Wenn der Himmel aufreißt und das Adrenalin durchstartet, dann ist es Zeit für das Broken Arrow Skyrace – und das Rennen in den Höhen von Olympic Valley enttäuschte auch dieses Jahr nicht.
Bei der fünften Station der Golden Trail World Series 2025 flogen die Favoriten im wahrsten Sinne des Wortes über die Trails. Mit einem explosiven Finish krönte sich Elhousine Elazzaoui zum König der Berge, während Joyce Njeru in einem packenden Zweikampf ihre Rückkehr zur Topform feierte. Dieses Rennen hatte alles – Tempo, Taktik und ganz viel Trail-Drama.
Frauenpower: Njeru fliegt wieder
Frisch, fokussiert und furchtlos – Joyce Njeru hatte beim Broken Arrow Skyrace ganz klar eine Mission: zurück an die Spitze! Gemeinsam mit Madalina Florea bildete sie von Beginn an ein unzertrennliches Duo. Die beiden preschten los wie vom Skyrace-Blitz getroffen und ließen das restliche Feld erstmal im Staub.

Doch der Schein trog: Anna Gibson, Lauren Gregory und Marie Nivet ließen nicht locker. Besonders Gibson biss sich Stück für Stück an die Führenden heran, doch die Frontfrauen gaben sich keine Blöße. Erst am finalen Gipfel zeigte Njeru, warum sie zur Elite gehört. Mit der Leichtigkeit einer Gazelle stürmte sie den Downhill Richtung Olympic Valley hinab – und holte sich mit einer Zeit von 2:01:06 den wohlverdienten Sieg.
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„Letztes Jahr begann hier alles für mich. Dieses Wochenende war wie ein Neustart – mit dem Sieg heute und meinem zweiten Platz beim Ascent am Freitag fühle ich mich wieder zurück im Rennen.“, strahlte Njeru im Zielbereich.
Ein Dreikampf der Extraklasse bei den Herren
Bei den Männern war es ein wahres Gipfeltreffen – wortwörtlich. Elhousine Elazzaoui, Philemon Kiriago und Patrick Kipngeno schenkten sich auf dem technisch anspruchsvollen Parcours keine Sekunde. Von Kilometer eins bis zur letzten Kehre ein taktisches Schachspiel mit Puls auf Anschlag.

Während Chris Allen und Lukas Ehrle auf Tuchfühlung blieben, setzte sich das Top-Trio bei Kilometer 12, dem höchsten Punkt der Strecke, mit einem 30-Sekunden-Polster ab. Das war der Moment, in dem sich alle Zuschauer nur noch auf eines konzentrierten: Wer würde am Ende die berühmte Broken Arrow Glocke läuten?
Und das tat niemand Geringeres als Elazzaoui – mit einem letzten Antritt, der selbst Trail-Veteranen den Atem raubte. In 1:43:53 stürmte er über die Ziellinie und holte sich nicht nur den Tagessieg, sondern auch die Gesamtführung der GTWS 2025 zurück.
„Ich bin überglücklich. Zurück in den USA zu sein und hier zu gewinnen – das bedeutet mir viel. Zegama ist meine Lieblingsstrecke, aber dieser Sieg beim Broken Arrow Skyrace ist etwas ganz Besonderes.“, sagte Elazzaoui mit einem breiten Grinsen.
Top-Platzierungen mit Höhenluft
Frauen Top 5:
1. Joyce Njeru – 2:01:06
2. Madalina Florea – 2:02:03
3. Anna Gibson – 2:03:46
4. Lauren Gregory – 2:06:02
5. Alice Gaggi – 2:08:23

Männer Top 5:
1. Elhousine Elazzaoui – 1:43:53
2. Philemon Ombogo Kiriago – 1:43:57
3. Patrick Kipngeno – 1:44:11
4. Christian Allen – 1:44:46
5. Lukas Ehrle – 1:45:19
Nächster Halt: Mexiko ruft
Keine Pause für die Trail-Elite: Schon kommende Woche zieht der GTWS-Zirkus weiter nach Huasca de Ocampo. Der Tepec Trail steht auf dem Programm – eine Premiere für die Serie in Mexiko und gleichzeitig ein Lauf, der mit neuen Höhen und kulturellen Tiefen lockt. Elazzaoui, Njeru, Kiriago, Kipngeno und Florea sind wieder am Start. Trail-Fans dürfen sich auf das nächste Feuerwerk freuen.
Das Broken Arrow Skyrace bleibt damit nicht nur ein Berglauf, sondern ein Erlebnis – mit staubigen Schuhen, glühenden Oberschenkeln und breitem Grinsen im Ziel.

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