Pitz Alpine Glacier Trail
Foto © Philipp Reiter
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Salomon Pitz Alpine Glacier Trail: Tirol wird Trail-Tempel

Ein Feuerwerk aus Fels, Schweiß und Höhenmeter

Wenn am Samstag im idyllischen Mandarfen der Startschuss zum Salomon Pitz Alpine Glacier Trail fällt, dann bebt nicht nur der Gletscher – dann wird Tirol zum Schauplatz der Golden Trail World Series. Zum allerersten Mal macht die weltweit prestigeträchtigste Trailrunning-Serie Halt in Österreich. Und das nicht irgendwo, sondern im wilden, rauen und herrlich unbändigen Pitztal.

"So technisch, so hochalpin, so gnadenlos schön – das ist kein Lauf für Schönwetterhelden!" So könnte man den Salomon Pitz Alpine Glacier Trail wohl am besten beschreiben. Auf 23 Kilometern und mit knackigen 1.700 Höhenmetern müssen die Athleten alles auspacken: Speed, Technik, Bergbeine und stählerne Nerven.

Drei Runden, ein Ziel: Mandarfen zurückerobern

Die Strecke folgt einem Blumenmuster – nein, nicht weil sie romantisch wäre, sondern damit die Zuschauer die Läufer besser im Blick behalten können. Loop 1 ist mit 5 Kilometern und 120 Höhenmetern der "gemütliche" Einstieg Richtung Taschachalpe. Dann aber zieht die Strecke die Zähne: Loop 2 ist ein technisches Biest. 13 Kilometer, 1.300 Höhenmeter, 30% Steigung im Hirschtal und ein Anstieg zum Grubenkopf, bei dem selbst Gämse Schnappatmung bekommen. Loop 3? Ein irrer Downhill zurück ins Herz von Mandarfen – ein Finale für Adrenalinjunkies.

Wer zerreißt die Konkurrenz im Pitztal?

Im Herrenfeld wird’s spannend: Ohne den Serienleader Elhousine Elazzaoui ist das Podium offen wie ein Gipfelbuch im Sturm. Favorit Nummer 1: Patrick Kipngeno aus Kenia, der bei fast jedem GTWS-Rennen entweder siegt oder zumindest aufs Podium knallt. Direkt auf seinen Fersen: Christian Allen aus den USA, der in China bewiesen hat, dass er auch auf losem Geröll mehr als nur mithalten kann.

Pitz Alpine Glacier Trail

Auch Cesare Maestri aus Italien, nach Verletzungspause wieder im Renntempo, will’s wissen. Und Timothy Kibett bringt frische Beine und gute Laune aus dem Trainingslager mit. „Ich fühl mich bereit und bin supermotiviert für die kommenden Rennen“, ließ er über Social Media wissen.

Stark vertreten ist auch das heimische Lager mit Manuel Innehofer, der die Strecke aus dem Effeff kennt und 2024 bereits den Sieg holte. Dazu gesellen sich klangvolle Namen wie Roberto Delorenzi, Michael Selelo Saoli, Richard Omaya Atuya, Lorenzo Beltrami und Robert Pkemoi Motayango.

Frauenpower auf alpinem Boden

Das Damenrennen? Ein Pulverfass mit Zündschnur! Caroline Kimutai hat ihr Debüt in der GTWS mit einem Sieg in China vergoldet und will auch im Pitztal ganz oben stehen. Die junge Faith Kiplagat bringt frischen Schwung aus Chamonix mit – das Siegerlächeln vom Marathon du Mont Blanc ist noch nicht ganz getrocknet.

Malen Osa aus Spanien schielt auf wertvolle Punkte fürs Gesamtklassement. Und Naomi Lang aus UK – technisch stark, mental stabil – könnte zur Überraschung des Rennens werden, wenn sie die schnellen Passagen souverän meistert. Dazu kommen Philaries Jeruto Kisang, Rosa Lara Feliu, Takako Takamura und Krystina Cerna aus Österreich – die Jagd auf den Sieg ist eröffnet.

TV, Gletschereis und Tiroler Herzblut

Für alle Daheimgebliebenen gibt’s den Salomon Pitz Alpine Glacier Trail live auf Eurosport, Discovery+, HBO Max, TNT Sports, ServusTV, LN24 und Flotrack. Um 11:30 Uhr startet das Frauenrennen, 15 Minuten später die Männer. Wer also sehen will, wie sich internationale Topstars mit Tiroler Gletscherkanten duellieren – einschalten!

Das Pitztal selbst zeigt sich an diesem Wochenende von seiner besten Seite: 3.000er, Almhütten, Bergseen, Klettersteige – hier fühlt sich auch der Trailrunning-Zuschauer wie im Himmel. Und wer nach dem Rennen noch Energie hat, kann selbst auf einem der 380 Wanderkilometer die Wadln zum Glühen bringen.

Der Salomon Pitz Alpine Glacier Trail – ein Fest für die Sinne, ein Test für die Beine und ein Erlebnis für die Ewigkeit.

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