Wenn der Dolomites Saslong Half Marathon ruft, dann kommen sie in Scharen – und wie!
Über 600 Trailrunner aus 20 Nationen stürmten am Samstagmorgen den Monte Pana, bereit, den Dolomiten ihre Spuren einzugravieren. Nicht alle kamen für Ruhm, aber viele fanden ihn: allen voran Alberto Vender und Amelie Muss, die sich in einem epischen Ritt durch Höhenmeter und Gänsehautmomente als Sieger krönten.
Der siebte Streich des Dolomites Saslong Half Marathon wurde zur Bühne für zwei Geschichten voller Power, Strategie und ein bisschen Magie. Kaum war der Startschuss verhallt, bahnte sich ein Sonnenstrahl seinen Weg durch die Wolkendecke – als hätte der Himmel selbst den Startschuss gefeiert.
Vender wie entfesselt – Felicetti wieder Zweiter
Der Mann des Tages hieß ohne Frage Alberto Vender. Der flinke Trientiner aus Pieve di Bono-Prezzo schob sich gleich zu Beginn an die Spitze. Während sich andere noch die Wadln massierten, zog er bei der Comici-Hütte das Tempo an und ließ fortan nichts mehr anbrennen. In schwindelerregender Höhe und mit kompromisslosem Schritt verteidigte er seinen Vorsprung und stürmte mit 01:35:48 Stunden als Triumphator ins Ziel.

Hinter ihm: der ewige Zweite, Daniele Felicetti. Zum vierten Mal schrammte der Mann aus dem Fleimstal haarscharf am Sieg vorbei. Andreas Reiterer, Südtirols Hoffnungsträger, komplettierte das Podium. Für Lokalmatador Luca Clara reichte es zu Rang sechs – ein Achtungserfolg für den ASV Gherdëina Runners.
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Muss mit Mördertempo – Falchetti auf dem Podium zum Geburtstag
Im Damenrennen wurde das Tempo von Beginn an angezogen, als hätten die beiden Favoritinnen Raketen unter den Sohlen: Amelie Muss aus Österreich und Martina Falchetti aus Gröden schenkten sich nichts. Falchetti nutzte die steilen Rampen, um sich Luft zu verschaffen, doch Muss konterte auf den flacheren Passagen – und das mit beeindruckender Leichtigkeit.

Im finalen Downhill spielte die junge Österreicherin ihre Trümpfe aus und rauschte mit 1:51:16 Stunden ins Ziel – neue Rekordzeit für die Damen beim Dolomites Saslong Half Marathon! „Ich war noch nie bei diesem Rennen dabei und bin einfach verzaubert. Es war wunderschön, hier zu laufen, und ich kann es kaum erwarten, zurückzukehren.“ Ihr Lächeln im Ziel war genauso strahlend wie ihre Zeit.
Falchetti, die an diesem Tag auch noch ihren 23. Geburtstag feierte, landete knapp dahinter auf Rang zwei – das beste Geburtstagsgeschenk war das Publikum, das sie mit Applaus ins Ziel trug. Dritte wurde mit deutlichem Abstand Katharina Esswein, ebenfalls aus Österreich.
Volle Hütte, volles Herz
Der Dolomites Saslong Half Marathon war nicht nur sportlich ein Hochkaräter. Die Atmosphäre rund um das Rennen war elektrisierend: Der „Special Lunch“ servierte den Athleten Südtiroler Feinkost auf Topniveau, während im Zielbereich der Duft von Polenta und Apfelstrudel die Sinne betörte.

Das Organisationskomitee rund um Manuela Perathoner konnte zufrieden Bilanz ziehen. „Es ist alles gut gelaufen, auch das Wetter hat mitgespielt. Wir könnten nicht zufriedener sein. Ein herzliches Dankeschön natürlich an das ganze Komitee, die Freiwilligen und die Sponsoren.“
Ein ausverkauftes Starterfeld, begeisterte Zuschauer und strahlende Gesichter soweit das Auge reicht – das sind die wahren Medaillen dieses Tages. Der Dolomites Saslong Half Marathon bleibt, was er ist: ein Herzschlagfinale im Schatten des Langkofels.
Top 10 Herren
1. Vender Alberto – 01:35:48
2. Felicetti Daniele – 01:36:32
3. Reiterer Andreas – 01:37:12
4. Gasser Lukas – 01:38:42
5. Lazzaretto Mirko – 01:42:00
6. Clara Luca – 01:42:35
7. Rasom Mauro – 01:42:49
8. Turrini Simone – 01:44:07
9. Berger Veith – 01:44:20
10. Ebert Manuel – 01:50:25
Top 10 Damen
1. Muss Amelie – 01:51:16
2. Falchetti Martina – 01:51:51
3. Esswein Katharina – 02:05:13
4. Engl Katia – 02:09:47
5. Rabensteiner Marialuise – 02:09:51
6. Corazza Eleonora – 02:13:39
7. Rabensteiner Christine – 02:14:55
8. Santini Anna – 02:18:32
9. Caiti Giuliana – 02:18:44
10. Pighini Sylvie Florence Anne – 02:19:34

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