Das zweite Teilstück der 4. SALOMON 4 TRAILS hatte es in sich.

Auf den 38 km und 2.225 HM von Ehrwald am Fuße der Zugspitze nach Imst im Gurgltal sorgten besonders die Downhills für eine echte Selektion im Feld. An der Spitze sieht alles nach einem Zweikampf zwischen dem Griechen Dimitris Theodorakakos und dem Spanier Iker Karrera hin.

Bei Halbzeit der SALOMON 4 TRAILS hat der extrem stark laufende Theodorakakos allerdings schon einen Vorsprung von 7:01 Minuten auf Karrera. Der drittplatzierte Mirco Berner dürfte mit einem Rückstand von mehr als 17 Minuten allerdings nichts mehr mit der Entscheidung zu tun haben. Bei den Frauen holte die Favoritin Nuria Picas zum großen Gegenschlag aus, nachdem sie am Vortag überraschend mit 10 Minuten Rückstand auf Tina Fischl ins Ziel kam.

Wahrscheinlich hatten einige Athleten die Schwierigkeiten der Strecke von Ehrwald nach Imst gehörig unterschätzt, zumal die als leichter geltende Alternativstrecke über das Marienbergjoch und den Tschirgantrücken gelaufen wurde. Der Grund waren die nicht gerade sommerlichen Witterungsbedingungen „Das war anstrengender als gedacht. Die Downhills waren technisch sehr anspruchsvoll. Ich hoffe, dass alle Teilnehmer gut ankommen“, zeigte sich Tagessieger Dimitris Theodorakakos von der Streckenführung beeindruckt. Was ihn allerdings nicht davon abhielt, auch auf dem zweiten Teilstück in 3:52:45 Std. den zweiten Start-Ziel-Sieg einzufahren. Erst vier Minuten nach dem 35-Jährigen aus dem Team Trailschuhe von Salomon">Salomon erreichte der Iberer Iker Karrera die Ziellinie in Imst. „Ich bin so schnell wie möglich gelaufen, konnte Dimitris aber nicht folgen“, erkannte der 40-Jährige aus Tolosa im Baskenland die Überlegenheit des Siegers an. Mit leichten Ermüdungserscheinungen kämpfte indes der erst 20-jährige Mirco Berner aus Kempten. „Die Etappe war um einiges härter als der Auftakttag. Bis zum Ende in Samnaun wird es noch echt hart“, wollte der Allgäuer noch keine wasserdichte Prognose abgeben.

Bei den Frauen holte die Spanierin Nuria Picas zum großen Gegenschlag aus und distanzierte ihre Konkurrentin Tina Fischl um 25 Minuten. „Das war heute die echte Nuria Picas. Zum Auftakt war ich nicht fit, habe mich nicht gut gefühlt, auch psychisch nicht“, erklärte die Spanierin ihre kleine Schwäche zu Beginn der SALOMON 4 TRAILS. Für die Bayerin Tina Fischl kam ihr zweiter Platz auf dem Weg nach Imst indes nicht überraschend: „Ich war vor dem Start richtig nervös, habe schlecht geschlafen, mit dem zweiten Platz bin ich absolut zufrieden. Nuria ist eben eine Weltklasse-Athletin mit viel Erfahrung. Für mich ist SALOMON 4 TRAILS der erste Mehrtage-Wettkampf überhaupt.“ Platz drei nach zwei Etappen nimmt die Tirolerin Katharina Zipser mit gut 34 Minuten Rückstand ein.

Keine Verschiebungen gab es dagegen bei der Kategorie Master Men. Hier führt weiter der Schweizer Iwan Schwarz vor dem Lichtensteiner Beat Lohner. Das gleiche Bild auch auch bei den Senior Master Men: Der Rosenheimer Armin Bernard führt mit komfortablen 18 Minuten Vorsprung auf den Schweizer Beat Bieri und Trail-Legende Hans Hörmann. Der Rosenheimer präsentierte sich nach seinem Einbruch auf dem Schlussteil der ersten Etappe aber wieder gut erholt und verteidigte Platz 3 in seiner Kategorie.

Einen souveränen Eindruck hinterließ erneut die Münchnerin Eva Färberböck in der Kategorie Master  Women. Mit fast 35 Minuten führt sie die Wertung vor Uta Jurkschat (Schmiedefeld) an.

Am Freitag wartet mit dem 3. Teilstück der SALOMON 4 TRAILS von Imst nach Landeck mit 31,10 km und 1828 HM die kürzeste Etappe. Dennoch könnte auf der 2512 m hohen Glanderspitze eine Vorentscheidung fallen.

Fotos Kelvin Trautman (2), www.wisthaler.com (2), Klaus Fengler (3)


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