Nadia Battocletti
Nadia Battocletti (Foto: © European Athletics)
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Europarekord! Battocletti glänzt in Tokio

Es war ein Samstag, der Geschichte schrieb:

Beim ASICS Tokyo : Speed : Race flogen die Straßenzeiten förmlich davon – und mitten in diesem Feuerwerk der Ausdauerleistung sorgte die Italienerin Nadia Battocletti mit einem neuen Europarekord über 5 Kilometer für das große Ausrufezeichen aus kontinentaler Sicht. Doch der Star des Abends kam aus Kenia: Caroline Nyaga pulverisierte ihre persönliche Bestzeit und stürmte mit 14:19 Minuten in die Top 3 der ewigen Weltbestenliste.

Nyaga mit Weltklasse-Auftritt – nur zwei Frauen je schneller

Ein flacher Rundkurs, elektronische Tempomacher und das Ziel direkt neben dem Nationalstadion von Tokio: Die Bühne für große Leistungen war bereitet – und Caroline Nyaga nutzte sie perfekt. Nur eine Woche nach ihrem achten Platz über 5000 Meter beim Diamond-League-Meeting in Xiamen zeigte sie sich in Tokio unwiderstehlich. Mit einem explosiven Auftritt verbesserte sie ihre persönliche Bestmarke um satte 16 Sekunden.https://vg01.met.vgwort.de/na/94913e90a8654c4895e720bf890bc1a3

14:19 Minuten – eine Zeit, die nur von ihren Landsfrauen und Rekordhalterinnen Beatrice Chebet (13:54 und 14:13) sowie Agnes Ngetich (14:13) jemals unterboten wurde. Der Lohn: Platz drei in der ewigen Weltbestenliste auf der Straße.

„Ich bin so dankbar, ich bin glücklich. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll – ich habe nicht erwartet, so eine Zeit zu laufen, weil ich letzten Samstag noch in Xiamen gestartet bin und etwas müde war. Ich bin so glücklich. Ich habe sogar geweint vor Freude über diese Leistung", so die Siegerin gegenüber World Athletics.

Der Vorsprung war eindrucksvoll: 13 Sekunden vor der Zweitplatzierten Nadia Battocletti, die sich mit 14:32 Minuten nicht nur Silber sicherte, sondern zugleich den bisherigen Europarekord knackte. Damit katapultierte sie sich an die Spitze des Kontinents – ein Lauf für die Geschichtsbücher.

Den dritten Platz holte Maurine Jepkoech (Kenia) in 14:40 Minuten. Auch weiter hinten fielen nationale Bestmarken: Sarah Lahti egalisierte mit 15:04 Minuten den schwedischen Rekord und wurde Siebte.

Kibet dominiert Männerrennen über 5 km – mit Stil und Rekordflut

Im Männerrennen ließ Harbert Kibet aus Uganda keinen Zweifel aufkommen, wer den Takt vorgibt. Bereits beim Eintritt in die letzte Runde hatte der 19-Jährige einen komfortablen Vorsprung – und den verteidigte er souverän bis ins Ziel. Mit 13:00 Minuten war ihm der Sieg nicht zu nehmen.

Zweiter wurde Mohamed Ismail aus Dschibuti, der mit 13:10 Minuten seinen eigenen Landesrekord verbesserte. Auf Rang drei folgte Samwel Nyamai Mailu aus Kenia mit 13:11 Minuten. Auch im Kampf um die Plätze dahinter gab es Rekorde: Maxime Chaumeton lief mit 13:13 Minuten neuen südafrikanischen Landesrekord, Tomoki Ota stellte in 13:30 Minuten einen neuen japanischen Rekord auf.

Drama über 10 km der Männer – Yimer siegt nach taktischem Fehler des Führenden

Ein dramatisches Finish lieferte das 10-km-Rennen der Männer. Der spätere Zweite Vincent Kibet Langat lag in Führung, übersah jedoch die entscheidende Kurve vor dem Ziel. Diesen Moment nutzte Jemal Yimer aus Äthiopien eiskalt: Der Halbmarathon-Vierte der Weltmeisterschaften setzte zum Sprint an und gewann in 27:10 Minuten hauchdünn vor Langat und Victor Kipruto, die beide mit 27:11 Minuten gestoppt wurden.

Dicht dahinter folgte Amos Langat (Kenia) mit 27:25 Minuten. Abbabiya Simbassa aus den USA sorgte für den nächsten Paukenschlag – mit 27:32 Minuten stellte er einen nordamerikanischen Rekord auf. Auch Sam Clifford aus Australien (27:34) und Hayden Wilde aus Neuseeland (27:39) liefen neue nationale Bestmarken.

Cheptoyek souverän bei den Frauen über 10 km – Rekorde auch hier

Die Frauen über 10 Kilometer standen dem in nichts nach. Joy Cheptoyek aus Uganda ließ der Konkurrenz keine Chance und siegte mit 30:22 Minuten deutlich vor Samiyah Hassan Nour aus Dschibuti, die mit 30:40 Minuten einen neuen Landesrekord aufstellte.

Rang drei ging an Isobel Batt-Doyle aus Australien, die mit 30:44 Minuten einen neuen Rekord für Ozeanien lief. Auch Mekdes Woldu sorgte für Schlagzeilen – sie stellte mit 31:01 Minuten einen neuen französischen Rekord auf und belegte Platz sechs.

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