Mustang Mountain Trail Race
Mustang Mountain Trail Race (Foto: © Sagar Acharya)
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Mustang Trail Race – glorreiche Tage im Outdoor-Office

„Stoppe das Rennen! Es wäre verrückt, an antiken Denkmälern vorbeizulaufen, oder? Was ist mit Check-in Check-out Kontrollpunkten? Während des Mustang Trail Race kannst du die Zeit anhalten und den Moment genießen: Betrete ein 800 Jahre altes Kloster, erkunde eine Höhle… Nimm dir so viel Zeit, wie du möchtest, geh anschließend zum Kontrollpunkt, erst dann wird die Laufzeit erneut gestartet. Wir machen das auf den Etappen 2 und 3 und zweimal während der vierten Etappe. Wird es dadurch schwieriger? Probiere es aus“.

Eine verlockende Einladung, die seit 12 Jahren Dutzende Abenteurer aus allen Kontinenten zum Mustang Trail Race zieht. 170 km in 8 Tagesetappen durch die Hochwüste von Mustang in Zentralnepal stehen auf dem Stundenplan, alles in Höhen zwischen 3000 und 4300 Metern, die Schlafhöhe im Schnitt bei 3500 Metern, unzählige Up- und Downhills inklusive. Das Hochland von Mustang ist ein Mix aus Grand Canyon und Death Valley, mit einem Schuss Bryce Canyon und einer Prise Wadi Rum.

Ja, verdammt anspruchsvoll! Aber: sämtliche Etappen moderate 15 bis 27 km, kein knie brechender Marathon oder Ultra, weder Stress mit Zeitlimit noch schweres „Kampfgepäck“ auf dem Buckel. Die Teilnahmegebühr von US-$ 3850.- beinhaltet so gut wie ALLES, vom Airportshuttle bei der Ankunft in Kathmandu, bis zum Heimflug. Dabei auch 4 Inlandsflüge und das Permit für Mustang (immerhin US-$ 500.- pro Person für 10 Tage!), alle Transfers, Vollpension, Unterkunft in Hotels und Lodgen, Gepäcktransport. Eine Laufexpedition für Ultragenießer durch das mystische und geheimnisvolle ehemalige Königreich Mustang, das noch bis 1992 für Ausländer gesperrt war. Seit 12 Jahren organisiert Richard Bull, gebürtiger Brite, Zeitweise in Kathmandu lebend, äußerst erfolgreich Abenteuerläufe im Himalaya abseits der ausgetretenen Pfade. Das Erfolgsrezept fußt auf mehreren Säulen. Neben perfekter Organisation bietet es ein „Rundum Sorglos Paket“, so dass sich die Teilnehmer voll und ganz auf das Laufen durch und entdecken dieser bizarren Landschaft konzentrieren können. Ein erfahrener Expeditionsarzt begleitet die Tour. Ebenfalls eine komplette Küchencrew, die hygienisch einwandfreie Zubereitung der Speisen garantiert. Auch das Krisenmanagement funktioniert einwandfrei. Läufer die unter Höhenkrankheit leiden werden mit Jeeps schnell in tiefere Lagen verbracht. Mit trockenem britischen Humor moderiert der Renndirektor das tägliche Briefing, seine perfekt eingespielte Mannschaft lässt keine Wünsche offen. So entsteht in kürzester Zeit ein familiäres Flair. Zudem ermöglicht es Bull, durch eine ausgewogene Mischkalkulation und unter Beteiligung von Sponsoren, bis zu 6 Einheimische Topathleten pro Rennen einzuladen.

Mustang wurde um 1400 als unabhängiges buddhistisches Königreich gegründet und war durch Sprache und Kultur eng an Tibet gebunden, an das es südwestlich angrenzt. Geprägt wird es durch den Kali Gandaki Fluss, der einst die Haupthandelsroute zwischen Tibet und Indien war. Die 4. Etappe des Mustang Trail Race führt bis 7 km vor die tibetische Grenze, die allerdings geschlossen ist. Hier im Regenschatten des Himalaya herrscht ein einzigartiges, wüstenhaftes, kahles und extrem trockenes Klima vor. Die Erosion hat vielfältige Nadeln und Felsformationen aus den Hängen des Kali Gandaki entstehen lassen, die in bunten Ockertönen strahlen. Die faszinierende Landschaft wird eingerahmt von Schnee- und Eisriesen, die von den 3 Achttausendern Dhaulagiri, Annapurna und Manaslu dominiert werden. Bei jeder einzelnen Etappe taucht eines dieser majestätischen Eismonster früher oder später vor stahlblauem Firmament am Horizont auf. Vor allem nach stundenlangem Aufstieg auf einen der 4000 Meter hohen Pässe wird man von der Wucht und Ästhetik dieser Berge schier erschlagen!

Die Bewohner im Hochland von Mustang führen ein entbehrungsreiches Leben unter rauen Bedingungen, wo sogar die Vegetation ums überleben kämpft. Viele Dörfer sind erst vor ein paar Jahren an das Stromnetz angeschlossen worden. Doch die weiten windumtosten Hochebenen in denen man kaum einem Menschen begegnet, primitive Siedlungen, uralte Klöster und Höhlensiedlungen, berauschende geologische Formationen und ein atemberaubendes Landschaftskino bieten eine Ursprünglichkeit, wie man sie heutzutage kaum noch findet. Ein exotischer, verlorener Horizont – vielleicht der wahre Ort von Shangri-La? All diese Geheimnisse sind nur einen Klick entfernt:

www.mustangtrailrace.com

Das nächste Rennen findet vom 28.3.-9.4.2026 statt.

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