Am 19. April fällt in Japan der Startschuss für die Golden Trail World Series 2025 – eine Saison, die internationaler, technischer und aufregender wird als je zuvor.
Neun Rennen auf ikonischen Strecken rund um den Globus fordern die besten Trailrunner der Welt heraus. Dabei stehen Spektakel, Strategie und Nachhaltigkeit im Fokus.
Kobe, eingebettet in die bergige Landschaft des „Landes der aufgehenden Sonne“, bildet den Ausgangspunkt eines Circuits, der sportliche Höchstleistung mit kultureller Vielfalt verbindet. Von Asien über Europa bis nach Amerika entfaltet sich mit jeder Etappe eine epische Geschichte aus Kampfgeist, Ausdauer und globaler Trailrunning-Leidenschaft.
Eine Strecke mit Wucht – technisch, strategisch, einzigartig
Mit 21,3 Kilometern und satten 2.100 Höhenmetern gehört der Kobe TrailKobe Trail zu den technisch anspruchsvollsten und körperlich forderndsten Strecken der GTWS. Doch nicht nur der Schwierigkeitsgrad macht diese Route besonders: Sie beginnt mit einem rasanten Abstieg – ein taktisches Element, das den Athleten alles abverlangt und von Beginn an für brennende Oberschenkel sorgt.
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Der Streckenverlauf gleicht einer Blume – mehrere Schleifen erleichtern die Logistik und ermöglichen es Fans vor Ort und online, das Rennen hautnah zu verfolgen. Eingebettet in die kulturelle Tiefe und natürliche Schönheit von Kobe, wird dieses Event zu einem Erlebnis, das Trailrunning und japanische Tradition in einzigartiger Weise vereint.
Ein Blick auf die Siegerzeiten von 2024 spricht Bände: 2:22:17 für Patrick Kipngeno und 2:52:08 für Maude Mathys.
Das Männerfeld: Elite, Lokalmatadoren und junge Talente
Patrick Kipngeno (Kenia – Sky Runners Kenya) ist der klare Favorit. Der Vorjahressieger stellte mit 2:22:17 eine fulminante Bestzeit auf und zeigte dabei technisches Feingefühl und taktische Finesse. Der Kenianer, aktuell führend in den UTMB- und ITRA-Rankings, glänzte 2024 mit einem Sieg in Four Sisters (China) und wurde Zweiter in der GTWS-Gesamtwertung.
Sylvain Cachard (Frankreich – Hoka) bringt eine beeindruckende Kombination aus Geschwindigkeit und technischer Finesse mit. Der Europameister im klassischen Berglauf von 2022 belegte 2023 Platz vier bei Sierre-Zinal und siegte unter anderem beim Skyrace des Matheysins.

Philemon Kiriago (Kenia – Sky Runners Kenya) erreichte 2024 den vierten Gesamtrang der Serie. Mit Podiumsplätzen bei Headlands (USA) und dem Mammoth Trail Fest hat er seinen Platz in der Weltspitze gesichert.
Daniel Pattis (Italien – Brooks) zeigte eine konstante 2024-Saison und landete in der Endabrechnung auf Rang fünf. Besonders auf technischen Kursen fühlt sich der Südtiroler wohl.
Für heimische Begeisterung sorgen Omi Ryo Ryunosuke (Salomon) und Ruy Ueda (Ueda Team). Ryunosuke gilt als explosiver Kurzdistanzläufer, während Ueda zu den bekanntesten Namen im japanischen Trailrunning gehört.
Spannend wird auch der Auftritt der jungen Wilden: Fabián Venero (Spanien – Salomon), Diego Menéndez (Spanien – Asics) und Iu Net (Spanien – La Sportiva) treten mit viel Potenzial und Ambition an.
Das Frauenfeld: Titelverteidigerin, Herausforderinnen und Lokalheldinnen
Joyce Muthoni Njeru (Kenia – NNormal) ist die amtierende GTWS-Gesamtsiegerin. Obwohl sie auf technischen Kursen weniger stark ist, erreichte sie 2024 in Kobe einen soliden vierten Platz (2:59:41).
Sara Alonso (Spanien – Asics) wurde 2024 mit 2:58:34 Zweite in Kobe. Die Kombination aus Kraft und Technik macht sie zur Topfavoritin in dieser Saison.
Mădălina Florea (Rumänien – Scott) trainierte vor der Saison auf Höhe in Kenia. Ihre Konstanz – u. a. Rang sechs im GTWS-Gesamtranking und Platz drei bei Sierre-Zinal – macht sie brandgefährlich.
Malen Osa (Spanien – Salomon) gehört mit nur 22 Jahren schon zur Weltelite. Ihre Leistungen 2024 – Platz drei in der Gesamtwertung und Rang fünf in Kobe – untermauern das eindrucksvoll.
Das Heimspiel bestreiten Takako Takamura (NNormal) und Honoka Akiyama. Sie tragen die Hoffnungen Japans – in einem Rennen, das wie kein anderes die Essenz des japanischen Trailrunning verkörpert.
Startzeiten und Übertragung
Das Rennen findet am Samstag, den 19. April statt:

