Sierre-Zinal 2025
Sierre-Zinal 2025 (Foto: GTWS; Mathis Decroux)
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Doppelsieg und Hochspannung beim legendären Sierre-Zinal 2025

In Zinal, tief im Herzen der Schweizer Alpen, wurden beim legendären Sierre-Zinal einmal mehr Geschichten für die Ewigkeit geschrieben.

Zwei Athleten stachen dabei heraus: Philemon Kiriago und Joyline Chepngeno. Beide aus Kenia, beide schon einmal siegreich – und nun zum zweiten Mal ganz oben auf dem Podest. Mit dieser Leistung setzen sie ihren Namen noch tiefer in das Gedächtnis dieser prestigeträchtigen Veranstaltung, die als eine der wichtigsten Stationen der Golden Trail World Series gilt.

Ein Männerrennen unter Hochspannung

Schon nach dem Startschuss wurde klar: Bei Sierre-Zinal gibt es keinen Raum für Abwarten. Nach nur einem Kilometer Asphalt begann der brutale Anstieg Richtung Ponchette – über 1.300 Höhenmeter auf den ersten acht Kilometern. Kiriago setzte sofort ein schnelles Tempo, doch Lokalmatador Adrien Briffod und Josphat Kiprotich ließen sich nicht abschütteln. Briffod, ehemaliger Triathlet, erreichte als Erster die härteste Passage, dicht gefolgt von Kiriago, Kibett, Rolli und Kiprotich.

Es folgte der berüchtigte „Fast & Furious“-Abschnitt – technisch, schnell, fordernd. Briffod hielt lange stand, während hinter ihm die kenianische Verfolgergruppe immer näherkam. Kurz vor dem höchsten Punkt der Strecke schlug Kiriago zu, übernahm die Führung und gab sie nicht mehr her. Auf dem Downhill ins Ziel konnte nur Patrick Kipngeno noch einmal leicht aufholen. Doch der doppelte Sieger von Sierre-Zinal brachte seinen Vorsprung souverän ins Ziel. Michael S. Saoli komplettierte das Podium, Briffod und Paul Machoka folgten auf Rang vier und fünf.

Sierre-Zinal 2025

Am Ende sagte Kiriago: „Ich bin sehr glücklich, Sierre-Zinal erneut zu gewinnen. Mein Traum ist es, hier fünf Siege zu holen, bevor ich mich auf andere große Rennen konzentriere.“

Chepngeno verteidigt ihren Titel

Im Frauenfeld bestimmte zunächst Caroline Kimutai das Geschehen. Am steilen Aufstieg nach Ponchette konnte sie sich von der Konkurrenz absetzen, doch bald rückten Laura Hottenrott und Titelverteidigerin Chepngeno näher. Nach zwölf Kilometern, bei Chandolin, setzte Chepngeno zur Attacke an – und von diesem Moment an war klar, dass sie auch 2025 den Sieg holen würde.

Sierre-Zinal 2025

Mit über einer Minute Vorsprung erreichte sie den höchsten Punkt bei Nava, baute den Abstand auf drei Minuten zu Hottenrott aus und hielt diesen Vorsprung bis ins Ziel. Dahinter kämpften Kimutai, Mathys und Schide um die weiteren Podestplätze. Chepngeno selbst zeigte sich überrascht: „Ich habe nicht erwartet, dieses Rennen zu gewinnen.“

Die Top-Ergebnisse

Männer: 1. Philemon Kiriago (2:28:32), 2. Patrick Kipngeno (2:29:09), 3. Michael S. Saoli (2:29:15), 4. Adrien Briffod, 5. Paul Machoka

Frauen: 1. Joyline Chepngeno (2:54:50), 2. Caroline Kimutai (2:55:34), 3. Katie Schide (2:58:32), 4. Maude Mathys, 5. Oria Liaci

Spannung vor dem großen Finale

Nach einer Saison mit Stationen in Asien, Europa und Amerika endet die reguläre GTWS-Saison 2025 mit dem Sierre-Zinal. Der letzte und entscheidende Wettkampf steigt vom 9. bis 12. Oktober beim Ledro Sky Trentino Grand Finale. Dort gibt es nicht nur ein Zeitfahr-Prolog, sondern auch doppelte Punkte – und Männer und Frauen starten an unterschiedlichen Tagen. Die Gesamtwertung ist noch völlig offen: Bei den Männern führt Elhousine Elazzaoui knapp vor Kipngeno und Kiriago, bei den Frauen hat Madalina Florea die Nase vorn. Alles deutet auf ein spektakuläres Finale hin.

Sierre-Zinal: Alle Informationen

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