Doping-Beben beim Berglauf: Der Fall Dominik Matt erschüttert die Szene
Ein handfester Skandal erschüttert den Berglauf- und Trailrunning-Sport: Im Zentrum steht Dominik Matt, ein Läufer, dessen Karriere nun unter einem gewaltigen Schatten steht.
Testosteron und Furosemid: Eine explosive Mischung
Bei einer Kontrolle am 5. August 2025 kam es zur Entdeckung gleich zweier verbotener Substanzen. In der Probe von Matt fanden sich nicht nur Spuren von Testosteron, einem klassischen anabol-androgenen Steroid, sondern auch von Furosemid, einem berüchtigten Diuretikum, das nicht nur entwässert, sondern vor allem als Maskierungsmittel im Doping bekannt ist. Ein Doppelschlag, der selbst erfahrene Anti-Doping-Experten sprachlos zurücklässt.
Suspendierung mit sofortiger Wirkung
Die Österreichische Anti-Doping Rechtskommission reagierte sofort: Ab dem 9. August 2025 wurde der Athlet vorläufig suspendiert – und das bis zum Abschluss des Verfahrens. Damit ist seine Teilnahme an kommenden Rennen Geschichte, solange das Verfahren nicht endgültig abgeschlossen ist. Für die Szene ein Paukenschlag, denn die Suspendierung erfolgte ohne Umschweife.
Erst vor wenigen Wochen gewann Dominik Matt beim Ebbser Koasamarsch die Österreichischen Staatsmeisterschaften im Trailmarathon.
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Der Prüfantrag und die Rechtslage
Die NADA Austria brachte den Prüfantrag ein, gestützt auf das Anti-Doping Bundesgesetz sowie die World Athletics Anti Doping Rules 2025. Dort heißt es unmissverständlich: Wenn in einer A-Probe ein von der WADA-Liste verbotener Wirkstoff auftaucht, folgt eine sofortige Suspendierung. Genau das ist bei der ÖADR nun geschehen. Das Regelwerk lässt keinerlei Schlupflöcher offen.
Die Zukunft von Matt – ein Rätsel
Wie es für Matt weitergeht, bleibt ungewiss. Sollte das Verfahren die positiven Befunde bestätigen, könnte seine Karriere ein abruptes Ende finden. Fest steht: Der Fall sorgt schon jetzt für Gesprächsstoff – und dürfte noch lange für Schlagzeilen sorgen. Für viele Fans des Sports ist das eine bittere Enttäuschung, denn der Berglauf und Traillauf lebt von seiner Authentizität, und genau diese gerät durch einen solchen Vorfall massiv ins Wanken.
Vom Sportler selbst gab es bis dato noch keine öffentliche Stellungnahme (Stand: 19. August - 13 Uhr). Bis zu Abschluss des Verfahrens gilt die Unschuldsvermutung.
Update 20. August: Stellungnahme von Dominik Mann
Am 20. August äußerte sich Dominik Mann via Instagram zum Verfahren:
(...) Aus gesundheitlichen Gründen bin ich auf die Einnahme bestimmter, auf der WADA-Liste stehender Substanzen angewiesen. Sowohl die NADA als auch der ÖLV wurden von Beginn an vollständig von mir informiert. Da ich nicht Teil des nationalen Testpools bin, konnte eine medizinische Ausnahmegenehmigung im Vorfeld nicht beantragt werden. Das nun eingeleitete Verfahren ist ein standardisierter Ablauf, in dem meine medizinische Gründe erneut geprüft werden. (...)
Einen ähnlichen Vorfall in der Trailrunning-Szene gab es bereits im vergangenen Jahr: Doping-Skandal erschüttert Trailrun-Szene

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