Die Straßen von Frankfurt glühten, als der Frankfurt Marathon 2025 erneut seine Bühne für Weltklasse-Läufer bot.
Über 17.000 registrierte Läufer sorgten für ein eindrucksvolles Starterfeld, doch am Ende des Tages gehörte der Ruhm einer Äthiopierin: Buze Diriba führte von der ersten bis zur letzten Meile und holte sich den größten Sieg ihrer Karriere.
Ein Rennen gegen Wind und Uhr
Die 31-jährige Diriba ließ sich nicht von den stürmischen Bedingungen aus der Ruhe bringen. An der Spitze kämpfte sie gegen heftigen Gegenwind, und rund zehn Kilometer vor dem Ziel fiel ihr Pacemaker aus. „Wenn das nicht passiert wäre und der Wind nicht so stark gewesen wäre, hätte ich heute 2:16 laufen können“, sagte Buze Diriba. Am Ende stoppte die Uhr bei 2:19:34 – die fünftschnellste Zeit in der Geschichte des Frankfurt Marathon und ein Preisgeld von 30.000 Euro als Lohn für ihre Ausdauer.
Große Ziele in der Zukunft
Doch für Buze Diriba endet der Traum hier nicht. „Ich möchte bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen antreten und Titel gewinnen“, erklärte die Läuferin, deren Talent bereits 2012 mit dem Junioren-Weltmeistertitel über 5.000 Meter sichtbar wurde. Ihr Trainer ist Gedemu Dedefo, der in Addis Abeba das wohl stärkste Trainingsumfeld weltweit leitet, mit Athleten wie Tigst Assefa, der Chicago-Champion Hawi Feysa und Olympiasieger Tamirat Tola.
Besonders Hawi Feysas Erfolg auf der Frankfurter Strecke im Vorjahr war Inspiration für Diriba. Ihr Ziel am Sonntag war klar: die Bestzeit ihrer Trainingspartnerin unterbieten. „Es hilft mir, solche starken Trainingspartner zu haben. Ich weiß, dass ich unter 2:15 laufen muss, um Weltklasse zu erreichen“, so Diriba.
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Von Asela nach Frankfurt
Die Wurzeln von Buze Diriba liegen in Asela, in der Arsi-Region südlich von Addis Abeba, Heimat unzähliger großartiger Läufer wie Haile Gebrselassie. Dort half sie auf der elterlichen Farm und lief wie viele afrikanische Kinder zur Schule – etwa 20 Minuten pro Strecke. Mit 16 Jahren begann sie mit dem gezielten Lauftraining, inspiriert von den äthiopischen Olympiasiegerinnen Meseret Defar und Tirunesh Dibaba.
Familie als Rückhalt
Seit ihrem Umzug nach Addis Abeba betreut Gedemu Dedefo sie als Trainer, während ihr Ehemann Guta Wami den Haushalt managt. Buze Diriba ist Mutter zweier Töchter im Alter von drei und vier Jahren. Auch ihre Geschwister sind sportlich: Zwei jüngere Brüder laufen ebenfalls, darunter Boki Diriba, der 21-Jährige wurde Zehnter bei den Crosslauf-Weltmeisterschaften und lief im Hamburg-Marathon eine persönliche Bestzeit von 2:07:13.
Ein Name für die Zukunft
Der Frankfurt Marathon hat der Welt erneut gezeigt, dass Äthiopien Läufer hervorbringt, die international für Furore sorgen. Mit ihrem Sieg hat Buze Diriba nicht nur eine neue persönliche Bestzeit aufgestellt, sondern auch ihre Ambitionen für die Zukunft unterstrichen. Die Straße von Frankfurt könnte nur der Anfang für eine beeindruckende internationale Karriere sein.
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