Davos X-Trails
Davos X-Trails (Foto: © Egelmair Photography)
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Familientreffen auf höchstem Niveau: Die Kennys bei den Davos X-Trails

Ein Wiedersehen zwischen Höhenluft und Höhenmetern

Wenn am 26. Juli in der höchstgelegenen Stadt Europas die Davos X-Trails starten, wird nicht nur sportlich Geschichte geschrieben – auch eine ganz persönliche Story erreicht ihren Höhepunkt: Die Familie Kenny kommt zusammen. Nicht etwa im heimischen Cheshire, sondern in Davos. Und das gleich aus drei verschiedenen Ländern: Nicholas Kenny reist aus Grossbritannien an, sein Sohn Frederick aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und Jonathan aus Hongkong.

Die sportliche Dreieinigkeit der Kennys ist kein Zufall. In der Ferienresidenz in Davos, die der Familie seit fast zwei Jahrzehnten gehört, treffen die drei Generationen regelmässig zusammen. Für die Davos X-Trails wurde der Trip nun zur sportlichen Familien-Mission.

Der Diamond Run ruft – und die Kennys antworten

Beim Diamond Run greifen die drei Männer gemeinsam an. Während der 65-jährige Nicholas bereits zum vierten Mal in Davos an den Start geht, ist es für Jonathan die Premiere. „Ich freue mich riesig, endlich dabei zu sein. Davos ist einfach etwas Besonderes.“

Jonathan bringt Ultra-Erfahrung mit: Ein Rennen entlang der Chinesischen Mauer, kürzlich ein Finish in der Mongolei – dort belegte er Platz 8. Seine Freundin Lok Yan Yim war sogar Tagessiegerin bei den Frauen. Gemeinsam stürzen sie sich nun in das Abenteuer Davos. Bruder Frederick kehrt nach seinem Ultra-Debüt im Vorjahr auf die Königsdisziplin zurück. „Die Strecke war brutal, aber ich will mehr!“, betont der 22-Jährige mit einem Grinsen.

Die Kennys bei den Davos X-Trails

Rückkehrer mit OP-Narbe

Und was ist mit Nicholas? Der Altmeister unter den Trail-Fans hat sich einer Operation unterzogen – nur wenige Wochen vor dem Start. „Ich hoffe, dass die Wunde bis dahin verheilt ist. Wenn nicht, muss ich schweren Herzens passen.“ Ein Satz, den er zwar ausspricht, aber innerlich wohl kaum akzeptiert. Denn: Die Davos X-Trails sind für ihn mehr als ein Wettkampf. „Die Organisation ist top, die Strecke atemberaubend – das hier ist pure Leidenschaft.“

Sein sportlicher Werdegang liest sich wie ein Ultra-Roman: Seit seinem Debüt 2012 in Davos hat Nicholas rund 40 Ultra-Marathons gefinisht. In diesem Jahr steht erneut der Diamond Run auf dem Plan – auch wenn er notfalls in Sertig auf den Gold Run wechseln würde. Die Lauftradition der Familie liegt ihm am Herzen. „Ich werde langsamer, klar. Aber die Jungs übernehmen jetzt. Das ist unser Ding.“

Trailrunning als Familienerbe

Auch der 28-jährige Sohn Oliver hat sich bereits der Herausforderung gestellt – beim Gold Run 2024 feierte er sein Ultra-Debüt. Dieses Jahr muss er aussetzen. Doch Mama Ruth hält der Family den Rücken frei. Ob Verpflegung, Anfeuern oder moralischer Support – sie ist immer zur Stelle.

Der Ursprung dieser besonderen Davos-Verbindung? Ein orthopädischer Fachkongress. Beruflich zog es Nicholas einst nach Davos. Geblieben ist die Liebe zu den Bergen – und ein Haus, das zur zweiten Heimat wurde. „Hier sind die Luft, die Natur und die Menschen einfach einzigartig.“

Davos X-Trails

Die Familie Kenny steht exemplarisch für das, was die Davos X-Trails ausmacht: Gemeinschaft, internationale Begegnung, sportliche Hingabe und mentale Stärke. Denn gerade die brauchen alle drei Männer – egal ob aus England, den Emiraten oder Fernost.

Warten auf den Startschuss

Eine Woche vor dem Start reisen die Kennys an – zur Höhenakklimatisierung. Keine Überraschung: Die Strecke ist fordernd. Aber genau das suchen sie. Wandern, Skifahren, Biken – Davos ist für die Familie weit mehr als nur Wettkampfort. Es ist ihr Kraftplatz.

Wenn am letzten Juli-Samstag also der Startschuss fällt, läuft mehr als nur ein Rennen. Dann wird Familientradition weitergeschrieben – auf dem Trail, im Schatten der Berge, mit jeder Menge Herzblut.

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