- Frauen: 13:05 Uhr Ortszeit (JST) / 06:05 Uhr CET / 21:05 Uhr PDT (Freitag)
- Männer: 13:35 Uhr Ortszeit (JST) / 06:35 Uhr CET / 21:35 Uhr PDT (Freitag)
Beide Rennen führen über dieselbe, hochanspruchsvolle Strecke. Live-Updates, Videos, Zwischenzeiten und Highlights gibt es wie gewohnt über die sozialen Medien der GTWS. Später werden Zusammenfassungen in über 100 Ländern gezeigt – auf Eurosport, Max / HBO Max, discovery+ oder TNT Sports.
Kobe: Tradition trifft Moderne
In Kobe wird Trailrunning zu einem spirituellen Erlebnis. Die Stadt in der Kansai-Region verbindet Naturverbundenheit mit urbanem Leben. Seit der Meiji-Restauration ein Ort des internationalen Austauschs, ist Kobe heute ein kulturelles Mosaik aus Ost und West, geprägt von westlich beeinflusster Architektur und historischen Vierteln.
Die Berge, die die Stadt umgeben, gelten als heilige Orte – ein passender Ort für den Auftakt einer globalen Trailrunning-Serie.
GTWS 2025: Neue Partnerschaft, neue Vision
Salomon und Warner Bros. Discovery Sports Europe haben eine strategische Allianz geschlossen, um die GTWS international weiter zu stärken. Die Partnerschaft umfasst Produktion, Verbreitung, digitale Vermarktung und die Akquise neuer Sponsoren.
Ein neues CSR-Programm wurde angekündigt, dessen Details beim Grand Final veröffentlicht werden. Zudem präsentiert sich die Serie in einer überarbeiteten, energiegeladenen visuellen Identität – so dynamisch wie der Sport selbst.
Der Rennkalender 2025
- 19. April – Kobe Trail – 21,3 km / 2.109 Hm – Kobe, Japan
- 26. April – Jinshanling Great Wall Trail Race – 24,2 km / 1.489 Hm – Chengde, China
- 17. Mai – Il Golfo dell’Isola Trail – 26 km / 1.400 Hm – Noli, Italien
- 25. Mai – Zegama-Aizkorri – 42 km / 2.736 Hm – Zegama, Spanien
- 22. Juni – Broken Arrow Skyrace – 21,7 km / 1.433 Hm – Olympic Valley, USA
- 29. Juni – Tepec Trail – 32 km / 1.800 Hm – Huasca de Ocampo, Mexiko
- 2. August – Salomon Pitz Alpine Glacier Trail – 23,5 km / 1.700 Hm – Pitztal, Österreich
- 9. August – Sierre-Zinal – 31 km / 2.200 Hm – Sierre, Schweiz
- Oktober – Grand Final – Valle di Ledro, Garda Trentino

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