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Bereits im Vorfeld des Rennens war klar, dass die 21. Austragung des IRONMAN Austria-Kärnten eine ganz Besondere werden würde.

Mit der 180km Radstrecke, dem neuen Finish Line Set Up und dem verlängerten Rolling Start beim Schwimmen hat sich das Event wieder einmal selber übertroffen. Neben den Streckenneuerungen wurde bei den Männern ein spannender Kampf um den Sieg erwartet, währenddem bei den Frauen alle Augen auf Daniela Ryf gerichtet waren.

Engagierte Leistung nicht belohnt

Bei angenehmen Temperaturen starteten die Profi-Männer um 06:30 ins Wettkampfgeschehen und machten sich auf, die 3.8 Kilometer im wunderschönen Wörthersee sowie dem stimmungsvollen Lendkanal zu absolvieren. Der Deutsche Lukasz Wojt liess seinen Worten Taten folgen und kam standesgemäss als erster aus dem Wasser, mit 1:32 Vorsprung auf Daniel Bækkegård. Der Däne zählte trotz seinem kürzlichen Sieg beim IRONMAN 70.3 Lahti nicht zum engeren Favoritenkreis, machte jedoch Wojt das Leben auf der Radstrecke schwer und lag nach 121km nur drei Sekunden hinter dem 37-jährigen Deutschen. Letzterer konnte jedoch noch einmal einen Gang höher schalten und holte in den verbleibenden 60km noch knapp drei Minuten auf Bækkegård hinaus - es sah also wieder mehr nach einem Start-Ziel Sieg aus. Hinter den beiden kam es immer wieder zu Positionswechseln, wobei sich der Belgier Stenn Goetstouwers, der Slowene David Plese und natürlich der Österreicher Paul Reitmayr in eine guten Ausgangslage für das Laufen gebracht hatten. Ganze vorne an der Spitze zeigte sich relativ bald, dass Wojt sein Pulver bereits verschossen hatte - Bækkegård machte immer mehr Zeit gut, zog nach rund 16km an Wojt vorbei und holte sich in 08:14:26 seinen ersten IRONMAN-Sieg. Hinter ihm wurde Wojt für seine engagierte Leistung beim Schwimmen und auf dem Bike nicht belohnt und wurde noch von Goetstouwers und Plese überholt.

Ryf souverän

Letztmals 2013 in Kärnten beim 5150 Klagenfurt am Start, kehrte Ryf heuer als vierfache IRONMAN- und IRONMAN 70.3 Weltmeisterin nach Klagenfurt zurück. Ihrem Status als haushohe Favoritin wurde sie vollkommen gerecht und dominierte vom Anfang bis am Ende. Mit der Zeit von 08:52:20 lief sie als Siegerin in der Ironcity ein und konnte sich zurecht feiern lassen - denn gleich beim ersten Mal holte sie sich den Radstreckenrekord und bescherte der neuen Radstrecke damit mehr als nur einen Einstand nach Maß. Hinter Ryf zeigte jedoch auch Bianca Steurer ein hervorragendes Rennen und holte sich vor heimischen Publikum den 2. Platz und damit den Slot für die 2019 Vega IRONMAN World Championship auf Kailua-Kona, Hawaii. Auf dem dritten Platz klassierte sich die Finnen Haini Hartikainen.

Spielverderber Wetter

Die Ironcity musste aufgrund von starken Windböen anfangs Nachmittag kurzfristig evakuiert werden - die Sichherheit der Athleten war jedoch trotz starken Regengschauers zu keiner Zeit gefährdet, weshalb das Rennen fortgesetzt werden konnte. Zum Finish der beiden Sieger gesellten sich wieder zahlreiche Zuschauer zur Finish Line auf und gaben einmal mehr die weltberühmte Stimmung zum Besten.

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