecke? Nicht für Zartbesaitete. In der Kategorie TRAIL standen knackige 8.5 Kilometer und 930 Höhenmeter auf dem Programm. Für die FUN-Läufer war’s mit 5.1 Kilometern und 430 Höhenmetern «nur» halb so wild – aber bei dieser Gluthitze war auch das kein Sonntagsspaziergang.

Zimmermann fliegt – Schmied dominiert
Den sportlichen Vogel abgeschossen hat Hannes Zimmermann vom STV Sempach. In sagenhaften 49:02 Minuten pflügte er von Kriens zur Drachenalp hoch – als wäre’s ein lockerer Feierabendlauf. Dahinter folgten Lucas Damalix (51:26) und Stefan Bächler (52:03), die zwar auch Tempo machten, aber gegen Zimmermanns Höllenritt den Kürzeren zogen.
Wichtiger Hinweis: Dieses Buch macht dich zum besseren Läufer
Bei den Frauen liess Franziska Schmied nichts anbrennen – wortwörtlich. In starken 60:24 Minuten legte sie die Konkurrenz auf Eis. Mira Irion schnappte sich Platz zwei mit 62:02 Minuten. Und dann das Sahnehäubchen des Tages: Vianne Graber und Viviann Häri teilten sich den dritten Rang – keine Ellbogen, kein Gezicke, sondern echte Sportsfrauen mit Stil.
Gluthitze und gute Laune – alles im Lot
So viele Höhenmeter, so viel Sonne – da könnte man meinen, der Sanitätsdienst hätte Hochbetrieb. Aber Fehlanzeige. „Wir hatten einen extrem ruhigen Tag – alle sind vernünftig gelaufen und haben sich gut vorbereitet“, hiess es von der medizinischen Front. Manchmal schreibt der Berg eben auch Geschichten ohne Dramen.

Auch Projektleiter Marco Scherer zeigte sich begeistert: „Wir durften im Ziel unzählige glückliche Gesichter empfangen. Die familiäre Atmosphäre am Pilatus und der grossartige Support von über 50 Volunteers werden von den Teilnehmenden sehr geschätzt.“
Und das Wetter? Ein Traum. „Der Trailrun fand bei strahlendem Sonnenschein statt und sorgte so für einen traumhaften Tag am Pilatus. Viele Läufer nutzten den Nachmittag, um sich auf der Fräkmüntegg zu entspannen und den Tag gemeinsam ausklingen zu lassen.“
Ausblick: Der Berg ruft weiter
Nach dem Trail ist vor dem Trail: Schon ab dem 1. Juli geht’s mit dem Swiss Verticalrun Pilatus in die nächste Runde. Diesmal auf 1'634 Höhenmetern – ganz individuell, ganz nach Lust und Laune. Von Alpnachstad bis zum Pilatus Kulm kann jeder seine persönliche Berglegende schreiben. Zeitmessung läuft – bis zum 26. Oktober. Kein Startnummernstress, kein Gedränge. Einfach du, der Berg und dein Puls.
Wer vom Swiss Trailrun Pilatus 2025 noch nicht genug hat, sollte sich den 13. Juni 2026 fett im Kalender eintragen. Denn dann steigt die achte Auflage. Und eines ist sicher: Dieser Lauf macht süchtig. Im besten Sinn.
Kommentar schreiben