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Die wichtigste und bekannteste Triathlonveranstaltung der Welt - der IRONMAN Hawaii - wurde heute zum mittlerweile 42. Mal ausgetragen.

3.000 Triathleten und Triathletinnen hatten sich für die älteste IRONMAN-Veranstaltung der Welt qualifiziert, die zudem auch die IRONMAN World Championships sind.

Seriensiegerin Daniela Ryf

Die malerisch schöne, aber auch brutal anstrengende Strecke im und entlang des Pazifiks, ist ein weiteres Merkmal, das den IRONMAN in Kailua-Kona so bekannt macht. In den letzten Jahren hat sich der IRONMAN zudem zur Dominanz der deutschsprachigen Triathleten entwickelt. Denn seit 2014 gewannen bei den Herren nur Athleten aus Deutschland das Rennen. Bei den Damen ist die Schweizerin Daniela Ryf seit 2015 ungeschlagen. Ryf war damit die erste Triathletin überhaupt, die den IRONMAN auf Hawaii vier Mal in Serie gewann. Doch Rekordsiegerin ist sie damit noch lange nicht. Denn die US-Triathletin Paula Newby-Fraser gewann zwischen 1986 und 1996 sogar acht Mal. Auch Ryfs Landsfrau Natascha Badmann feierte bereits mehr Siege, sie gewann von 1998 bis 2005 sechs Mal.

Deutsche Dominanz

Bei den Herren sind Dave Scott und Mark Allen mit jeweils sechs Triumphen die Rekordsieger. Daran wird sich auch in nächster Zeit nicht viel ändern. Denn im Gegensatz zur Dominanz von Daniela Ryf bei den Damen, ist der IRONMAN bei den Herren in den letzten Jahren stets heiß umkämpft gewesen. Nachdem 2014 Sebastian Kienle für den ersten deutschen Sieg seit 2006 sorgte, triumphierte 2015 und 2016 Jan Frodeno zwei Mal, ehe in den letzten zwei Jahren Patrick Lange der Mann am obersten Podest war. Gewinnt Lange auch 2019, wäre er der erste Triathlet seit Mark Allen, der drei IRONMAN-Siege in Serie feierte. Mark Allen gelang dies von 1989 bis 1993 sogar fünf Mal in Serie.

Deutsche Siege

2019 gab es dank Jan Frodeno und Anne Haug sogar erstmals bei den Herren und bei den Damen einen Triumph für Deutschland. Die letzte Nation, die bei einer Austragung des IRONMAN Hawaii für beide Geschlechter den Titel holte, war zuvor Australien im Jahr 2010 mit Chris McCormack und Mirinda Carfrae.

Jan Frodeno triumphierte nach 7:51:13 Stunden mit neuem Streckenrekord. Für ihn war es nach 2015 und 2016 der 3. Sieg auf Hawaii. Damit verlängerte sich die Siegesserie bei den deutschen Herren auf 6. Hawaii-Titel in Serie. Ein Kunststück das zuletzt ebenfalls Australien gelang, die von 2007 bis 2012 bei den Männern ungeschlagen blieben. Erstmals auf das Hawaii-Podest schaffte es der US-Athlet Tim O'Donnell, der mit 7:59:40 Stunden ebenfalls unter acht Stunden blieb. Das Podium komplettierte 2014-Sieger Sebastian Kienle. Der Österreicher Michael Weiss schaffte als 13. nicht die erhoffte Top-5 Platzierung.

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Anne Haug mit historischem Erfolg

Anne Haug erreichte nach 8:40:10 Stunden als erste Dame das Ziel. Damit ist sie beim IRONMAN Hawaii die erste Siegerin aus Deutschland. Nach der Radstrecke lag sie noch hinter der Britin Lucy Charles-Barclay und ihrer deutschen Landsfrau Daniela Bleymehl auf Rang 3. Doch Haug verwandelte mit einem beeindruckenden Marathonlauf acht Minuten Rückstand in über sechs Minuten Vorsprung auf Charles-Barclay, die Platz 2 vor der Australierin Sarah Crowley rettete. Auf Platz 4 landete mit Laura Philipp eine weitere Triathletin aus dem starken deutschen Team. Beste Österreicherin war auf Rang 30 Bianca Steurer. Topfavoritin und Seriensiegerin Daniela Ryf belegte nur den 13. Platz.

Ergebnisse Ironman Hawaii 2019 - Herren

RangNameZeit
1 Jan Frodeno 7:51:13
2 Tim O'Donnell 7:59:41
3 Sebastian Kienle 8:02:04
4 Ben Hoffman 8:02:52
5 Cameron Wurf 8:06:41
6 Joe Skipper 8:07:46
7 Braden Currie 8:08:48
8 Philipp Koutny 8:10:29
9 Bart Aernouts 8:12:27
10 Chris Leiferman 8:13:37
11 Jan Van Berkel 8:15:19
12 Tim Reed 8:17:37
13 Michael Weiss 8:18:02
14 Andy Potts 8:19:30
15 Daniel Bakkegard 8:19:38

Ergebnisse Ironman Hawaii 2019 - Damen

RangNameZeit
1 Anne Haug 8:40:10
2 Lucy Charles-Barclay 8:46:44
3 Sarah Crowley 8:48:13
4 Laura Philipp 8:51:42
5 Heather Jackson 8:54:44
6 Kaisa Sali 8:55:33
7 Corinne Abraham 8:58:38
8 Carrie Lester 8:58:40
9 Daniela Bleymehl 9:08:30
10 Linsey Corbin 9:09:06
11 Maja Stage-Nielsen 9:10:28
12 Imogen Simmonds 9:13:20
13 Daniela Ryf 9:14:26
14 Sarah Piampiano 9:16:29
15 Gurutze Frades 9:16:50

 

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