In Arosa hat der 22. Swiss Snow Walk & Run am Samstag wieder gezeigt, wie vielfältig Berglauf sein kann.
Zwischen winterlicher Kulisse, lachenden Irinnen und Iren und einem Ex-Mister Schweiz entwickelte sich ein buntes Teilnehmerfeld voller Emotionen, Power und Humor. Wer dachte, dass ohne Gipfelziel die Motivation leiden würde, wurde eines Besseren belehrt.
Irland erobert den Alpenraum
Die rund 100-köpfige Delegation aus Irland war laut, sichtbar und herzlich – eine echte Show! Nach dem offiziellen Warm-up machte der Good Glow Run Club sein eigenes Aufwärmprogramm und brachte die Stimmung auf den Siedepunkt. Im Vergleich zum Vorjahr war die Gruppe doppelt so groß. Zurück auf der Grünen Insel schwärmten die Teilnehmer auf Social Media und in persönlichen Gesprächen so begeistert, dass Organisatoren Jamie und Georgie Crawford nun mit doppelter Nachfrage rechnen.

Auch im Start-/Zielbereich sorgten die Irinnen und Iren wieder für eine unvergleichliche Atmosphäre. Mit fast 800 Teilnehmenden bildeten sie die größte internationale Delegation. Die Deutsche Vertretung war exakt ein Drittel kleiner. Auf der längsten Distanz triumphierte Andreas Meindl aus München, während die anderen Siegerinnen und Sieger aus der Schweiz stammten: Berner Oberland, Domleschg, Innerschweiz sowie Basel und Zürich.
Instagram macht den Sieger
Andreas Meindl war ein doppelter Gewinner: Er hatte seinen Startplatz bei einer Instagram-Verlosung des Swissalpine in Flims gewonnen. „Dies ist ein richtig toller Anlass“, schwärmte Meindl nach dem Rennen. Über die wegen Schneeverhältnissen auf etwa 14 Kilometer verkürzte Strecke S16 übernahm er erst nach rund zwei Dritteln die Führung und ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen.
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Auch der ehemalige Mister Schweiz von 2009, André Reithebuch, zeigte Kampfgeist. Ursprünglich für den S11 gemeldet, wurde er auf den S16 umgestellt und erreichte die sechstschnellste Zeit. „Weil es kurz nach dem Start aufwärts ging, fühlte ich mich sogleich im Element“, erklärte der Glarner stolz. Ähnlich erging es Regula Gebelein aus Gams, die gemeinsam mit ihren Töchtern Anita und Ursina die längste Strecke absolvierte. „Ein Gipfel als Ziel ist immer reizvoll“, sagte sie – doch der S16 überraschte mit seinen flacheren Abschnitten.
Sprintduelle und Geburtstagsfeiern
Während viele den Lauf genossen, gab es auf den letzten Metern harte Sprintduelle. Theo Dürig aus Thurgau, frisch 70, nahm die Szene mit einem Lächeln hin: „Das ist ein Sieg über mich selber“, erklärte er nach dem S4-Ziel. Ebenso Grund zum Strahlen hatten Olaf Zilkens aus Zürich, der am S8 seinen 50. Geburtstag feierte, Dunja Baltensweiler aus Widnau und Niamh Ryan aus Dublin. Die irische Delegation versammelte sich nach allen Zielankünften erneut für ein Gruppenfoto – und skandierte zum Abschluss wie gewohnt Olé, olé, olé!

Ranglisten Swiss Snow Walk & Run Arosa 2026
S16
Männer:
- Andreas Meindl (D-München) – 1:09:58
- Michael Alexander Flückiger (Andwil) – +0:19
- Hansueli Frei (Waldstatt) – +4:11
Frauen:
- Andrea Vlasakova (Aeschi bei Spiez) – 1:19:21
- Nina Gujan (Trin Mulin) – +2:58
- Lae Stäuble (Lachen SZ) – +5:53
S8
Männer:
- Thomas Bürgi (Goldau) – 49:07
- Nikita Grunski (Landquart) – +3:08
- Hans Brun (Horgen) – +3:09
Frauen:
- Deborah Itin (Paspels) – 51:33
- Malu Gaggioli (Braunau) – +0:10
- Sabrina Degonda (Rabius) – +0:13
S4
Männer:
- Yves Lütscher (Zürich) – 27:42
- Andrej Cousin (Zürich) – +0:01
- Rick Wüthrich (Recherswil) – +1:57
Frauen:
- Leona Turi (Basel) – 25:48
- Sandra Loosli (Langnau i.E.) – +10:08
- Yuliya Koch (Aarburg) – +10:42
Der 22. Swiss Snow Walk & Run zeigte erneut, dass Berglauf mehr ist als Höhenmeter – es ist ein Mix aus Freude, Gemeinschaft, sportlicher Herausforderung und einem Hauch irischer Lebenslust.
Alle wichtigen Informationen zum Swiss Snow Walk & Run Arosa
Fotos: © Swiss Snow Walk & Run/Remo Vettori
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