London Marathon: Sieger Sebastian Sawe
Vorjahressieger Sebastian Sawe ist erneut in London am Start (Foto: © TCS London Marathon)
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London Marathon 2026: Sawe und Petros im stärksten Feld der Geschichte

Der TCS London Marathon 2026 wirft einen gewaltigen Schatten voraus. Schon Monate vor dem Starttermin am 26. April ist klar: Diese Ausgabe wird kein Abtasten, kein Taktieren, kein Sicherheitslauf.

Der London Marathon 2026 verspricht ein Hochgeschwindigkeitsrennen auf Weltklasse-Niveau, bei dem selbst der Streckenrekord nicht mehr sicher scheint.

Der Titelverteidiger steht im Zentrum

Sabastian Sawe kehrt als Titelverteidiger zum London Marathon 2026 zurück. Der Kenianer hat im Vorjahr nicht nur gewonnen, sondern ein Ausrufezeichen gesetzt. Seine Siegerzeit von 2:02:27 war die zweitschnellste Zeit, die jemals in London gelaufen wurde. Nur 22 Sekunden trennten ihn von seiner persönlichen Bestleistung, die er 2024 in Valencia aufgestellt hatte.

Sawe weiß, was ihn erwartet. „Der London Marathon ist eine der schönsten und schnellsten Strecken der Welt. Mein erster Sieg hier war einer der stolzesten Momente meines Lebens. Jetzt weiß ich, was auf mich zukommt, und ich bin überzeugt, dass man wieder extrem schnell laufen muss, um zu gewinnen“, erklärte Sawe mit Blick auf den London Marathon 2026.

Konkurrenz mit Weltrekord-Format

Der Blick auf die Startliste des London Marathon 2026 liest sich wie ein Geschichtsbuch der modernen Langstrecke. Jacob Kiplimo kommt mit Rückenwind. Nach Platz zwei bei seinem Marathon-Debüt in London steigerte er sich in Chicago auf 2:02:23 und hält den ugandischen Rekord. Dazu kommt ein weiteres sportliches Statement: der dritte WM-Titel im Crosslauf in Folge.

Joshua Cheptegei, Weltrekordhalter über 5.000 und 10.000 Meter, greift erneut über die Marathondistanz an. Seine Bestzeit von 2:04:52 aus Amsterdam zeigt, dass er auch auf den 42,195 Kilometern angekommen ist. Der London Marathon 2026 bietet ihm die perfekte Bühne.

Mit Tamirat Tola steht zudem der amtierende Olympiasieger im Marathon an der Startlinie. Der Äthiopier reist frisch von einem Sieg in Doha an. Seine Landsleute Yomif Kejelcha und Hagos Gebrhiwet wagen in London ihr Marathon-Debüt, beide mit beeindruckender Bahn-Vergangenheit.

Rekordjagd mit historischem Bezug

Die Dichte dieses Feldes hat selbst den Titelverteidiger zu einer klaren Prognose gebracht. Der Streckenrekord von 2:01:25, aufgestellt 2023 von Kelvin Kiptum, könnte fallen. Dieser Rekord schwebt über dem gesamten Rennen und ist das unausgesprochene Ziel vieler Topläufer beim London Marathon.

Auch abseits der absoluten Favoriten ist das Feld brutal stark. Amos Kipruto, Sieger von 2022, Geoffrey Kamworor, zweifacher New-York-Marathon-Champion, sowie Deresa Geleta, der neuntschnellste Marathonläufer der Geschichte, erhöhen den Druck zusätzlich.

Europas Hoffnungsträger

Aus europäischer Sicht richtet sich der Fokus auf Amanal Petros. Der deutsche WM-Zweite im Marathon führt gemeinsam mit Emile Cairess aus Großbritannien das europäische Aufgebot beim TCS London Marathon 2026 an.

Ein Rennen mit Signalwirkung

Nach Siegen in Valencia, London und Berlin ist Sawe über die Marathondistanz weiterhin ungeschlagen. Doch genau diese Serie steht beim London Marathon 2026 unter maximalem Beschuss. Dieses Rennen ist kein Verwaltungsakt, sondern ein Angriff auf die Geschichtsbücher.

Auch Veranstalterseite zeigt sich begeistert. Hugh Brasher, CEO von London Marathon Events, bringt es auf den Punkt: „Sabastian Sawe hat letztes Jahr gezeigt, dass er das Potenzial hat, die Marathon-Geschichte neu zu schreiben. Seine zweite Rennhälfte war außergewöhnlich. Wir freuen uns, ihn 2026 wieder in London zu sehen und wollen ihn so schnell wie möglich ins Ziel bringen“.

Startliste London Marathon 2026: Männer-Elite

NameNationBestzeit
Sabastian Sawe KEN 2:02:05
Jacob Kiplimo UGA 2:02:23
Deresa Geleta ETH 2:02:38
Amos Kipruto KEN 2:03:13
Tamirat Tola ETH 2:03:39
Amanal Petros GER 2:04:03
Geoffrey Kamworor KEN 2:04:23
Joshua Cheptegei UGA 2:04:52
Shunya Kikuchi JPN 2:06:06
Emile Cairess GBR 2:06:46
Mahamed Mahamed GBR 2:07:05
Philip Sesemann GBR 2:07:10
Hassan Chahdi FRA 2:07:30
Adam Lipschitz RSA 2:08:54
Patrick Dever GBR 2:08:58
Peter Lynch IRL 2:09:36
Tim Vincent AUS 2:09:40
Weynay Ghebresilasie GBR 2:09:50
Tewelde Menges GBR 2:09:58
George James GBR 2:10:10
Liam Boudin AUS 2:10:28
Jake Smith GBR 2:11:00
Marc Scott GBR 2:11:19
Hagos Gebrhiwet ETH Debüt
Yomif Kejelcha ETH Debüt

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